<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793</id><updated>2012-01-23T02:12:11.306-08:00</updated><title type='text'>Andenwoelffe</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>160</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7036601564684288002</id><published>2012-01-23T02:10:00.000-08:00</published><updated>2012-01-23T02:12:11.319-08:00</updated><title type='text'>Kulturveränderungen</title><content type='html'>Dieser Tage war ein Ärzteteam unserer Mission im Urwald. Bisher kann der Ort nur mit dem Flieger erreicht werden, aber sie sind schon kräftig dabei eine Straße dorthin zu bauen. Gerufen wurden sie von den dortigen Lehren einer Sekudaria, also einer weiterführenden Schule bis zum ecuatorianischen Abitur. Die Mediziner sollten die Schüler untersuchen. Das klang alles gut, bis das Team dort ankam und mit den wirklichen Tatsachen konfrontiert wurde: Sie sollten die Kinder lediglich auf Geschlechtskrankheiten hin testen. Das war zunächst ein Schock, aber weil sowohl ein Arzt als auch Ärztinnen im Team waren, klappten die Untersuchungen und konnte zu den einzelnen Schülern Vertrauen aufgebaut werden. Die Lehrer waren wütend, weil sie die Ergebnisse nicht erzählt bekamen. Das Ergebnis war erschütternd. Schülerinnen der oberen Klassen hatten im Schnitt mindestens 3 verschiedene Sexualpartner pro Jahr und bei vielen dieser Begegnungen wurde Gewalt angewendet. Aber auch fast jeder Lehrer war in dieser Richtung tätig. Zur Belohnung gab es dann eben bessere Noten. Was die Lehrer wirklich wissen wollten, war, wer der Jungen oder Mädchen Geschlechtskrankheiten aufwies und somit ein persönliches Risiko für die Lehrer darstellt. In den höheren Klassen hatte so gut wie alle regelmäßigen sexuellen Verkehr.&lt;br /&gt;    Das ist kein Einzelfall. In der Schule unserer Gemeinde in Mondayacu wurde jetzt ein Kurs angeboten, um die Mädchen auf die Union Libre vorzubereiten.  Union Libre ist eine Form der staatlich geregelten Partnerschaft. Die beiden sind dann zwar nicht verheiratet, aber es werden Besitz - und Verantwortungsbereiche darin geregelt. Die Trennung ist leichter als bei Heirat. Man braucht keinen Anwalt, um einen Scheidungsprozess zu durchlaufen. Der gemeinsame Besitz wird geteilt, aber es bestehen weiterhin Pflichten für die gemeinsamen Kinder. In dieser Schule wie in vielen anderen sind viele Mädchen in den höheren Klassen schwanger. Manche leben mit ihrem Partner zusammen andere nicht. Sie brauchen Hilfe in den Fragen des Alltages. In diesem Dorf gibt es seit Jahren keine offizielle Hochzeit mehr, gibt es keine verheirateten Paare, nur solche der Union Libre.&lt;br /&gt;Wie kommt das?&lt;br /&gt;    In der Kultur der Indianer ist es üblich, dass Mädchen vergewaltigt werden. Das war schon immer so und gehört bis zu einem gewissen Grad zum Leben dieser Menschen. Von daher erscheint es vielen nicht so schlimm. Man muss eben darüber hinweg kommen und sich einen "Beschützer" = Mann suchen. Zum anderen hat das moderne Leben dem Urwald auch seinen Stempel aufgedrückt. Mädchen heiraten dort normalerweise mit um die 15 Jahre. Das ist aber die Zeit, in der sie jetzt zur Schule gehen müssen. Der Schulweg ist oft lang und damit gefährlich. Viele wollen eigentlich nicht, aber der Druck der Gesellschaft bringt sie zur Schule. Für die Lehrer sind sie Freiwild. Die Lehrer sind oft nicht genügend ausgebildet zum Unterrichten in den Städten - dann eben ab in den Urwald, wo sie auch frustriert sind. Dort aber sind sie eine Autorität, gegen die die Eltern auch oft machtlos sind. Sie nützen ihre Macht aus.&lt;br /&gt;    Abtreibung ist in Ecuador offiziell verboten. Aber im Regenwald hat man seit Menschengedenken seine "Pflanzen" zur Abtreibung. Viele Apotheken verkaufen unter derm Ladentisch Abtreibungsmittel an und die ersten Organisationen bieten unter statlichem Stillschweigen ihre Dienste an. Auf der Rückseite von Strassenschildern stehen mit Hand geschrieben Telefonnummern für "sichere Abtreibungen".&lt;br /&gt;    Die Kultur der Indianer ist im Umbruch. Das zeigt sich derzeit vor allem im Bereich Familie und Sexualität. Die Regierung ist stolz auf die neuen Initiativen im Urwald und zeigt sie in Progagandasendungen. Die Fassade trügt. Und wer hilft diesen Jugendlichen wirklich?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7036601564684288002?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7036601564684288002/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2012/01/kulturveranderungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7036601564684288002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7036601564684288002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2012/01/kulturveranderungen.html' title='Kulturveränderungen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5872374581586754675</id><published>2012-01-15T19:41:00.001-08:00</published><updated>2012-01-15T19:48:42.214-08:00</updated><title type='text'>Großer Staatsbesuch in Quito</title><content type='html'>Vergangene Woche war großer Bahnhof in Quito angesagt. Irans Staatspräsident  Mahmud Ahmadinejad besuchte Quito. Vorher war er in Venezuela bei Hugo Chávez gewesen, dann in Nicaragua und Cuba. Der Abschlussbesuch fand in Quito statt.  Eine Stadtrundfahrt durch Quito mit ein paar begeisterten Zuschauern aber auch einem riesigen Polizei - und Militäraufgebot versuchten die Proteste anderer Quiteñer gegen Meinungsfreiheit und die Unterdrückung der Frauen im Islam zu übertünchen.&lt;br /&gt;Der Besuch ist der dritte Staatsbesuch der Länder Iran und Ecuador untereinander. Rafael Correa hatte seinerzeit einen ersten Besuch in Teheran begonnen und sich neue Verbündete erhofft. Im September 2011 kam der Vizepräsident des Irans in den Andenstaat und jetzt der Staatspräsident selbst.&lt;br /&gt;Diese Besuche derzeit dienen der Außenpolitik des Irans. In allen bilateralen Gesprächen steht an erster Stelle die Bestätigung, dass der Iran das Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie hat. Das haben alle besuchten Staaten bestätigt - dann lange nichts und schließlich auch Gespräche zu Wirtschaftsfragen. Aber da wird es gleich sehr dünn. Iran ist für Kuba und Nicaragua kein wirklicher Wirtschaftspartner. Venezuela hat wenig zu bieten außer Öl und das bietet der Iran auch. Was diese beiden Staaten verbindet, ist der abgrundtiefe Hass gegen die USA. Venezuela kämpft mit seiner Wirtschaft. Über 30% Inflation spricht eine deutliche Sprache. Was kann da der Iran helfen? Und in Ecuador ist es auch nicht anders. Knapp eine Mio. Dollar Waren hat Ecuador im vergangenen Jahr in den Iran ausgeführt, bei knapp 300 000 Dollar Einfuhren. Vergleichbar mit den Handelbeziehungen, die Ecuador mit Russland hat, macht das 0,16% aus. Mit anderen Worten: Die kommerzielle Seite kann man aus unserer Sicht vergessen.&lt;br /&gt;Die insgesamt 500 Iranis, die hier in Ecuador leben, sind meist Händler, die mit ihrem Heimatland wenig gemeinsam haben. Sie leben, wenn sie überhaupt ihren Glauben ernst nehmen, in Ghettos. Die meisten von ihnen unterscheiden sich in ihrem Lebensstil nicht von den Ecuatorianern.&lt;br /&gt;Was also verbindet diese lateinamerikanischen Staaten mit Persien? Es ist die große Politik: Wenn wir gemeinsame Feinde haben, dann müssen wir Freunde sein. Der Iran braucht internationale Anerkennung gerade in diesem Moment der Spannungen mit den USA und der Androhung, notfalls die Straße von Hormus für die Ölschifffahrt zu sperren. Die USA ihrerseits haben einige Warnungen ausgesprochen, Irans Staatspräsident nicht zu empfangen, aber dabei ist es geblieben. Weltgeschichte wird bei dieser Rundreise nicht geschrieben. Das weiß auch Rafael Correa, der Ahmadinejad auch nicht auf dem Flugplatz empfangen hat, wo er mit 2 Std. Verspätung ankam, sondern erst im Präsidentenpalast. Und eine große Pressekonferenz wurde kurzerhand in eine offizielle Verlautbarung der Gesprächsprotokolle und Absichtserklärungen umgewandelt. Da ist Correa schlauer als Hugo Chávez, der mit Irans Staatspräsidenten Vieles gemeinsam, hat. Chávez ist 13 Jahre, Ahmadinejad 11 Jahre im politischen Geschäft. Der eine übertrumpft sich in Hasstiraden gegen die USA, der andere gegen Israel und die USA mit Äußerungen, die jeder Grundlage entbehren wie: Es habe nie einen Holocaust gegeben. Ein Beispiel mehr, wie Hass verbünden kann aber auch blind macht für die Wirklichkeit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5872374581586754675?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5872374581586754675/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2012/01/groer-staatsbesuch-in-quito.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5872374581586754675'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5872374581586754675'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2012/01/groer-staatsbesuch-in-quito.html' title='Großer Staatsbesuch in Quito'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-6719652815767304623</id><published>2012-01-08T09:36:00.000-08:00</published><updated>2012-01-08T09:39:12.003-08:00</updated><title type='text'>Änderungen in Quito im Neuen Jahr</title><content type='html'>Quito, die Hauptstadt Ecuadors, ist eine der Millionenstädte Lateinamerikas, die nicht mehr so stark wächst. Während in den 70 Jahren Tausende von Dorfbewohnern in die Stadt zogen und sich durch Landbesetzung, die später legalisiert wurden, neue Stadtviertel bildeten, ist die Stadt nun bei 2 Mio. Einwohnern angekommen mit einem Wachstum aus sich heraus ohne großen Zuzug von außen her. Die Stadt hat in den letzten Jahren große Anstrengungen für die peripheren Viertel unternommen. Fast alle sind an Wasser - und Abwassersysteme sowie die Stromversorgung angeschlossen. Der Fortschritt ist greifbar. Beispielsweise war einer der größten Verkaufsschlager die Waschmaschine. Bisher wurde fast ausschließlich von Hand auf dem Waschstein vor dem Haus die Wäsche gesäubert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und am deutlichsten ist die Zahl der Autos in der Stadt gewachsen. Die Straßen sind selbst bei Nacht hoch frequentiert. Zu bestimmten Zeiten läuft man genauso schnell wir das Taxi fährt. Den Privatwagen lässt man gerne zuhause, denn einen  Parkplatz gibt es kaum und wer falsch parkt, ist innerhalb von Minuten abgeschleppt mit hohen Kosten und langem Papierkrieg, den Wagen wieder auszulösen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stadt baut und baut und verschieden Fronten:&lt;br /&gt;1)Durch die vielen Häuser und zubetonierten Gärten wird der Regen zu einem zunehmenden Problem. Quito liegt in einer Wanne am Fuß des Pichinchavulkans. Bei Sturzregen fließen innerhalb von Minuten riesige Wassermengen ins Zentrum und verwandeln die Straßen in Flüsse. Wenn die Wasserkollektoren überlastet sind, können sie zusammenbrechen und dann große Löcher in die Stadt reißen, so geschehen vor 3 Jahren im Zentrum. So hat die Stadt mehrere Tunnel fürs Abwasser ins Tal gegraben, Arbeiten, die man kaum sieht&lt;br /&gt;2) Neue Straßen und andere Verkehrspolitische Maßnahmen müssen den Verkehr regeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das alles kostet Geld und so werden zum Neuen Jahr die Abgaben erhöht.&lt;br /&gt;- Die Grundstückssteuern für Häuser steigen. Wer allerdings noch in den ersten Monaten bezahlt, erhält bis zu 10% Preisnachlass. Ab Juni gilt dann einen Preisaufschlag.&lt;br /&gt;- Geschäfte müssen höhere Steuern bezahlen und diese Abgabe ist mit der allgemeinen Steuer verbunden.&lt;br /&gt;Wer sein Haus verkauft und in eine neue Immobilie umzieht zahlt jetzt statt 1/2% ganze 5%. Ecuatorianer tuen das häufig. Der Wechsel bei gekauftem Eigentum wird jetzt deutlich teurer.&lt;br /&gt;- Und die Sicherheit wird größer geschrieben. Mehr städtische Polizisten sollen jetzt für mehr Sicherheit sorgen. 15% Aufschlag zur Grundstückssteuer sind für die Sicherheit gedacht. Ob das reicht mag mancher bezweifeln. Viele haben deswegen einen privaten Wachdienst engagiert.&lt;br /&gt;- Die Kraftfahrzeugsteuer steigt ebenfalls. Da halten sich aber die Steigerungen in Grenzen. Höhere Preise zahlt man heute beim Neuwagen. Dort sind die Abgaben für den Staat enorm gestiegen.&lt;br /&gt;Die Tendenz ist klar. Die Abgaben müssen erhöht werden, weil die Bedürfnisse wachsen und neue Straßen oder bessere Verkehrsanbindungen wir eine zukünftige Metro kosten enorme Mittel. Aber dafür haben die Bürger wohl alle Verständnis. Für etwas, was die tägliche Not wie die verstopften Straßen, lindert, gibt man eher als für Dinge, die weit weg sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-6719652815767304623?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/6719652815767304623/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2012/01/anderungen-in-quito-im-neuen-jahr.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6719652815767304623'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6719652815767304623'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2012/01/anderungen-in-quito-im-neuen-jahr.html' title='Änderungen in Quito im Neuen Jahr'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-6968744675377629004</id><published>2012-01-01T16:42:00.000-08:00</published><updated>2012-01-01T16:43:32.151-08:00</updated><title type='text'>Jahresrückblick 2011</title><content type='html'>Zum Jahresende wird überall Bilanz gezogen, sei es in der Familie, um Freunde und Verwandte auf dem Laufenden zu halten, oder sei es bei Regierungen, um sich der Bevölkerung darzustellen oder die Weichen neu zu stellen. Was also waren die Höhe - was die Tiefpunkte 2011 in Ecuador?&lt;br /&gt;    Die Regierung Rafael Correa sitzt fest im Sattel. Sie ist durch Schwierigkeiten gegangen und hat offizielle Unterstützer verloren. Im Mai hat eine Volksabstimmung stattgefunden mit 10 Fragen, die teilweise wenig Zusammenhang zeigten. Viele fragten, warum der Präsident diese Fragen durchboxen wollte und bisher loyale Mitstreiter seiner Partei wandten sich dabei der Opposition zu. Da es sich nicht um eine Personenwahl, sondern eine Volksabstimmung mit JA oder NEIN handelte, gewann der Präsident den Volksentscheid landesweit. Dazu gehören auch neue Verantwortlichkeiten der Presse und persönliche Haftung der Journalisten. Seitdem ist die Pressefreiheit in Gefahr, aber es gibt bislang nur einen Fall, den der grüßten Zeitung des Landes, die dafür ein gerichtliches Verfahren am Hals hat, das sich seit Monaten hinzieht und eine Streitwert von 90 Mio. Dollar hat und den der Präsident wegen Rufschädigung einklagt. Die letzte Urteilsverkündigung steht in Kürze an, ein Hauptangeklagte Journalist dieser Zeitung suchte und fand politisches Asyl in Miami.&lt;br /&gt;    Ein weiteres Ereignis dieser Volksabstimmung ist das Verbot von Tierkämpfen mit tödlichem Ausgang. Hahnenkämpfe werden jetzt heimlich ausgeführt und bei der "Fiesta die Quito" werden die traditionellen Stierkämpfe mit Matadores aus Spanien bis fast ans Ende durchgeführt. Dann schleift man den Stier hinaus, um ihm dort abseits des Publikums den Todesschuss zu versetzen. Das ist ein Wechsel, der Folgen haben wird.&lt;br /&gt;    Probleme bereitet die Sicherheit vor allem in den Großstädten. 2011 ist jeder 4. Quiteñer einen Raub, Hauseinbruch, Überfall oder anderen kriminellen Akt erlebt. Das ist eine Steigerung, die kaum jemand noch versteht. Überall sucht man nach Lösungen. Ursache dafür ist nicht die Armut. Die Arbeitslosigkeit sank 2011 auf 5,5%, so niedrig wie lange nicht. Die Wirtschaft legt zu, vor allem beflügelt durch steigende staatliche Investitionen. Es ist die verstärkte Mobilität durch ein deutlich verbessertes Straßennetz und es ist der Einfluss aus Kolumbien. Die klassische Guerilla wie die FARC werden schrittweise zurückgedrängt. Das klingt günstig. Aber die Wirklichkeit zeigt, dass das Vakuum von kleinen, lokalen Banden gefüllt wird, die sich vom Drogenhandel finanzieren und schwerer zu fassen sind. Es vergehen keine zwei Wochen, in den die Polizei nicht einen Verbrecherring in Quito und Umgebung aushebt. Sie haben sich auf Computerdiebstahl, besonders Lap-Tops spezialisiert, rauben systematisch Häuser aus oder überfallen Geschäfte. Der Autodiebstahl ist etwas zurück gegangen, dafür sind Motorräder stärker gesucht. Und bei allem wird immer wieder deutlich, dass die hiesigen Verbrecher häufig Verbindungen zum mexikanischen Mafia haben. Immer noch zahlen Ecuatorianer tausende von Dollar, um illegal in die USA zu gelangen, nur, um dann irgendwo in Mexiko zu verschwinden, Teil der mindestens 50 000 Toten dieses Jahres im Eintrittsstaat südlich der USA. Die wenigen, die lebend zurück kehren sind nicht negatives Beispiel genug, diesen illegalen Weg aufzugeben. Die Lockrufe der illegalen Werber sind stärker.&lt;br /&gt;    2011 hat die Regierung mit dem illegalen und oft gesundheitsgefährlichen Bergbau Schluss gemacht. Es kam oft zu erhitzten lokalen Protesten. Dafür sollen die Menschen jetzt in offizielle staatliche Gesellschaften aufgenommen werden, aber das wird eine große Umstellung für diese freischaffenden Menschen sein. Der Natur wird diese Maßnahme gut tun.&lt;br /&gt;    Auch 2011 hat die zunehmende Verstaatlichung des Lebens zugenommen. Mittlerweile regelt der Staat alles, ist der wichtigste Arbeitgeber, bestimmt die Richtung. Dabei nimmt die Staatverschuldung zu. Dazu werden Bilanzen auch mal umgedeutet, um nicht als Schulden zu erscheinen. Ob der Sozialismus des 21. Jahrhunderts allerding auf mittlere Frist eine Chance zum Überleben hat, ist zu bezweifeln. Bisher hat der Sozialismus auf lange Dauer nirgends Überlegenheit gezeigt. Das wird sich auch 2012 in Ecuador beweisen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-6968744675377629004?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/6968744675377629004/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2012/01/jahresruckblick-2011.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6968744675377629004'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6968744675377629004'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2012/01/jahresruckblick-2011.html' title='Jahresrückblick 2011'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5762138762501016319</id><published>2011-12-17T00:11:00.000-08:00</published><updated>2011-12-17T00:12:57.621-08:00</updated><title type='text'>Wir verstehen die Kultur immer noch nicht</title><content type='html'>Ecuatorianer reagieren in manchen Situationen immer noch ganz anders als wir es erwarten dürfen. Ein krasses Beispiel ist ein knapp 14 - jährigen Mädchens, das jetzt aus dem Hospital bei uns entlassen wird. Sie kam mit starken Kopfschmerzen seit einem Tag und war in der Notaufnahme kaum ansprechbar. Sie hatte sich vor Monaten einmal in der Sprechstunde untersuchen lassen. Das war alles, was wir wussten. Sie war schwanger, wies extrem hohen Blutdruck auf. Und bevor wir irgendwelche Maßnahmen ergreifen konnten, begann sie mit Krämpfen wie in einer Epilepsie - ein Schwangerschaftsvergiftung, ein lebensbedrohliches Krankheitsbild für Mutter und Kind.  Die erste Maßnahme ist die sofortige Trennung von Mutter und Kind, also ein Kaiserschnitt. Das Kind war soweit, dass es überleben konnte. Die befürchtete Hirnblutung oder andere Komplikationen bei der Mutter blieben aus. Nach einem Tag künstlicher Beatmung erholte sich die Mutter und war nach kurzer Zeit entlassungsreif. Für uns war das alles ein Wunder.&lt;br /&gt;    Bei Gesprächen mit dem Mädchen kam Frage auf, wer der Vater sei. Da kam ans Tageslicht, dass die Schwangerschaft bei einer Vergewaltigung entstanden war. Ihre Freundin hatte sie dazu überredet, mit ihr zu einem Fluss baden zu gehen. Dort angekommen, ließ die Freundin sie alleine unter dem Vorwand einige Bonbons kaufen zu gehen und ein etwas älterer Vetter dieser Freundin machte sich über die 13-Jährige her, die sich nicht genug wehren konnte.&lt;br /&gt;    Die Geschichte ist kein Einzelfall. Und sie kommt wie Vieles hier nie vor Gericht. Man arrangiert sich irgendwie. Vielleicht muss die Familie des Kindesvaters jetzt einen Beitrag zur nicht ganz billigen Krankenhausrechnung beitragen. Abtreibung kommt für die meisten Menschen hier "noch" nicht in Frage, denn ein Kind zu haben ist eine Ehre, keine Schande. Aber ich frage mich, wie eine Freundin so etwas mit einem eigenen Familienangehörigen einfädeln kann. Kann sie denn nicht mitfühlen? Wie kommt sie überhaupt auf den Gedanken, da mitzumachen?&lt;br /&gt;    Wenn wir Geschichten aus den Indianerkulturen hören, scheint Vergewaltigung von Mädchen zur Tagesordnung zu gehören. "Das passiert eben jeder einmal!" Aber auch jungen, verheirateten Frauen müssen es gelegentlich erfahren. Das führt sehr oft zu heftigen Familienfehden ein Rattenschwanz von Folgeschäden.&lt;br /&gt;Mich erinnert an eine der wichtigen Triebfedern der hiesigen Kultur - den Neid.&lt;br /&gt;    Wenn es einem gut geht, werden die Nachbarn und Freunde schnell neidisch. Dann können sie nicht anders als Tag und Nacht zu überlegen, wie sie dem Glücklichen schaden können. Im Urwald geht man dann zum Schamanen, um einen Fluch auszusprechen und freut sich diebisch an dessen Unglück. Manchmal versucht man einfach, dem anderen sein Glück zu zerstören, zerkratzt den Lack des neuen Autos...... Neid ist der Ursache von viel Leid.&lt;br /&gt;In Afrika haben wir erlebt, dass man den austeigenden Familienangehörigen dann bestiehlt und regelrecht aussaugt wie ein Blutegel.&lt;br /&gt;    Für uns stellt sich immer wieder die Frage, warum Menschen nicht eher bereit sind, das Evangelium von Jesus Christus als Befreiung anzunehmen. Es ist schwer, die alte Kultur zu verlassen. Das braucht oft einige Generationen Zeit. Wir sehen da recht selten spektakuläre Durchbrüche.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5762138762501016319?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5762138762501016319/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/12/wir-verstehen-die-kultur-immer-noch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5762138762501016319'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5762138762501016319'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/12/wir-verstehen-die-kultur-immer-noch.html' title='Wir verstehen die Kultur immer noch nicht'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8011762462741083072</id><published>2011-12-07T03:29:00.000-08:00</published><updated>2011-12-07T03:31:39.891-08:00</updated><title type='text'>Wie weit geht die Einschränkung der Pressefreiheit?</title><content type='html'>Unser Präsident hat in den letzten Wochen für internationale Schlagzeilen gesorgt durch einen Prozess gegen die größte Zeitung des Landes. Journalisten sind angeklagt, einer von ihnen hat sich rechtzeitig ins Exil nach Miami abgesetzt. Die Zeitung wird verklagt, dem Präsidenten 90 Mio. Dollar Schadensersatz zu zahlen. Das Urteil in letzter Instanz steht noch aus. Es sieht aber ganz nach einer Verurteilung aus. Die Regierung hat ihre Informationsquellen für die kritischen Medien wasserdicht gemacht. Der Propagandaapparat der Regierung wird ausgeweitet. Doch die Gegner sind auch nicht zimperlich und bewegen sich in ganz anderen Medien, nämlich den sozialen Netzwerken.&lt;br /&gt;    Twitter und Facebook und andere haben ja in den letzten Monaten ihre neue Sprengkraft gezeigt. Der politische Umsturz in Ägypten und Libyen sind nur Beispiele. In England haben sich Demonstranten scheinbar spontan zu Kundgebungen und Demonstrationen getroffen, zusammengerufen über die sozialen Netzwerke des Internets. Die Wall – Street - Gegner in aller Welt haben sich dadurch organisiert. Der Wahlerfolg der Piratenpartei in Berlin ist in erster Linie ein Erfolg der Werbung über virtuelle Netzwerke. Für Regierungen aller Couleur ist diese Bewegung zunächst einmal beängstigend, weil schlecht steuerbar. Menschen drücken dadurch ihre Gefühle aus und die können sich sehr schnell von Anerkennung bis zu Hass ändern.&lt;br /&gt;    Ähnliches läuft derzeit in Ecuador ab und Präsident Rafael Correa hat angekündigt, die sozialen Netzwerke zu beschneiden. Eklatanter Fall ist der eines 44-jährigen, der in Twitter den Präsidenten bis hin zu Morddrohungen beleidigte. Er wurde daraufhin festgenommen und erst nach einer Entschuldigung wieder freigelassen.  Da haben andere Gegner etwa bei demonstrativen Gesten gegen den Präsidenten bei Besuchen in einem Ort ganz andere Strafen durchstehen müssen. Jetzt wurde angedroht, die sozialen Netzwerke zu beschränken. Das Wie steht noch aus.&lt;br /&gt;    Es ist leicht, die Benutzer zu orten. Der Mensch wird immer leichter kontrollierbar und Sicherheit im Internet gibt es längst nicht mehr. Welchen technischen Aufwand betreiben Industrieunternehmen und Regierungen heute gegen Spionage? Weakileaks zeigt uns deutlich, welche politischen Auswirkungen die Veröffentlichung geheimer Botschaften haben können.&lt;br /&gt;    Deswegen wird überall in der Welt darüber nachgedacht, wie Regierungen nicht nur in Ecuador auf die neuen Entwicklungen reagieren. Da wird auf der einen Seite von Beschneidung der Meinungsfreiheit lamentiert. Auf der anderen Seite darf einer nicht ungestraft Morddrohungen für alle einsehbar publizieren und damit zum Widerstand animieren.&lt;br /&gt;    Die Zeit, in der alle 4 Jahre gewählt wurde und die Regierung in der Zwischenzeit in aller Ruhe sich ihrer Macht sicher sein durfte, ist endgültig vorbei. Es scheint das Zeitalter der Wutbürger angebrochen zu sein, die sich spontan äußern. Das gilt derzeit für fast alle Regierungen der Erde.  Werden wir Mechanismen finden, die Stimmungen der Menschen gerecht zu handeln? Das spontane Umschwenken Angela Merkels in Sachen Atomkraft nach dem Debakel in Japan nach dem Erdbeben ist solch ein Versuch, schnell zu reagieren. Verbote und Einschränkungen des Internets allein sind wenig effektiv, wie Ägypten und Libyen zeigen. Wie wird die hiesige Regierung in Zukunft reagieren? Wir dürfen gespannt sein&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8011762462741083072?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8011762462741083072/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/12/wie-weit-geht-die-einschrankung-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8011762462741083072'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8011762462741083072'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/12/wie-weit-geht-die-einschrankung-der.html' title='Wie weit geht die Einschränkung der Pressefreiheit?'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7918134640093297485</id><published>2011-12-04T09:31:00.000-08:00</published><updated>2011-12-04T09:32:54.956-08:00</updated><title type='text'>Der Tungurahua spuckt wieder:</title><content type='html'>Seit fast 12 Jahren immer wieder das Gleiche. Mehrere Male im Jahr wird der Berg, an dessen Fuß Baños liegt aktiver als sonst. Der gut 5000 m hohe Vulkan Tungurahua bieten ein farbenfrohes nächtliches Bild und speit wieder rotglühendes Material aus seinem Schlund.     Es fliegt nicht sehr weit und bildet eine rote Kappe um den Kraterrand. Hier und da ist ein wenig flüssige Lava dabei, die sich aber schnell festsetzt. Dann sitzen Besucher rundherum auf den Bergen in sicherem Anstand und versuchen zu fotografieren, wenn es die oft dichte Wolkendecke zulässt.&lt;br /&gt;    Der Tungurahua ist ein Vulkan vom Stombolityp, d.h. mehr oder weniger ständig aktiv. Es baut sich in ihm aber keine Spannung auf, die dann zu riesigen Ausbrüchen oder der Explosion eines ganzen Berges führen kann, wie es beim Kratatau in Indonesien oder dem St. Helena in den USA passierte, als der halbe Berg durch die Explosion barst und kilometerweit im Umkreis alles verwüstete. Besucher, die sich seinerzeit in sicher Entfernung mit Kameras bewaffnet wähnten, überlebten die Katastrophe nicht und Staub und Flutwellen gingen um die ganze Erde. Nein, der Tungurahua ist da konstanter und friedlicher. Aber ist es im wenige Kilometer nahen Ort Baños mit seinen 15.000 Einwohnern sicher? Die Menschen haben gelernt, mit dem Vulkan zu leben. Sie schreiben den Schutz einer lokalen Marienstatue, der "Virgen de Baños" zu, die in regelmäßigen Prozessionen geehrt wird. Einmal musste der Ort mit seinen vielen Hotels und Touristenattraktionen geräumt werden. Die Polizei patrollierte durch die Straßen. Ergebnis: Fast überall Einbruch und Diebstahl. Deswegen sind sie wenig geneigt, das Gleiche nochmal zu erleben.&lt;br /&gt;    Leidtragende der Vulkanausbrüche sind ganz andere, nämlich die Menschen der Dörfer drum herum, vor allem Richtung Hochland. Dorthin weht der Wind nämlich meistens die Asche, die seit 1999 mehr oder weniger ständig ausgestoßen wird. Die Erde der Umgebung ist äußerst fruchtbar, und so leben die Menschen von einer prosperierenden Landwirtschaft. Doch ab und an werden die Pflanzen von einer Ascheschicht überdeckt, Tiere erkranken bei dem dichten Staub und verenden. Und dann geht das Leben weiter. Die nächsten Ernten sind dann umso besser. Dafür verliert man aber evt. eine ganze Ernte - hohes Risiko mit zwischendrin großem Gewinn.&lt;br /&gt;    Bleibt das wirkliche Risiko für die Bewohner von Baños am Fuße des Vulkanriesen. 90% von ihnen leben vom Tourismus, Tendenz steigend, weil zunehmend auch Ecuatorianer die heißen Quellen und unzähligen touristischen Attraktivitäten besuchen. Jetzt hat man ein neues Alarmsystem installiert: 17 Sirenen. Innerhalb von 18 min soll im Ernstfall der Ort geräumt werden. Das klingt gut. Fahrzeuge und die 3 Fluchtwege sind organisiert, die Bewohner angeleitet, was sie dann zu tun haben. Die Wahrheit aber ist, dass heute schon zwei der drei Straßen heillos überfüllt sind und der Verkehr sich träge durch die Stadt quält. Was wird da erst, wenn wirklich der Ernstfall eintritt? Dann geht es zu wie in einer Massenpanik eines Fußballstadiums.&lt;br /&gt;    Die Menschen auch in weiter Entfernung wie wir im Amazonastiefland in gut 30 km Entfernung und immer offenen Fenstern, wachen morgens auf mit Kratzen im Hals, Husten und Zähneknirschen. Auf allem liegt dann gelegentlich eine Staubschicht - nächtlicher Grüß des Vulkans Tungurahua.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7918134640093297485?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7918134640093297485/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/12/der-tungurahua-spuckt-wieder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7918134640093297485'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7918134640093297485'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/12/der-tungurahua-spuckt-wieder.html' title='Der Tungurahua spuckt wieder:'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1147891266436590067</id><published>2011-12-04T09:28:00.000-08:00</published><updated>2011-12-04T09:31:25.968-08:00</updated><title type='text'>Wieviel Werbung ist nötig?</title><content type='html'>Werbung ist heute auf der ganzen Welt üblich. Selbst der kleinste Kaninchenzüchterverein lässt es sich nicht nehmen, seine Daseinsberechtigung auf einer web-side darzustellen. Jede Firma stellt einen Werbeetat auf und überlegt, welcher gute Spruch die Köpfe und das Gefühl der Menschen anspricht. Und auch jede Regierung versucht, sich so oft und gut wie möglich in den Medien dem Volk zu präsentieren. So tat es auch jede Regierung in Ecuador - bis vor 5 Jahren. Doch das hat sich mit der Regierung Rafael Correa grundlegend geändert.&lt;br /&gt;Nach der Festigung seiner Macht mit einer neuen Verfassung und einer grundlegenden Änderung der Regierungsform ist die Regierung für den Bürger hierzulande ständig gegenwärtig. Es vergehen keine 15 min zu Spitzenzeiten im Radio und Fernsehen, in denen nicht Erfolge der Regierung oder ihre Programme angepriesen werden. Riesige Schautafeln zeigen landesweit einen Präsidenten, der seinem Volk Hoffnung und Ziele gibt. Sie sind an strategisch bester Stelle aufgestellt und verdecken gelegentlich andere, weitaus wichtigere Schilder. &lt;br /&gt;    Jeder bisherige Präsident Ecuadors hat nach einem Straßenbau oder anderem Großprojekt ein Schild aufgestellt, das die Taten seiner Regierung veröffentlichte und da stand der Name des jeweiligen Staatsoberhaupt in etwas größeren Lettern. Es war wohl ein ungeschriebenes Gesetz, das die nächste Regierung diese Schilder nicht antastete. Sie vergilbten, der Rost fraß sich fest und nach vielen Jahren wurden sie entfernt. Die jetzige Regierung hat die alten Schilder längst abgebaut und durch größere und qualitativ bessere ihrer Taten ersetzt.&lt;br /&gt;    Der Werbeetat der letzten 4 Präsidenten Ecuadors belief sich auf 1,2 - 2,2 Mio. Dollar pro Jahr, denn Wahlkampf wurde aus der Parteikasse finanziert. Mit Correa als Präsident hat sich das grundlegend geändert. 46 Mio. im ersten mit Aufs und Abs bis 2009 fast 94 Mio. Dollar ist eine immense Steigerung. 2012 ist Wahljahr und da sind 129 Mio. Dollar Werbeetat des Präsidenten vorgesehen. Aber dieser Wert ist nicht die ganze Wahrheit. Denn die Wirklichkeit ist wohl das Doppelte. Denn viele Ausgaben sind in anderen Ministerien versteckt. Jedes Ministerium macht seine eigene Propaganda. Die Opposition und die gegängelte Presse fordert schon lange eine Offenlegung der wirklichen Ausgaben. Denn Information von Seiten des Staates ist nur durch offizielle Kanäle zu erhalten. Eine der wichtigsten Maßnahmen der Regierung war die Kanalisierung der Information. Undichte Löcher wurden verschlossen. Wer von der Opposition, sei es Partei oder weniger genehme Presse etwas erfahren wollte, konnte sich eine Regierungszeitung oder die Information im Regierungsfernsehen holen. Mehr gab es nicht. Die Regierungsinformation war wasserdicht gemacht worden. Der offizielle Schlag gegen die Andersdenkenden ist ein weiterer Schritt. Die Pressefreiheit ist stark eingeschränkt.&lt;br /&gt;So dürfte wohl im Wahljahr 2012 der wirkliche Werbeetat der Regierung bei zwischen 250 - 300 Mio. Dollar liegen, den Wahlkampf noch nicht eingerechnet. Die wöchentliche 2 - 4 Std Anasprache des Präsidenten am jeden Samstagmorgen ist gar keine Werbung. Es ist eine Verpflichtung alle Medien, daran teilzunehmen - ohne Kosten für die Regierung.&lt;br /&gt;    Und wenn es zum Wahlkampf kommt, wird es ein Kontrollgremium geben, das die gesetzlichen Grenzen überwachen wird. fast allesamt Parteigänger Correas, die Ämter in seiner Verwaltung hatten. Wo bleibt da die Demokratie?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1147891266436590067?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1147891266436590067/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/12/wieviel-werbung-ist-notig.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1147891266436590067'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1147891266436590067'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/12/wieviel-werbung-ist-notig.html' title='Wieviel Werbung ist nötig?'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-6767536512977495281</id><published>2011-11-29T09:10:00.000-08:00</published><updated>2011-11-29T09:11:52.042-08:00</updated><title type='text'>Ein seltsamer Zwitter</title><content type='html'>Am 6. Dezember wird in Quito nicht Nikolaus gefeiert sondern der Gründungstag Quitos. Die Wochen davor ist die Stadt schon in festlicher Stimmung. Der 6. Dezember ist oft Ausschlaftag, um dann nahtlos in die Weihnachtsvorbereitungen über zu gehen.&lt;br /&gt;Als die Stadt 1634 auf den Ruinen der ehemaligen zweiten Inkahauptstadt gegründet wurde, haben die Spanier ihren Kulturstempel aufgedrückt und der ist eben typisch spanisch. Also kleidet sich um diese Zeit Quito spanisch, härt man überall das "Olé" und dazu gehört auch der Stierkampf, zu dem Spaniens berühmteste Toreros anreisen, die Winterpause in ihrem Lande ausnutzend.&lt;br /&gt;Doch dieses Jahr ist alles anders. In Spanien ist der Stierkampf mehr und mehr umstritten. In Barcelona ist er verboten und die Arena geschlossen worden. Also ab nach Südamerika. Doch da fand dieses Jahr eine Volksabstimmung statt, bei der aus welchen politischen Gründen auch immer, Tierkämpfe mit tödlichem Ausgang in einigen Provinzen verboten wurden. Das gilt für Hahnenkämpfe genauso wie für Stierkämpfe. 1,6% Mehrheit in der Provinz Pichincha waren bei dieser Volksabstimmung das Zünglein an der Waage.  Wie dieses Dilemma zu lösen?&lt;br /&gt;Der Stierkampf findet trotzdem statt. Die Saison hat begonnen, aber der Stier darf nicht mehr in der Arena getötet werden. Also wird gekämpft bis "fast ans Ende". Dann schleift man den Stier nach draußen, um ihn dort abseits des Publikums zu töten. Wo ist da der Unterschied zu früher?&lt;br /&gt;Was da abläuft ist ein seltsamer Zwitter. Man will in diesen Tagen das spanische Erbe feiern, obwohl sich auch Spanien längst geändert hat und der Stierkampf auch dort an Bedeutung verliert. Gesetze hierzulande verbieten das Töten dieser Tiere vor aller Augen, also der faule Kompromiss. In der Presse werden die Toreros nicht müde, die Würde der Stiere zu preisen, in einem Kampf zu sterben. Sie müssen ihr Berufsethos verteidigen. Aber die Arena Quitos in der Einflugschneise des Flughafens, sonst das ganze Jahr über leer, ist für 2 Wochen Pilgerort für täglich 13.000 Besucher. Die Straßen eines ganzen Stadtviertels dienen als Parkplätze.  Aber klar ist, dass der Höhepunkt dieser spanischen Kultur auch hier ihrem Ende zugeht. Nur die meisten haben es noch nicht gemerkt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-6767536512977495281?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/6767536512977495281/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/11/ein-seltsamer-zwitter.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6767536512977495281'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6767536512977495281'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/11/ein-seltsamer-zwitter.html' title='Ein seltsamer Zwitter'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1277739063972619919</id><published>2011-11-29T09:08:00.000-08:00</published><updated>2011-11-29T09:10:17.501-08:00</updated><title type='text'>Der gläserne Ecuatorianer</title><content type='html'>Elías B. ist heute 21 Jahre alt und fühlt sich wie ein Aussätziger. Vor 2 1/2 Jahren wurde er in einem Polizeibericht angeschuldigt. Seitdem geht seit Name in Quito durch die Presse.  Es geht um ein angebliches Verbrechen gegen den Fan eines anderen Fußballclubs.  Sein Name und einige Bilder gingen durchs Fernsehen und seitdem ist er ein Geächteter. Er wurde von der Universität ausgeschlossen und wenn er eine Arbeit fand, entließ man ihn nach kurzer Zeit.  Seine Zukunft war verbaut. In dieser Zeit ging seine Familie durch eine schwierige Zeit und zweieinhalb Jahre des gerichtlichen Weges. Jetzt wurde er freigesprochen, aber der Makel klebt an ihm wie eine schwarze Farbe, die man schlecht wegwischen kann. Er ist ein Gemiedener. Vielleicht ist er doch schuldig?&lt;br /&gt;Dieser Einzelfall wirft ein Licht auf die hiesige Gesellschaft. Da ist der junge Mann, sein Bruder und die Mutter der beiden. Einen Vater gibt es nicht. Einzelheiten wissen wir nicht, aber da ist ein zerbrochene Familie, die durch eine schwierige Zeit geht und zusammengeschweißt wird. Das Band zwischen Söhnen und Mutter ist sehr fest geworden. Wird es sich lösen lassen, dass diese Söhne eine Frau finden und Abstand zur Mutter gewinnen können?&lt;br /&gt;In einem kleinen Land wie Ecuador gibt es keine Privatsphäre. Fast jeder hat Zugang zu Daten anderen.  Überall soll man seine persönlichen Daten angeben und manche Verkäuferin an der Kasse hat Schwierigkeiten, wenn man sie nicht angibt und dennoch bezahlen will. Persönliche Krankheitsdaten gehen an den Arbeitgeber und die Mitarbeiter. Und wer da einmal im System als schwarzes Schaf gebrandmarkt ist, kommt von diesem Makel nur schwer weg.&lt;br /&gt;Es hat die Familie sicher viel Geld gekostet, den Gang durch die Instanzen durchzuhalten. Dazu gibt wenig Hilfe, auch wenn jetzt der Freispruch erfolgte. Rechtanwälte wollen bezahlt werden. Und wer kann schon ohne Finanzen 2 1/2 Jahre durchstehen? Hier wird Gerechtigkeit zu einer Geldfrage.&lt;br /&gt;Die Frage in der heutigen Welt ist mehr und mehr die des Schutzes der Privatsphäre und das nicht nur in Ecuador. Wir kennen Menschen, die sich in Facebook und anderen Medien "geoutet" haben und deswegen ihre Arbeit verloren. Wer glaubt denn heute noch, dass es "sichere Internetseiten"  gibt. Wehe dem, der da einem negativ auffällt! Geheimdienste vor 50 Jahren hätten sich die Finger geleckt über die Einfachheit der Datensammlung heute. Die geschieht längst nicht mehr durch Detektive, die hinter einem herschleichen und jeden Schritt oder Fehltritt fotografieren. Wir sind zunehmend gläserne Menschen. Wo setzen wir persönlich die Grenze der Information, für alle zugänglich?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1277739063972619919?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1277739063972619919/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/11/der-glaserne-ecuatorianer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1277739063972619919'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1277739063972619919'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/11/der-glaserne-ecuatorianer.html' title='Der gläserne Ecuatorianer'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7674971621765916673</id><published>2011-11-01T19:48:00.000-07:00</published><updated>2011-11-01T19:50:27.638-07:00</updated><title type='text'>Erhitzte Gemüter in Ecuador</title><content type='html'>Der ecuatorianische Staat entläßt derzeit tausende von Mitarbeitern. Das erregt die Gemüter, wäre aber nicht so schlimm, wenn für die Menschen dahinter ein einleuchtender Grund stünde. Den kann aber derzeit keiner sehen. Quer durch die Reihen der staatlichen Behörden und Institutionen wie Krankenhäuser fegt ein eisiger Wind und es kann jeden treffen.  Die Entlassungen wurden in den Medien angekündigt, dann kommen plötzlich Beauftragte an die Arbeitsstelle und fordern den oder die Betroffene auf, eine sogenannte freiwillige Kündigung zu unterschreiben.  Wer das nicht tut, wird wenig später hinauskatapultiert. Was ist der Unterschied? Die Abfindung. Wer außerplanmäßig gekündigt wird, erhält seinen Monatslohn und je nach Firmenzugehörigkeit eine gute Einmalzahlung. Dann aber verläßt der Mitarbeiter sofort seinen Arbeitsplatz und gibt alle Verantwortung in diesem Moment ab. Es ist die typisch amerikanische Art, Mitarbeiter zu entlassen und sie ist hierzulande legal. Dazu braucht es keinerlei Begründig von Seiten des Arbeitgebers. Man streitet sich nicht, man zahlt einmal und "der Fall" ist erledigt.&lt;br /&gt;Hier und da gibt es das immer wieder, dass unbeliebte Mitarbeiter auf diese Weise gefeuert werden. Dass es aber nun so massiv kommt, hat das Land nocht nicht erlebt. Die Regierung hat in der Vergangenheit schon einmal Mitarbeiter in größerer Zahl entlassen, aber das nach einer Beurteilung durch die Vorgesetzten. Da hattes es Zielgespräche gegeben. Wenn jemand seine Aufgabe nicht gut erfüllte, wurden die Arbeitsverträge am Jahresende einfach nicht verlängert. Das hat jeder verstanden. Was aber jetzt kam, scheint reine Willkür zu sein. Doch dahinter steht sicher klare Politik der Regierung:&lt;br /&gt;Da ist erstens das Geld. Der Staat steht unter Druck und hat viel zu viele Mitarbeiter. Jetzt werden oft Mitarbeiter entlassen, die lange dabei waren und deswegen teuer sind. Sie durch junge zu ersetzen lohnt sich schon nach kurzer Zeit. Die Neuen erhalten nämlich nur zeitlich sehr begrenzte Verträge, die sich billiger auflösen lassen. Und viele Stellen werden gar nicht mehr besetzt. Ecuador kann sich Geld ausgeben immer weniger leisten. Weiter wird deutlich, dass die Regierung auf die nächsten Wahlen zusteuert und  wohl mehr regierungstreue Mitarbeiter haben will. Es wird gemunkelt, dass Aufpasser in den einzelnen Abteilungen sitzen, die Informationen über Mitarbeiter weiter geben. Das riecht stark nach Stasimanieren.  Natürlich wird das von der Regierung zurückgewiesen. Beweisen lässt es sich nicht.&lt;br /&gt;Jedenfalls sind die Gemüter derzeit erhitzt. Kommt ein Chirurg nach einer Operation aus den OP steht ein Vorgestzter mit Polizei an der Seite und zwingt in zur Unterschrift. Was für ein Licht wirft das auf die Institution? Es sind nicht nur die gefeuerten Mitarbeiter aufgebracht.  Das sind auch die Eltern von Schülern, die plötzlich mitten im Schuljahr ihren Lehrer verlieren, denen aber versichert wird, dass es wie gewohnt weiter geht. Und auch bei der Verwaltung dürfte es zu einigen Fehlentscheidungen kommen.&lt;br /&gt;Ob die Menschen das bis zur nächsten Wahl vergessen haben?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7674971621765916673?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7674971621765916673/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/11/erhitzte-gemuter-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7674971621765916673'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7674971621765916673'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/11/erhitzte-gemuter-in-ecuador.html' title='Erhitzte Gemüter in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-960462357817248118</id><published>2011-10-13T11:45:00.000-07:00</published><updated>2011-10-13T16:14:31.929-07:00</updated><title type='text'>Der Weg zur multikulturellen Gesellschaft</title><content type='html'>Kein Volk der Erde lebt mehr für sich allein. Wer kann heute schon den Einflüssen aus aller Welt entgehen? Die moderne Technik sprengt Grenzen. Was früher Jahrzehnte an Entwicklung und Einfluss in anderen Ländern brauchte, ist heute in wenigen Tagen in Ecuador genauso Mode wie in China. Und so wird die Welt immer ähnlicher und man reist überall hin. Auf der anderen Seite schotten wir uns aber auch vor den anderen ab, kaufen diese oder jene Produkte nicht mehr, werden Mauern und Zäune gegen Flüchtlinge gebaut, entstehen neue Feindbilder und neuer Nationalismus. Es wird uns gefühlsmäßig zu viel.&lt;br /&gt;Ecuador hat in den letzten Jahren eine rasante Entwicklung durchgemacht. Die verschiedenen Ethnien sind als Völker mit ihrer Kultur und Sprache nicht nur anerkannt. Diese haben ein neues Selbstbewusstsein entwickelt. Das wird am besten deutlich beim Thema Gesundheit. Als sozialistischer Staat übernimmt das Gesundheitsministerium Ecuadors nun die Hauptverantwortung. So sind die staatlichen Gesundheitszentren ausgebaut und mit modernen Geräten ausgestattet worden, egal, ob geeignetes Personal vorhanden war oder nicht. Die Behandlung ist meist kostenfrei. Jetzt aber drängen die verschiedenen Ethnien mit ihrer Kultur in eben diese Gesundheitszentren. Und als toleranter Staat trägt man den verschiedenen Formen ihrer Lebensweise Rechnung. So stehen in ländlichen Gebieten jetzt Behandlungszimmer zur Verfügung mit traditioneller Medizin. Da sitzt der staatliche bezahlte Medizinmann oder Wunderheiler und führt seine rituelle "Limpia = spirituelle Reinigung" mit einem lebenden Meerschweinchen oder rohem Ei durch. Da gibt es wieder strenge Speisevorschriften zur Beseitigung von Gebrechen neben Pflanzenextrakten und Kräuterauflegung. Aber auch Irisdiagnostik, Homöopathie und Magnetbehandlungen blühen auf. Und da befinden wir uns in bester Gesellschaft überall auf der Welt - dem Trend zur multikulturellen Gesellschaft mit einer Fülle von Angeboten. Für mich stellen sich zwei Fragen und zugleich Chancen einer Arbeit in einem christlichen Krankenhaus:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;    1) Wer soll das letztendlich alles bezahlen. Die klassische Medizin ist schon teuer genug. Doch wer kann das Nebeneinander einer kostenfreien Medizin auf Dauer bezahlen? Und wie sieht es mit der Verantwortlichkeit aus? Was, wenn der Medizinmann seine Grenzen nicht kennt und einen Patienten "zu Tode kuriert". Wer sagt da HALT. Schon jetzt sterben sehr häufig Patienten an nach unserer Kriterien "Kunstfehlern" in den staatlichen Gesundheitszentren ohne dass das eine praktische Konsequenz hätte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  2) Wir wissen heute alle, dass Krankheit sehr, sehr häufig mit Fehlern im Leben, Problemen mit den Mitmenschen und Schuld zu tun hat. Da setzen viele Heilmethoden an. Doch entbehren manche Methoden jeder wissenschaftlich nachprüfbaren Grundlage. Das ist unsere Chance als Christen. Wir müssen uns mehr den je klar werden, welchen Hintergrund alternative Heilmethoden haben. Pflanzen haben sehr häufig eine gute Wirkung, stammen doch die meisten unserer heutigen Medikamente zumindest ursprünglich aus der Pflanzenwelt. Aber es gibt auch viele Kräfte, die nichts mit Gott zu tun haben. Auch der Teufel kann heilen - eine biblisch fundierte Aussage. Und da müssen wir Menschen warnen, nicht in neue Abhängigkeiten zu geraten. Das ist unsere Chance als Christen, nicht nur in einem Missionshospital in Ecuador. Wir müssen aber auch unser Personal schulen, geistliche Kräfte besser zu unterscheiden. Denn der Trend aller Welt geht dahin, dass jeder nach seiner "Fasson selig werden kann". Und das stimmt eben in der wirklichen Welt nicht. Hier ist geistliche Klarheit gefragt und das ist unsere Zukunft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-960462357817248118?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/960462357817248118/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/10/der-weg-zur-multikulturellen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/960462357817248118'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/960462357817248118'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/10/der-weg-zur-multikulturellen.html' title='Der Weg zur multikulturellen Gesellschaft'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-4762012993752949267</id><published>2011-10-06T19:43:00.000-07:00</published><updated>2011-10-06T19:44:22.852-07:00</updated><title type='text'>Änderungen im Untergrund</title><content type='html'>Der Kampf gegen die Guerilla Kolumbien scheint erfolgreich zu sein. Die USA sind seit Jahren bemüht, den betroffenen Ländern mit Technik und Logistik zur Seite zu stehen. Und die Erfolge der letzten Jahre können sich sehen lassen. So ist nahezu die gesamte Spitze der FARC verschwunden und den Untergrundkämpfern fällt es immer schwerer, junge Leute zu rekrutieren und bei der Stange zu halten. Das kolumbianische Militär hat ganze Gebiete unter Kontrolle, die früher den Untergrundkämpfern "gehörte". Damit sich wichtige Einnahmen weggefallen. Gerade die modernen Techniken wir Mobiltelefone und Internetzugang per Satellit sind den Guerilleros zum Verhängnis geworden. Damit hat man sie auch im Dschungel zielgenau geortet und bekämpft. Der Krieg ist noch lange nicht gewonnen, da macht sich eine andere Gefahr breit: Kleine oder größere Verbrechersyndikate, die das Machtvakuum für ihre Zwecke ausnutzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Ecuador merken wir eine Zunahme der Kriminalität. Es sind nicht mehr die kleinen Taschendiebe oder Gruppen, die sich auf den Diebstahl etwa von Laptops spezialisiert haben. Es werden zunehmend Geldtransporter in den Städten überfallen, auch Banken und die Zahl der Morde auf offener Strasse nehmen zu. Dabei wird deutlich, dass es sich um Racheakte oder Hinrichtungen handelt. Besonders deutlich ist dies in den Grenzgebieten zu Kolumbien zu merken. Dort kämpfen Banden um Einflusssphären. Die haben neue Namen wie Rastrajos oder Urabeños. Die wiederum trainieren jungen Menschen für ihre Zwecke. Und ist die Grenze der beiden Länder kein Hindernis. Die Banden leben von Drogenhandel und Geldwäsche. Sie sind aber im Gegensatz zu FARC und ELN, die "klassischen Untergrundorganisationen" nicht politische motiviert und wollen die Bevölkerung für ihre Ziele gewinnen. Diese ideologische Linie haben die ehemaligen Marxisten auch schon seit Jahren verlassen. Ihnen geht es nur noch ums Geld. Man schätzt die Rastrojos auf 3000 Mann, von denen ca. 750 in Ecuador leben. Sie haben eine dezentrale Struktur und deswegen tut sich die Polizei bei der Bekämpfung schwer. Es besteht die Gefahr, dass wir mexikanische Verhältnisse bekommen, einen Kampf der Banden untereinander, den keiner mehr begrenzen kann.&lt;br /&gt;Was ist hier in der Geschichte passiert? Das alte Patriarchat aus der Kolonialzeit hatte sich längst überlebt. Vor über 60 Jahren begann der Marxismus den Menschen ein besseres Leben zu versprechen. Der Kampf wurde immer blutiger und zerstörte ganze Länder. Dieser Kampf hat Kulturen vernichtet, die der Indianer der Regenwälder und die der Städter ebenfalls. Geblieben ist ein Vakuum an Macht, moralischen Werten und wirtschaftliche Unsicherheit. Wer wenig Hoffnung hat, der ist zu Allem bereit. Deswegen sind auch derzeit die größten Feinde der neuen Mächte die Kirchen gleich weder Denomination. Sie sind eine der wenigen Gruppen, die noch für eine allgemeine Moral sorgen. Sie stehen den Banden im Wege. Der Krieg der letzten Jahrzehnte hat nicht nur Kulturen verändert. Er hat auch den Urwald größtenteils vernichtet. Und nach wie vor wird Coca angebaut, denn die Nachfrage regelt den Markt. Und da ist keine Änderung in Sicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-4762012993752949267?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/4762012993752949267/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/10/anderungen-im-untergrund.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4762012993752949267'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4762012993752949267'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/10/anderungen-im-untergrund.html' title='Änderungen im Untergrund'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3941876994918839813</id><published>2011-10-03T17:44:00.000-07:00</published><updated>2011-10-03T17:45:05.209-07:00</updated><title type='text'>Ein besonderes Gemeindefest</title><content type='html'>Seit 22 1/2 Jahren gibt es unsere Kirchengemeinde San Marcos in Quito, seit 22 Jahren sind wir dabei und seitdem Teil dieser Gemeinschaft, die einige Jahre brauchte bis zu einem eigenen Kirchengebäude, das immer noch nicht fertig gestellt ist. Die Gemeinde hat viele Höhen und Tiefen erlebt und besitzt zwei große Türen: Eine durch die man gerne eintritt und eine liebevolle Gemeinschaft finden. Aber die andere Tür des Austrittes ist ebenfalls breit. Durch die tritt man wieder aus und sucht sich eine andere Kirchengemeinde. Und so kommt es, dass nach 22 Jahren kaum noch einer die Geschichte und Hintergründe kennt. Unsere Zeit ist schnelllebig geworden. Geschichte und seien es nur 22 Jahre ist unwichtig geworden. Man lebt im Heute. Amerikanische Kultur geht da in die gleiche Richtung. Was kümmert es eine Firma, was vorher war? Wenn die Umsätze nicht stimmen, wird Neues ausprobiert, alte Zöpfe abgeschnitten, das Ruder herumgerissen. Dieses moderne Denken hat längst auch Europa, ja de ganze Welt erreicht. Aber neben vielen glanzvollen Beispielen aus der Wirtschaftsgeschichte gibt es mindestens ebenso viele negative Exempel. Mit einem neuen Firmenchef beginnt nicht das Jahr Null der Menschheitsgeschichte, sondern wird aufgebaut und verändert auf einem bestehenden Fundament. Und wir müssen auch in der Wirtschaft lernen, Menschen wieder einzubinden, dass sie sich mit ihrer Firma und mit dem, was sie tun, identifizieren können und möchten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und dieses Fundament zu beleuchten, haben Klaudia und ich heute ein Gemeindefest der besonderen Art gefeiert. Geschichte sollte leuchten. Wir feierten dieses Jahr einen runden Geburtstag und dazu haben wir alle Gemeindemitglieder eingeladen. Sie sollten uns ein Geschenk machen in Form eines kurzen Berichtes, wie sie zum Glauben kamen, wie sie in die Gemeinde fanden und was die Gemeinde ihnen bedeutet.&lt;br /&gt;Zunächst gab es eine Zeit der Erklärung der Geschichte und der Gründungspersonen. Wir haben alte Fotos ausgegraben, Diapositive gezeigt und darüber gelacht, wie jung und hübsch wir mal waren. Dann haben aber ca. 90 Gemeindemitglieder erzählt, wie sie in die Gemeinschaft kamen, was sie verstanden haben und welche Menschen für sie in diesen Umbruchzeiten wichtig wurden. Und immer wieder das eine Schema. "Ich war in einer persönlichen Krise und suchte. Da nahm mich ein Freund/Arbeitskollege/Mitstudent in die Gemeinde mit“. Oft waren es besonders die Jugendlichen, die sich von der Gemeinschaft angezogen fühlten, bei Aktivitäten wie der Gemeindeneugründung am Rande des Urwaldes mitmachten. Sie waren begeistert. Die Eltern wollten wissen, wo ihre Kinder gelandet waren und besuchten Kleingruppen der Gemeinde oder den Gottesdienst. Aber es ist nicht bei der Gemeinschaft geblieben. Sie haben Jesus Christus kennen gelernt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und noch ein Ergebnis war interessant:&lt;br /&gt;Es gab viel Streit und man hat die Gemeinde verlassen. Doch dadurch sind drei neue Gemeinden entstanden, die ebenfalls lebendig sind. Und die Missionsarbeit der Gemeinde hat wenig Erfolg gezeigt. Die beiden geplanten Gemeindegründungen sind noch alles andere als selbständig und stabil. Diese Projekte haben jedoch engagierte und wichtige Mitarbeiter geschult. Der Segen, den wir an andere weiter geben wollten, ist zunächst einmal auf uns selbst zurück gefallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;22 1/2 Jahre sind keine lange Zeit. Beim Rückblick wurde das Wirken Gottes deutlich. Und da haben wir dann doch alle gestaunt, gerade bei den Berichten von Mitgliedern, die sonst nicht erzählen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3941876994918839813?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3941876994918839813/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/10/ein-besonderes-gemeindefest.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3941876994918839813'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3941876994918839813'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/10/ein-besonderes-gemeindefest.html' title='Ein besonderes Gemeindefest'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3229602768477332658</id><published>2011-09-18T18:40:00.000-07:00</published><updated>2011-09-18T18:41:44.783-07:00</updated><title type='text'>Missionshospitäler - noch zeitgemäß?</title><content type='html'>Ein Missionshospital ist eine teure Angelegenheit. Sie kostet eine Missionsgesellschaft viel Geld eine Menge Personal. Und da ist dann immer die Frage: Bringt die medizinische Arbeit wirklich soviel für die Missionsarbeit und gibt es nicht effektivere Methoden, den Glauben zu verbreiten? Die Frage ist so alt wie es Missionskrankenhäuser gibt. In jeder Generation wird die Frage neu gestellt und in der Praxis sind die meisten dieser Hospitäler längst geschlossen, der jeweiligen Regierung übergeben worden. Auch unsere Mission stellt immer wieder die gleiche Frage. HCJB ist vom Ursprung der eine Radiomission, die aber bald zwei Krankenhäuser baute, die ihren festen Platz im Gesundheitsbereich Ecuadors haben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt wurde dazu eine Studie in Atlanta in den USA auf einer Missionskonferenz vorgestellt. Darin waren 383 Missionsärzte aus aller Welt befragt worden. Sie hatten durchschnittlich 11 Jahre Dienst im Ausland getan. Die Hälfte von ihnen arbeitete in Missions oder Privathospitälern, aber der Trend geht hin zu kleineren medizinischen Einheiten. Sie berichten von ihrer Not, dass sie nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter finden können. Interessant ist, dass 80% der älteren Missionare sich gut vorbereitet fühlen und wenig vermissen, während die Generation der unter 46 - Jährigen Ärzte weiteres Training benötigen. Die Ursache ist die immer speziellere Ausbildung der Mediziner in den Ursprungsländern. Ein praktisches Beispiel: Unser neuer Allgemeinchirurg aus Europa ist von seiner Ausbildung her Chirurg für den oberen Bauchraum. Hier aber muss er die gesamte Allgemeinchirurgie abdecken, dazu viele Bereiche aus Unfallchirurgie, Gynäkologie Urologie und Orthopädie.&lt;br /&gt;Nur 40% dieser Mediziner fühlen sich von ihrer aussendenden Organisation her ausreichend unterstützt, besonders bei der Ausbildung von einheimischen Mitarbeitern. Sie empfinden es als wichtig, dass kulturübergreifenden Training stattfindet, zumal die Medizin trotz aller Unterschiede in allen Ländern ähnlich ist. Dennoch ist Sprache wichtig und der Einsatz von Kurzzeitmissionaren etwa in den Ferien hinterlässt nur geringe Spuren, ist aber für den Fortbestand eines Hospitales oft von immenser Bedeutung.&lt;br /&gt;Und nach persönlichen Schwierigkeiten befragt, geben fast 50% dieser Mediziner an, durch Ängste und persönliche Krisen gegangen zu sein. Dennoch würden die allermeisten den Schritt ins Ausland wieder wählen.&lt;br /&gt;Ärztliche Missionare gibt es seit den katholischen Orden des 14. Jahrhunderts. Evangelische Missionare seit Dr. John Thomas seit 1773 in Indien. 1925 war der Höhepunkt mit weltweit 1125 Medizinern, Krankenschwestern und andere medizinische Mitarbeiter nicht mitgerechnet. 1958 gab es noch 786 Missionskrankenhäuser mit 883 Missionsärzten. 2011 schätze man noch ungefähr 100 Missionsärzte und ungefähr die gleiche Zahl anderes ausländischen medizinisches Personal. Und wie gesagt, sie stehen immer im Zwiespalt von medizinischer Arbeit und Glaubensverkündigung, das war damals nicht anders.&lt;br /&gt;Und die Ergebnisse: Hier nur einige wenige Zahlen aus Asien: Die halbe Mio. Christen in Nepal fanden zum größten Teil zum Glauben in Missionshospitälern. Ohne sie gäbe es diese Kirche nicht in dieser Größe. 80% der Christen Indien berichten in einer Untersuchung, den entscheidenden Anreiz für die Bekehrung in Missionskrankenhäusern erhalten zu haben. Und die geistlichen Aufbrüche Chinas fanden alle in einem 75 km Umkreis um ein ehemaliges Missionshospitals statt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3229602768477332658?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3229602768477332658/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/missionshospitaler-noch-zeitgema.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3229602768477332658'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3229602768477332658'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/missionshospitaler-noch-zeitgema.html' title='Missionshospitäler - noch zeitgemäß?'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-9129632601994311934</id><published>2011-09-18T18:39:00.000-07:00</published><updated>2011-09-18T18:40:31.405-07:00</updated><title type='text'>Justiz in Ecuador</title><content type='html'>Die Mühlen der Justiz in Ecuador mahlen langsam. Offiziell funktioniert die Justiz aber die Qualität lässt zu wünschen übrig. Die Regierung hat jetzt den Justiznotstand ausgerufen. Das bedeutet, dass viel Arbeit liegen geblieben ist, die aufgearbeitet werden muss. Auch die Arbeitsstunden der Justiz wurden neu festgelegt. Von 8.00 bis 17.00 ist jetzt durchgehend geöffnet. Es  gilt nicht mehr das Argument, dass jetzt Mittagspause sei und man später wiederkommen soll. Vorher hatte jeder seine unterschiedlichen Sprechstunden.&lt;br /&gt;Kürzlich hat die unabhängige Gruppe "Projusticia" eine große Umfrage veröffentlicht, die die altbekannten Klagen einmal untersucht hat. Mit über einem Drittel der Aussagen wurde die Ehrlichkeit der Justiz angezweifelt. Fast ein Fünftel der Betroffenen haben sich über die Behandlung und die Sprechstundenzeiten beschwert, gut 15% über die Information, die schwer zu bekommen war und 12% über die teilweise völlig veralterten Methoden der Justiz.&lt;br /&gt;Allgemein sind die meisten Ecuatorianer der Meinung, dass es nicht reicht, dass man im Streitfall einen guten Rechtsanwalt braucht. Es bedarf auch einer guten Verbindung zum Richter, hier und da sicher auch Bestechung.&lt;br /&gt;Woran krankt es in Ecuador? Die Justiz ist immer noch nicht unabhängig. Das zeigt sich allein an der Besetzung der obersten Gerichtsposten. Es war schon immer eine der wichtigsten Regierungsaktivitäten, die oberste Justizverwaltung mit regierungstreuen Richtern zu besetzen. Und da wir in den letzten 20 Jahren verschiedene und oft sehr kurzfristige Regierungen erlebt haben, war dementsprechend auch bei der Justiz ein ständiges Kommen und Gehen und hier und da auch handgreifliche Auseinandersetzung bei der Absetzung von Richtern und der Benennung neuer. Das gab herrliche Fernsehbilder ab, die bekannte Vorurteile nur bestätigten.&lt;br /&gt;Dabei hat die Justiz in anderen Ländern Lateinamerikas Großartiges geleistet. Staaten wie Argentinien und Chile waren Militärdiktaturen mit Folter und blutiger Verfolgung der Gegner. Dass es zum Wandel und schließlich zu einer Aufarbeitung dieser Vergangenheit kam, ist Richtern zu verdanken, die sich dem Regime nicht beugten und Recht sprachen, die den Mut hatten, anders zu handeln, als es den Regierenden recht schien. Da schöpfte man Hoffnung und ein langsamer und unblutiger Wechsel kam in Bewegung, der zu einer geordneten Aufarbeitung führte, die Manchen zu langsam ging, die aber ein Umschwenken in andere radikale Extreme verhinderte. In Ecuador sind wir weit davon entfernt. Das merkt man in der aktuellen Auseinandersetzung des Präsidenten mit einem Zeitungsverlag, den die große Mehrheit der Presse, insbesondere des Auslandes als Musterbeispiel einer regierungsfreundlichen Justiz bezeichnet.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-9129632601994311934?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/9129632601994311934/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/justiz-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/9129632601994311934'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/9129632601994311934'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/justiz-in-ecuador.html' title='Justiz in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2590865153569682827</id><published>2011-09-10T12:18:00.001-07:00</published><updated>2011-09-10T12:18:53.481-07:00</updated><title type='text'>Das Alkoholproblem</title><content type='html'>In großen Lettern läuft derzeit eine große Antiwerbung für bestimmte Weinsorten in Ecuador. Fernsehen und Zeitungen warnen vor dem Genuss des mit dem giftigen Methanol versetzen Alkohol. Seit Juli diesen Jahres sind dadurch 50 Personen gestorben und viele lebenslang geschädigt etwa durch Erblindung. Angefangen hat alles im Juli bei einem Gemeindefest an der Küste und dem Genuss bestimmter Schnapssorten. Plötzlich waren die Krankenhäuser überfüllt und es dauerte ein ganzes Wochenende, bis die Wahrheit ans Licht kam. Da wurde erst einmal landesweit für drei Tage der Alkoholausschank - und - verkauf gestoppt. Dann war Ruhe und man suchte die Schuldigen. Wenig später aber starben bei Festen im Hochland und im Oriente ebenfalls Menschen. Sie hatten aber nur Wein in abgepackten Kartons gekauft, wollten damit auf Nummer sicher gehen, aber es hat ihnen nichts genutzt. Wochenlang hat die Polizei nun gesucht. Jetzt scheint "die Fabrik" gefunden zu sein. Der Ort ist leer, seine Besitzer untergetaucht. Es wurden 30 000 Liter Schnaps sicher gestellt, die mit Methanol vergiftet sein sollen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Masche ist nicht neu. Die Industrie braucht und dessen Herstellung ist billiger als die des Äthanols, des Alkohols, der trinkbar ist. Was liegt also näher, als sich der billigeren Variante zu bedienen und damit das Volumen und den Verdienst zu erhöhen. Es gibt in Ecuador kein Familienfest, keine Gemeindefeier ohne Alkohol. Meist wird der hochprozentige Zuckerrohrschnaps, der "agua diente", wörtlich das beißende Wasser, getrunken. Dieser Schnaps wird meist im Dorf selbst hergestellt oder er ist billig zu haben. Jetzt hat aber die Regierung die Steuern für Alkohol drastisch erhöht. Der Staat braucht Geld und in aller Welt werden da die Genussmittel besonders besteuert. Also weicht man auf den Alkohol aus, den irgendein Freund selbst gebrannt hat. Der hat keine Marke, keine Bezeichnung, ist aber meist hochprozentiger und viel billiger. Darin liegt natürlich der Reiz, unerkannt ein Geschäft zu machen. Hinterher ist schwer auszumachen, woher der Stoff eigentlich kam.&lt;br /&gt;Aber nach dem Dorffest an der Küste mit 20 Toten wurden die Menschen vorsichtig. Offenen Alkohol wollten dann doch keiner mehr trinken. Man stieg auf Schnaps der Marken um, aber der war teurer. Da boten sich plötzlich im ganzen Land billige Weine an. Ein Wein aus Argentinien oder Chile, auch wenn er in den Tetrapack - Tüten kommt, ist nicht unter 6 - 7 Dollar der Liter zu haben. Plötzlich aber wurde der Liter Wein für 1 oder 2 Dollar angeboten. Solche sogenannten Weine gibt s schon seit Jahren. Es sind Obstsäfte wie der Pfirsich oder Mandarinen oder Weintrauben, die zu etwa 10% mit Alkohol versetzt werden. Durch solche gepanschten sogenannten Weine starben mehr Menschen als durch den Schnaps. Aber jetzt war es für die Polizei einfacher, die Spur zurück zu verfolgen. Hunderte Polizisten durchsuchten die Läden im ganzen Land. Der Staat kaufte fast 150 000 Flaschen Alkohol auf. Sicher sind noch einige Weine im Umlauf. Deswegen jetzt die großangelegten Gegenkampagnen.&lt;br /&gt;Ecuador ist sicher nicht das erste Land der Erde in dem das passiert ist. Letztlich ist das eine Folge der Preiserhöhung für Alkohol und es trifft wieder einmal die Ärmsten am meisten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2590865153569682827?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2590865153569682827/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/das-alkoholproblem.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2590865153569682827'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2590865153569682827'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/das-alkoholproblem.html' title='Das Alkoholproblem'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2051391573677081412</id><published>2011-09-07T17:38:00.000-07:00</published><updated>2011-09-07T17:41:59.466-07:00</updated><title type='text'>Bevölkerungsentwicklung Ecuadors</title><content type='html'>Menschen in Ländern der Dritten Welt vermehren sich rasch. Uns droht eine Bevölkerungsexplosion. Wer kann so viele Menschen ernähren? Solche Schlagworte werden auch hierzulande geglaubt und sobald eine Frau mehr als zwei Kinder hat, wird sie oft gar nicht gefragt, ob sie noch mehr Kinder haben will und ihr werden etwa bei einem Kaiserschnitt gleich die Eileiter unterbunden. Selbst in einem christlichen Krankenhaus begegnen die Ärzte und Schwestern einer Schwangeren gleich mit der Frage, mit welcher Methode der Empfängnisverhütung es nach der Geburt weiter geht. Das sitzt tief in den Gehirnen.&lt;br /&gt;Dabei sieht die Bevölkerungsentwicklung ganz anders aus. Grundlage ist die Statistik einer Volksbefragung, die so circa alle 10 Jahre in Ecuador durchgeführt wird, die letzen beiden 2001 und 2010.&lt;br /&gt;In dieser Zeit hat die Zahl der Ecuadorianer zwar um 2,3 Mio. Menschen zugenommen, derzeit bei 14,5 Mio. Einwohnern, aber das Wachstum zeigt eine deutliche Bremse auf. Wuchs Ecuador um 1974 noch um 3,1 % jährlich, liegt das Wachstum derzeit nur bei 1,95% pro Jahr. Die weiße Bevölkerung legt nur noch um 6,1% zu (früher 10.5%), die Schwarzen und Indianer vermehren sich um de 7% in diesen 9 Jahren. Das Durchschnittalter eines Ecuadorianers lagt 2001 bei 27, heute bei über 28 Jahren. Die Zahl der Singlehaushalte wächst ebenfalls. Fast eine halbe Mio. Menschen wohnen alleine mit starker Tendenz nach oben. Das sieht man derzeit in Bauprojekten mit mehr Kleinstwohnungen, dafür mit allem Luxus.&lt;br /&gt;2001 wohnten durchschnittlich 4,2 Personen in einem Haushalt, 2010 nur noch 3,8%. Das klingt fast normal. Dazu muss man aber wissen, dass bei Indianern im Urwald oder Hochland häufig mehr als 10 Personen unter einem Dach wohnen, es aber auf der anderen Seite viele ledige Mütter gibt. Wenn den Durchschnitt der Mitbewohner eines Haushaltes um 10% in nur 9 Jahren schrumpft, zeigt das einen rasanten Wandel an. Dies beweist auch die Zahl der Kinder in einer Familie, die von 1,8 auf 1,6 zurück ging. Wie gesagt ist das das statistische Mittel bei vielen alleinstehenden Müttern. Aber auch hier ein Rückgang um über 10% in nur 9 Jahren.&lt;br /&gt;Ecuadorianer sehen das nicht als beängstigend an, liegen sie doch im Mittelfeld der Bevölkerungsentwicklung im Vergleich zu anderen lateinamerikanischen Staaten. Also ist alles scheinbar normal. Wie überall in der Welt steht die Bevölkerungsentwicklung  in direktem Zusammenhang mit dem Wohlstand. Frauen drängen nach guter Ausbildung auch hier zunehmend in den Beruf, haben weniger Zeit für ihre Kinder. Der hohe Lebensstandard lässt wenig Raum für Kinder. Dafür steigen Angebote für Ferien in der Karibik oder andere Reisen ins Ausland. Autos und Häuser sind wichtiger geworden. Ecuador hinkt der Entwicklung Europas oder Nordamerikas nur zwei Jahrzehnte hinterher. Heute noch lachen sie über diese Länder und das Problem dort der Alterpyramide, ohne zu merken, dass sie auf dem gleichen Weg sind.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2051391573677081412?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2051391573677081412/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/bevolkerungsentwicklung-ecuadors.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2051391573677081412'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2051391573677081412'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/bevolkerungsentwicklung-ecuadors.html' title='Bevölkerungsentwicklung Ecuadors'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2410716481733655402</id><published>2011-09-07T17:36:00.000-07:00</published><updated>2011-09-07T17:38:01.121-07:00</updated><title type='text'>Klaudias bewegtes Leben</title><content type='html'>Die letzten Wochen und Monate sind fast&lt;br /&gt;an mir vorbeigerauscht.&lt;br /&gt;War es ein Rausch?&lt;br /&gt;Am 1. Juni hat mich David Graham zum&lt;br /&gt;ersten Mal gebeten, eine Spinalanästhesie&lt;br /&gt;alleine zu machen. Es ging gut und ich war&lt;br /&gt;sehr animiert, weiter in die Anästhesie einzusteigen.&lt;br /&gt;Noch war der amerikanische Narkosearzt&lt;br /&gt;Paul Barton da und noch war nicht abzusehen,&lt;br /&gt;dass nach seiner Abreise, keine&lt;br /&gt;Vertretung mehr kommen würde.&lt;br /&gt;Im Januar hatte ich mit der neuen schwedischen&lt;br /&gt;Hebamme Gabriella zusammen&lt;br /&gt;den „Club de Madres“ (Geburtsvorbereitungskurs)&lt;br /&gt;gegründet und die ersten Frauen&lt;br /&gt;haben ihre Kinder bekommen. Eigentlich&lt;br /&gt;schon ab Februar, aber jetzt ab Mai&lt;br /&gt;wurde es dann dichter. Gabriella half Eli im&lt;br /&gt;Mai eine vertikale Geburt zu vollbringen.&lt;br /&gt;Im Juni waren wir in der Nähe, als Sarahi&lt;br /&gt;ihr erstes Kind bekam.&lt;br /&gt;Und am 1. Juli baten mich Oscar und Patty&lt;br /&gt;ihnen als „Doula“ bei der Geburt ihres dritten&lt;br /&gt;Kindes zu helfen. Es was die schönste&lt;br /&gt;Geburt und morgens um 7:40 schenkte mir&lt;br /&gt;Gott, dass Emilia auf meinen Händen geboren&lt;br /&gt;wurde. Es ging alles so plötzlich.&lt;br /&gt;Der diensthabende Arzt war nur kurz aus&lt;br /&gt;dem Geburtszimmer gegangen, wahrscheinlich&lt;br /&gt;weil er dachte, es würde noch&lt;br /&gt;länger dauern, so dass ich die einzige medizinisch&lt;br /&gt;geschulte Person war, die das&lt;br /&gt;Kind in Empfang nahm. Gleich kamen&lt;br /&gt;auch alle anderen Krankenschwestern und&lt;br /&gt;Ärzte wieder dazu, um die nächsten technischen&lt;br /&gt;Handgriffe fachgerecht auszuführen&lt;br /&gt;und ich konnte abtreten.&lt;br /&gt;Ich musste erst mal nach Hause, um mich&lt;br /&gt;zu duschen und umzuziehen. Seit nachts&lt;br /&gt;um 2 Uhr hatte ich mit ihnen gerungen. Es&lt;br /&gt;war ein wunderbares Erlebnis; Pattys&lt;br /&gt;Schwester und der Ehemanns waren ihr&lt;br /&gt;eine gute Hilfe, aber die Anbetungsmusik&lt;br /&gt;und unsere Gebete zwischendurch ließen&lt;br /&gt;uns Gottes Gegenwart erleben.&lt;br /&gt;Am 12.Juli wurde dem Missionsehepaar&lt;br /&gt;Priscilla und Andy ein Junge geboren (Jude&lt;br /&gt;Elliott). Eine Gruppe von 5 Personen&lt;br /&gt;half ihr bei einer schweren, langen Geburt.&lt;br /&gt;Gabriella, Luis, Andy, Sharon und ich standen&lt;br /&gt;um sie herum, um ihr Erleichterung zu&lt;br /&gt;verschaffen. Mit Hilfe von Gabriellas Tricks&lt;br /&gt;konnte das Baby auf natürlichem Wege&lt;br /&gt;zur Welt kommen. Nachts um 2, als alle&lt;br /&gt;geschafft und müde aber überglücklich&lt;br /&gt;waren. Ich hab zeitweise wohl ein Kurznickerchen&lt;br /&gt;gemacht. Bin aber wieder rechtzeitig&lt;br /&gt;zur Stelle gewesen, um nach jeder&lt;br /&gt;Kontraktion die Herztöne des Kindes zu&lt;br /&gt;orten.&lt;br /&gt;Und dann wurde es Samstag, 16.7., an&lt;br /&gt;dem ich meinen sechzigsten Geburtstag&lt;br /&gt;feiern wollte. Lange habe ich nicht gewusst&lt;br /&gt;wie und mit wem ich feiern wollte. Was ist&lt;br /&gt;mir von Bedeutung? Welches ist mein Stil?&lt;br /&gt;Es sollte eine Feier werden am Wendepunkt&lt;br /&gt;vom Erwachsenen hin zum alten&lt;br /&gt;Menschen. Ich wollte „meine Jugend beweinen“,&lt;br /&gt;die nun endgültig vornüber sei.&lt;br /&gt;Dazu lud ich junge Leute ein, die mir im&lt;br /&gt;letzten Jahr besonders von Bedeutung&lt;br /&gt;waren:&lt;br /&gt;Alexandra Griffin, Engländerin, weil ich sie&lt;br /&gt;begleiten durfte, als sie ihr zweites Kind&lt;br /&gt;zur Welt brachte; Daniela, sie bat um einen&lt;br /&gt;Ehevorbereitungskurs; Dawn, wir hatten&lt;br /&gt;sie im Gebet begleitet für die Adoption&lt;br /&gt;2&lt;br /&gt;ihrer zwei Aschuar-Mädchen und Kristin,&lt;br /&gt;meine Gebetspartnerin hier in Shell.&lt;br /&gt;Am 22. Juli kam dann die Geburt von Misael,&lt;br /&gt;dem langersehnten Sohn von Eugenia&lt;br /&gt;und Galo und auch da durfte ich Doula&lt;br /&gt;sein, die während der Geburt auf die Bedürfnisse&lt;br /&gt;der Frau eingeht.&lt;br /&gt;Eugenia war gut vorbereitet durch unseren&lt;br /&gt;„Club de madres“ und so wurde es wieder&lt;br /&gt;ein wunderbares Geburtserlebnis.&lt;br /&gt;Ende Juli war auch schon abzusehen,&lt;br /&gt;dass Paul Barton bald nicht mehr zur Verfügung&lt;br /&gt;stehen würde. Gleichzeitig sagten&lt;br /&gt;all die Kurzzeitmitarbeiter ab, die als Narkoseärzte&lt;br /&gt;einspringen wollten. Unser einheimischer&lt;br /&gt;Arzt, Dr. Suarez muss jedes 2.&lt;br /&gt;Wochenende nach Quito reisen, um seine&lt;br /&gt;Zusatzausbildung abzuschließen.&lt;br /&gt;So würden keine Operationen stattfinden&lt;br /&gt;und wir könnten keine frischen Unfälle&lt;br /&gt;aufnehmen.&lt;br /&gt;Ich fühlte mich wie gedrängt in diese Verantwortung&lt;br /&gt;und merke, dass die 4 Jahre&lt;br /&gt;Schulung seit Sommer 2007 den Zweck&lt;br /&gt;hatten, mich als Narkoseärztin vorzubereiten.&lt;br /&gt;Ich hatte es mehr als eine Mithilfe im&lt;br /&gt;Operationssaal und ein Ausgleich zu meiner&lt;br /&gt;reinen „Kopfarbeit“ bei der Beratung&lt;br /&gt;und Seelsorge gesehen.&lt;br /&gt;Nun war klar für mich, dass ich auch in&lt;br /&gt;diesem Bereich Verantwortung übernehmen&lt;br /&gt;sollte.&lt;br /&gt;So wurde ich ab Anfang August mit eingeteilt,&lt;br /&gt;selbständig Narkosen zu machen.&lt;br /&gt;Und siehe da, ich habe ein gutes Training&lt;br /&gt;bekommen. Ich weiß um meine Grenzen&lt;br /&gt;und als Dr. Graham ein Neugeborenes an&lt;br /&gt;einer Hernie operieren wollte, fragte ich ihn,&lt;br /&gt;ob er mir nicht zu viel zugetraut hätte. Die&lt;br /&gt;ganze Nacht hab ich mir die Vorgehensweise&lt;br /&gt;mehrmals überlegt, die genaue&lt;br /&gt;Menge der Medikamente ausgerechnet –&lt;br /&gt;eine riesigen Herausforderung. Dann betete&lt;br /&gt;ich und als ich morgens auf Station kam,&lt;br /&gt;hieß es, der Patient sei nicht gekommen.&lt;br /&gt;So bewahrt mich Gott vor Überforderung.&lt;br /&gt;Inzwischen wissen alle, dass in „meiner“&lt;br /&gt;Woche keine komplizierten Operationen&lt;br /&gt;geplant werden oder, wie in dieser&lt;br /&gt;Woche bei den HNO-Operationen, der einheimische&lt;br /&gt;Arzt dabei ist.&lt;br /&gt;So langsam muss ich überlegen wie ich&lt;br /&gt;mich von meinem mit viel Freude und&lt;br /&gt;Schwung initiierten Geburtsvorbereitungskurs&lt;br /&gt;verabschieden kann. Gabriella ist eine&lt;br /&gt;kompetente Fachkraft und wir sind dabei&lt;br /&gt;andere Frauen mit einzubeziehen.&lt;br /&gt;Bei all diesen Entwicklungen wird mir bewusst,&lt;br /&gt;wie sehr Gott die Kontrolle in meinem&lt;br /&gt;Leben hat und mich auch hier und da&lt;br /&gt;herausfordert und Seine Bewahrung deutlich&lt;br /&gt;macht.&lt;br /&gt;Das gilt besonders für meine Berufung als&lt;br /&gt;Familientherapeutin. Auch da gibt es viele&lt;br /&gt;Herausforderungen, denen ich mich stellen&lt;br /&gt;muss, weil ich hier die einzige Person bin,&lt;br /&gt;die psychologisch geschult ist. Für manche&lt;br /&gt;Hausärzte bedeutet das, dass sie mir auch&lt;br /&gt;psychiatrische Patienten überweisen. Ehekrisen,&lt;br /&gt;Familienstreit, Begleitung bei Trauerfällen&lt;br /&gt;oder Familienkrisen – das ist mir&lt;br /&gt;geläufig; aber wenn es gilt ein Kind einzustufen&lt;br /&gt;ob es nun autistisch ist oder mehr&lt;br /&gt;ein Asperger-Syndrom hat - da bin ich&lt;br /&gt;dann schnell an meinen Grenzen; oder ob&lt;br /&gt;ein Patient schizophren ist oder eine&lt;br /&gt;Angstkrise mit Halluzinationen hat… wie&lt;br /&gt;gut, dass es Internet gibt. Wie gut, dass&lt;br /&gt;ich auch das ein oder andere Mal eine&lt;br /&gt;Fachkraft in Deutschland konsultieren&lt;br /&gt;kann.&lt;br /&gt;Ich bin froh und dankbar, dass ich in meinem&lt;br /&gt;Alter noch soviel dazulernen darf.&lt;br /&gt;Allen, die für mich gebetet haben: vielen&lt;br /&gt;Dank für eure Unterstützung! Ich erlebe,&lt;br /&gt;wie Gott mich führt und vor schlimmem&lt;br /&gt;Schaden bewahrt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2410716481733655402?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2410716481733655402/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/klaudias-bewegtes-leben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2410716481733655402'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2410716481733655402'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/09/klaudias-bewegtes-leben.html' title='Klaudias bewegtes Leben'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5447601308164162155</id><published>2011-08-19T18:54:00.000-07:00</published><updated>2011-08-19T18:57:23.747-07:00</updated><title type='text'>up-date Marco - Justin</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-XW_RUr7yIPk/Tk8UcJ8ZxKI/AAAAAAAAALo/qkSPBF0NA84/s1600/Bilder%2B039klein.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-XW_RUr7yIPk/Tk8UcJ8ZxKI/AAAAAAAAALo/qkSPBF0NA84/s200/Bilder%2B039klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5642751332056679586" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/-ok7ehn6q9xc/Tk8UPTJ48RI/AAAAAAAAALg/AWobht3vwhs/s1600/Bilder%2B036klein.bmp"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/-ok7ehn6q9xc/Tk8UPTJ48RI/AAAAAAAAALg/AWobht3vwhs/s200/Bilder%2B036klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5642751111190868242" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Junge ist nun fast 8 Jahre alt. Vor 5 Monaten hat es mit Dynamit gespielt und sich dabei lebensgefährlich verletzt. Wir haben im März 2011 darüber berichtet. Der Brustkorb war offen, beide Lungenflügel kollabiert, Er blutete. Von den Händen waren nur noch Reste übrig und mussten amputiert werden, beide Augen waren von Splittern durchlöchert. Die Haut von Brustkorb, Hals und Gesicht ein Schweizer Käse, mehr Loch als Gewebe. Er wurde mehrfach und stundenlang operiert, meist an den Augen. Das Endergebnis ist: Beide Hände verloren, eine Auge funktioniert mehr oder weniger, das andere ist ohne Funktion.&lt;br /&gt;Schon den Namen zu nennen ist schwierig, weil in dieser Familie jeder anders genannt wird als es offiziell heißt. Die Großmutter heißt María Georgina genannt Martha, die Mutter kennen wir als Glenda. Doch auf dem Papier heißt sie María Magdalena. Der Junge heißt Marcos Roger aber all nennen in Justin. Das ist häufig hierzulande aber schwer für unser Archiv, die Unterlagen zu finden.&lt;br /&gt;Wie die Namen ist auch die Familie wenig strukturiert. Der Vater von Justin ist längst woanders und hat eine neue Familie gegründet, hat aber seinen Sohn offiziell anerkannt. Als Militär ist sein Sohn jetzt beim Heer krankenversichert. Das gilt aber nur für akute Erkrankungen. Dafür fällt das Kind aber jetzt aus der Sozialfürsorge des Staates raus, erhält also keine weitere Hilfe.&lt;br /&gt;Auch der "sogenannte Vater", der zur Unfallzeit mit der Familie lebte und das Dynamit damals im Schuppen versteckt hatte, ist verschwunden, von finanzieller Unterstützung als keine Spur.&lt;br /&gt;Nach dem Unfall haben uns mehrere Fernsehstationen belagert, hat der Vizepräsident der Republik angerufen, um Information für eine landesweite Pressekonferenz zu erhalten. Danach waren Abgesandte von mehreren Ministerien hier und haben der Familie Hilfe angeboten. Unser Hospital stand für kurze Zeit im Brennpunkt des Medienrummels. Was ist davon übrig geblieben?&lt;br /&gt;Die Rechnung des Hospitales haben sich die Familie, unser krankenhauseigener Hilfsfond für bedürftige Patienten (Spendengelder) und eine Kirchengemeinde vor Ort geteilt. Von staatlicher Seite kein einziger Beitrag außer warmen Worten. Vor 4 Wochen wurde der Antrag auf Hilfe für eine Prothese gestellt - bitte warten, derzeit sind keine Gelder verfügbar. Der Solidaritätsfond zahlt nicht, da das Kind ja Militärangehöriger ist. Vom Vater kommt nichts. Wie geht es weiter?&lt;br /&gt;Der Junge hat sein Tief überwunden und scheut sich inzwischen nicht mehr, seine Unterarmstummel zu zeigen. Er hat gelernt, damit Fahrrad zu fahren und in 2 Wochen geht es in die Schule, wo er nur mündliche Prüfungen zu machen hat, bis er gelernt hat, mit einer Prothese zu schreiben. Wir sind also wieder einmal aufgerufen so ca. $ 2.000,- zu zahlen, um ihm den Mut zum Weitermachen und Lernen nicht zu nehmen. Auch das ist wieder einmal eine der Kehrseite eines sozialistischen Staates, der sich um alles kümmert, solange Geld da ist.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5447601308164162155?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5447601308164162155/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/08/up-date-marco-justin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5447601308164162155'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5447601308164162155'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/08/up-date-marco-justin.html' title='up-date Marco - Justin'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-XW_RUr7yIPk/Tk8UcJ8ZxKI/AAAAAAAAALo/qkSPBF0NA84/s72-c/Bilder%2B039klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2767986235363634693</id><published>2011-08-19T14:52:00.000-07:00</published><updated>2011-08-19T14:53:47.246-07:00</updated><title type='text'>Verschiedene Weltsicht</title><content type='html'>Die Kinder vieler unserer Freunde in Deutschland sind selbst Akademiker und dabei, ihre eigene Karriere zu schmieden. Sie leisten Studienaufenthalte in anderen Ländern und sind auch einem Alter von über 30 immer noch in der Vorbereitung auf das eigentliche Leben. Sie haben oft einen Freund, eine Freundin, die ebenfalls auf der Karriereleiter aufsteigen und oft sehen sie sich monatelang nicht, weil sie beruflich getrennt sind. Wenn sie überhaupt heiraten, wird ein Kinderwunsch weiter nach hinten geschoben. Das kommt später, wenn überhaupt. Diesen Kindern wird der Grundsatz mit in die Wiege gelegt: Der Beruf ist das Wichtigste in Deinem Leben. Daran musst Du arbeiten. Alles andere kommt dann.&lt;br /&gt;Mittlere gehobene Gesellschaftsschicht in Quito. Man hat einen Freund, eine Freundin während des Studiums, aber geheiratet wird am Ende der Universitätszeit und dann auch meist einen Akademiker. Man wünscht sich Kinder. Das gehört sich so. Hier machen die Frauen oft einen großen Spagat, etwa mit Kind während der Facharztausbildung. Dann hüten die Großmütter oder eine angestellte Kraft das Kind. Frau will aber auf jeden Fall den Beruf ausüben. Also reicht es allenfalls zu 2 Kindern, wenn überhaupt. Und wenn da "was dazwischen kommt" wird das Kind abgetrieben. Obwohl Abtreibung hier noch illegal ist, weiß man Wege, dieses Hindernis aus dem Weg zu räumen.&lt;br /&gt;In einfachen sozialen Schichten Ecuadors gehen Mädchen inzwischen auf fast vollständig auf die Sekundaria, die zum ecuatorianischen Abitur führt. Danach oder schon während der Schulzeit wird das Mädchen Mutter, bleibt zuhause oder hilft stundenweise in einer kleinen Firma mit. Im Hauptberuf ist die Frau Mutter, arbeitet aber oft nebenbei hart für einen Zusatzeinkommen, denn wenn die Beziehung auseinander geht, muss sie in der Lage sein, die Kinder und sich selbst durchzubringen.&lt;br /&gt;In indianischen Gesellschaftsschichten mit Verbindung zur Welt suchen sich Mädchen einen Partner. Da kommt es darauf an, ob die Eltern schnell genug reagieren und etwa einen Verbindung engagieren. Sonst sucht das Mädchen, was den Eltern oft genug nicht gefällt, aber dann ist sie eben schwanger. Der Ärger ist nach 3 Tagen vergessen, die neuen Verhältnisse werden allgemein akzeptiert. Jetzt lebt das Kind in der Familie und nach und nach wächst das neue Paar zusammen oder trennt sich wieder. Das Wichtigste für das Mädchen aber ist, sie ist Mutter. Das wünschen sich alle in diesem Alter. Abtreibung kommt in dieser Kultur nur sehr selten vor. Kinder sind erwünscht und gehören zum Leben. Und Ehe ist ein Prozess, der langsam wächst nachdem man intim zusammen war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt fragt man sich, welche der genannten Frauen wohl am glücklichsten sind? Jedes Lebensmodell hat seinen Licht - und Schattenseiten. Uns Europäern scheint das moderne Weltbild das Beste zu sein. Aber wir kennen viele, die in einen tiefes emotionales Loch fallen, wenn sie dann arbeitslos oder beziehungsunfähig geworden sind. Das fängt keine psychologische Beratung auf.&lt;br /&gt;Die relativ Situierten in Ecuador haben auch so ihre Probleme, Beruf und Kindererziehung unter einen Hut zu bringen. Es lohnt sich weder finanziell noch im Ergebnis. Wir kennen viele verhaltensgestörte Kinder, die in der Folge das Leben nicht bewältigen.&lt;br /&gt;Unsere Indianer haben da sicher nicht das schlechteste Lebensmodell gewählt, auch wenn es da manchmal krasse Einzelschicksale gibt.&lt;br /&gt;In der Bibel steht ein provokativer Satz im 1. Timotheusbrief Vers 15: Die Frau wird selig, indem sie Kinder bekommt.... Den Satz kann man nicht einfach so erklärungslos stehen lassen. Zu einer jungen Mutter gehört ein treu sorgender Ehemann. Eine Familie ist viel mehr als die Summer der Einzelteile. Aber jede Kultur hat ihr eigenes Kulturmodell geschafften, fast alle weit entfernt vom biblischen Originalbild. Alle Modelle haben ihre Schwachpunkte und sind reformbedürftig. Nur das moderne Frauenbild, wie es uns Bewegungen wie Gender Mainstream weiß machen wollen, ist erfahrungsgemäß ein Auslaufmodell ohne wirkliche Zukunft. Das zeigt die demographische Entwicklung in Europa, speziell in Deutschland.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2767986235363634693?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2767986235363634693/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/08/verschiedene-weltsicht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2767986235363634693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2767986235363634693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/08/verschiedene-weltsicht.html' title='Verschiedene Weltsicht'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1319541306441764411</id><published>2011-08-13T14:54:00.000-07:00</published><updated>2011-08-13T14:55:21.609-07:00</updated><title type='text'>Der Schuldenberg Ecuadors</title><content type='html'>Alle Welt spricht von der Schuldenkrise ganzer Staaten und Staatengruppen. In der EU jagt seit Monaten eine Spekulation die andere. Staaten werden "auf Ramschniveau" abgestempelt. Und die Aktienmärke reagieren schon auf Gerüchte hin. Ganz außen vor sind da derzeit die Staaten, die nicht zu bestimmten Wirtschaftsblöcken gehören. Aber auch sie leiden automatisch mit. Die Staatspräsidenten Südamerikas haben deswegen auf ihren letzten Treffen die Wirtschaftsriesen scharf kritisiert, weil sie die ganze Welt mit sich in die Krise stürzen. Wie aber sieht es hierzulands aus?&lt;br /&gt;Ecuador hat sich in dieser Zeit der Mode anderer Staaten angeschlossen und ebenfalls kräftig Schulden produziert, in den letzten 4 Jahren insgesamt soviel wie die 6 vorherigen Regierungen zusammen gerechnet. Der einzige vorherige Präsident,der Schulden machte, war Sixto Ballén, aber in diese Zeit fiel der Krieg mit Peru, der 6 Wochen dauerte und das war der Anfang vom Ende war. Damit hatte sich Ecuador finanziell übernommen und die Auslandsschulden waren so groß, dass die gesamten Staatseinnahmen noch nicht einmal die Zinsen der Schulden deckten. Damals waren Weltbank, internationaler Währungsfond und andere Organisationen eingesprungen, um Ecuador bei der Entschuldung zu helfen. In dieser Krisenzeit wurde der US-Dollar als Landesweährung eingeführt. Die internationalen Gremien zwangen das Land zu einem ausgeglichenen Haushalt. Ecuador musste Reserven im Ausland aufbauen, Die Zahl der Staatsbediensteten wurde begrenzt. Es ging nach der Krise von 1999 wirtschaftlich spürbar bergaugauf. Das änderte sich mit der Einführung des Sozialismus des 21. Jahrhunderts. Der Staat übernimmt jetzt alles. Die Leistungen sind bemerkenswert. Überall wird gebaut, die Wirtschaft wächst. Neue Großprojekte sind geplant. Die Regierung hat inzwischen alle Gelder aus dem Ausland zurück geholt und leiht sich jetzt anderweitig. Es wurden neue Beziehungen angeknüpft zu Libyen, dem Iran und vor allem zu China. Dabei sieht die offizielle Statistik der Auslandsschilden gar nicht so schlecht aus, Aber mit den Chinesen wurden Verträge über die Lieferung von Erdöl geschlossen. Das sind Kredite, die später mit dem schwazen Gold aus der Erde bezahlt werden. Man ging damals von einem hohen Ölpreis aus. Das kann in einer neuen Wirtschaftskrise auch man daneben gehen. Und dann werden die Kredite viel teurer.&lt;br /&gt;Und ebenfalls nicht mitgerechnet sind die internen Kredite wie etwa Gelder aus der Sozialversicherung, die die Regierung für ihre Zwecke längst ausgegeben hat. Auch hier dreht es sich um Miliardenbeträge.&lt;br /&gt;Die Regierung Ecuadors ist finanziell an einem kritischen Punkt angelangt. Die Schulden wurden angehäuft. Die Bauerfolge kann jeder sehen. Aber weitere Geldgeber aus dem Ausland werden sich derzeit schwerlich finden lassen. Intern bleibt wenig Spielraum. Wenn jetzt auch noch die Weltwirtschaft wieder eine Talfahrt ansetzt, merken es Länder wie Ecuador mit seinen Agrarprodukten besonders schnell. Dann kann das Finanzmodel einer hiesigen Regierung nicht mehr aufrecht erhalten werden und fällt wie ein Kartenhaus zusammen - ein gefährliches Machtvakuum.&lt;br /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1319541306441764411?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1319541306441764411/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/08/der-schuldenberg-ecuadors.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1319541306441764411'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1319541306441764411'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/08/der-schuldenberg-ecuadors.html' title='Der Schuldenberg Ecuadors'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2906601845562608058</id><published>2011-08-06T09:42:00.000-07:00</published><updated>2011-08-06T09:43:58.037-07:00</updated><title type='text'>Kulturen mit wenig Geschichtsbewusstsein</title><content type='html'>Der Staat Ecuador hat vor einigen Monaten einen neuen Flugdienst für die Indios in den abgelegenen Dörfern der Urwaldregionen eingeführt. Für 15 Dollar kann man bei einem festgesetzten Flugplan jetzt den Urwald für 15 Dollar verlassen bzw. zurückkehren, Kinder, Schwangere und Alte zahlen die Hälfte. Über 10.000 Passagiere haben diesen Dienst genutzt und die Regierung verkündet in ihrer Propaganda, dass die Zeit der abgelegenen Dörfer zu ende sei. Mit dieser Aktion sei zu ersten Mal die Verbindung zur Außenwelt hergestellt worden. Eine neue Epoche für den Urwald habe begonnen. Das Projekt kostet den Staat gute 5 Mio. Dollar pro Jahr. Nicht erwähnt werden die Flugdienste, die vorher Großes geleistet haben. Die Missonary Aviacion Fellowship, eine internationale Missionsfluggesellschaft, hat die meisten Landeplätze von den Dorfbewohnern selbst anlegen lassen. Über 50 Jahre lang haben sie die Dörfer versorgt, Patienten hin und her geflogen, Versorgungsgüter gebracht. Sie waren und sind die einzigen, die auch mal am Wochenende Notfälle versorgen. Auch katholische Missionen haben viel für die Indianer des Urwaldes getan. Das alles ist auf einmal nichts mehr. Mit dem jetzigen Programm fängt die Stunde NULL DER GESCHICHTE an.&lt;br /&gt;   Beispiel 2: Eine Gemeinde in Ecuador erhält einen neuen Pastor. Unzählige Versammlungen laufen und es wird an einer neuen Struktur gearbeitet. Ab jetzt beginnt das wirkliche Gemeindeleben. Vorher wurde in den Tag hinein gelebt. Jetzt werden Programme für die Sonntagsschule, die Kinderarbeit und den Predigdienst erarbeitet. Alles Alte wird als nicht gut in die Schublade gelegt. Dabei verliert die Gemeinde auch Mitarbeiter, die sich verprellt fühlen, aber das sind eben die Kosten des neuen Aufschwungs.&lt;br /&gt;   Beispiel 3: Eine weltliche, internationale Firma in Ecuador erhält einen Chef. Da rollen Köpfe, werden Positionen neu besetzt. Unsummen werden für vorzeitige Ablösung bezahlt und ganz tiefer Groll entsteht in einigen Mitarbeitern. Andere brauchen Jahre, um über den plötzlichen und ihrer Meinung nach ungerechtfertigten Verlust ihres Arbeitsplatzes hinweg zu kommen. Und das nur, um wenig später wieder "ein neues Kapitel der Firmengeschichte aufzuschlagen".&lt;br /&gt;   Beispiel 4: Unsere Mission HCJB: Entscheidungen werden in einer Zentrale weit weg gefällt. Wir haben da vor Ort nichts mehr damit zu tun. Aber wir werden mit der Regelmäßigkeit einer Uhr daran erinnert, dass wir als Missionar unsere Personaldaten abgeben müssen. Wo wohnst Du, wir brauchen ein Foto Deines Hauses, was machst Du derzeit beruflich.....? Mit jedem Wechsel des Personalleiters werden die Daten neu erhoben, als wäre man gerade erst als neuer Missionar angekommen. Wo sind die vorherigen Daten geblieben? Kümmert sich da irgend jemand um das Individuum oder geht es nur um Datensammlung. Die Daten sind im Extremfall wichtig, aber warum gibt es keine Kontinuität in der Arbeit und in der Personalbegleitung?&lt;br /&gt;   Alle Beispiele haben den gleichen Hintergrund: Das fehlende Geschichtsbewusstsein. Menschen in Amerika, sei es in den USA, seien es Latinos, denken wenig an vorher, es sei denn, es handelt sich um ihre eigene Familie oder Gruppe oder den Stamm. Also fängt mit jedem Wechsel die STUNDE NULL DER MENSCHHEITSGESCHICHTE an. Da muss das Rad neu erfunden werden. Das ist in der Medizin so, wo Menschen Krankheiten nach den Erstentdeckern nennen, die Europäer nach ihren, die Nordamerikanern mit eigenen Namen, weil die ja die Krankheit erst wirklich erforscht hätten. Und wir kennen in der russischen und chinesischen Geschichte das selbe Phänomen. Die mehr und mehr schnelllebige Zeit hilft uns da nicht, weiter zurück zu blicken.&lt;br /&gt;   Wie tröstlich da ein Blick in die Bibel. Gott ist ein Gott der Geschichte bis hinein in die Ewigkeit. Deswegen wird vor allem oim Alten Testament immer wieder darauf hin gewiesen, dass wir unseren Kindern diese Geschichte mit Gott ins Herz legen sollen. Auf dieser Grundlage kann aufgebaut werden. Wir müssen nicht immer wieder das Rad neu erfinden. Nur wer fest im Gestern und Heute steht, kann auch mit Mut in die Zukunft blicken und sie in Angriff nehmen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2906601845562608058?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2906601845562608058/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/08/kulturen-mit-wenig-geschichtsbewusstsei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2906601845562608058'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2906601845562608058'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/08/kulturen-mit-wenig-geschichtsbewusstsei.html' title='Kulturen mit wenig Geschichtsbewusstsein'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2968901075747285588</id><published>2011-07-31T11:07:00.000-07:00</published><updated>2011-07-31T11:08:14.413-07:00</updated><title type='text'>Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Ecuador</title><content type='html'>Seit die Regierung Rafael Correa an der Macht ist, wird der Staat Stück um Stück umgekrempelt: Zentral regiert aber mit regional autonomer Umsetzung. Der Sozialismus soll uns auf allen Wegen begleiten, uns umsorgen und auch kontrollieren. Auf diesem Wege hat Ecuador in den letzten Jahren riesige Fortschritte gemacht. Immer mehr Bereiche unseres Lebens werden verbunden. Wusste noch vor Jahren die Polizei der Küstenregion nichts von den Verkehrsstrafen eines Fahrers aus der Sierra, so ist all das jetzt in einer zentralen Verkehrsdatei erfasst. Seit über 10 Jahren hat die Steuerbehörde deutlich mehr Kontrollen durchgeführt, was die Steuereinnahmen drastisch hat steigen lassen. In den letzten Jahren haben die verschiedensten Behörden untereinander Daten ausgetauscht. Jetzt wurde die Sozialversicherung an dieses System angeschlossen, vereint mit dem Arbeitsministerium. Die größte Einnahmequelle ist die staatliche Sozialversicherung, in der jetzt jeder eintreten muss, der irgendwie in einem Arbeitsverhältnis steht. Das beinhaltet neben einer Krankenversicherung auch die Rente und viele kleine und große Möglichkeiten sich Geld zu leihen etwa bei der Ausbildung der Kinder. Diese Sozialversicherung sucht jetzt nach Geld, denn auf der anderen Seite leiht sich der Staat dieses Geld wieder für seine ehrgeizigen Projekte. Und wie kommt man zu mehr Einnahmen in diese Versicherung? Durch verschärfte Kontrollen und Zusatzrichtlinien. Ab nächsten Monat kommen die Inspekteure, die bislang nur geschult wurden in die Betriebe, kontrollieren den Arbeitsschutz, aber auch jeden einzelnen Arbeitsvertrag vor Ort. Und für jeden Verstoß kann es saftige Strafen hageln. Solche Besuche werden dann in Zukunft unangekündigt erfolgen.&lt;br /&gt;Bei mehr Beiträgen für die Sozialversicherung ist man sehr erfindungsreich geworden: Hier drei Beispiele. Jede Firma, jeder Verein braucht einen gesetzlichen Repräsentanten. Das sind häufig Rechtsanwälte. Jeder Firmenbereich, den dieser vertritt, muss jetzt für ihn separat Beiträge entrichten. Für unsere Mission heißt das, dass das Hospital in Quito, das Radio, die Medienschule, die Deutsche Abteilung, das Hospital in Shell etc etc. jetzt separat einzahlen. Dieser Vertreter ist dann von der gleichen Firma vielleicht 10 mal krankenversichert. Vorher war es das bei einem Gesamtarbeitsvertrag nur einmal. Warum muss er oder sie 10 mal krankenversichert werden? Nur bei der Rente kann sich das positiv auszahlen.&lt;br /&gt;Praktikanten unter 18 Jahren müssen in Zukunft ebenfalls mit dem Mindestlohn von monatlich 264 Dollar versichert werden. Für uns heißt das, dass wir in Zukunft das Geld für unsere Studenten im Praktischen Jahr deutlich reduzieren werden, denn sie müssen jetzt auch sozialversichert werden. Werden wir in Zukunft noch Medizinstudenten stundenweise Praktika machen lassen, wenn wir sie dafür versichern müssen? Da sind viele Dinge in der Schwebe. Wir haben jedenfalls alle Praktikumsplätze einer Universität für Laborassistenten erst einmal gestrichen.&lt;br /&gt;Ein weiterer Punkt für mehr Geld ist die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall. Da trägt der Arbeitgeber jetzt in den ersten Tagen statt 50% neuerdings 85%. Die Liste ließe sich weiter fortsetzen.&lt;br /&gt;Jetzt sind Vorschriften im Gespräch, dass ärztliche Atteste nur noch gültig sein sollen, wenn sie von Ärzten des staatlichen Gesundheitssystems ausgefüllt worden sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Ganze hat eine logische Linie. Das Leben der Ecuatorianer wird Stück um Stück verstaatlicht. Vater Staat übernimmt die Versorgung aber fast unbemerkt auch die Kontrolle über jeden. Im Zeitalter der digitalen Datensammlungen ist das auch kein Kunststück. Nur einen wirksamen Datenschutz kennt man hierzulande nicht. Und der Staat übernimmt die Kontrolle unseres Lebens. Latinos werden sicher Wege finden, dabei hier und da auszubüchsen, aber es wird schwerer werden. Und wie sicher ist es, dass die Renten der Bürger gewährleistet sind. Zahlt der Staat tatsächlich die geliehenen Gelder zurück?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2968901075747285588?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2968901075747285588/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/07/sozialismus-des-21-jahrhunderts-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2968901075747285588'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2968901075747285588'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/07/sozialismus-des-21-jahrhunderts-in.html' title='Sozialismus des 21. Jahrhunderts in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3225246531637970559</id><published>2011-07-31T11:06:00.001-07:00</published><updated>2011-07-31T11:07:06.387-07:00</updated><title type='text'>Seltsame Entwicklungen in der Medizin</title><content type='html'>Gelegentlich muss sich jede Berufssparte einmal fragen, ob ihr Tun sinnvoll ist und was wir ändern müssen. In der Medizin ist es derzeit besonders die Gynäkologie/Geburtshilfe, die ich mehr und mehr mit kritischen Augen betrachte, derzeit hauptsächlich aus der Sicht eines Arztes, der in Ecuador tätig ist.&lt;br /&gt;Viele Eingriffe der Medizin sind unnötig, aber man macht sie aus verschiedenen Gründen:&lt;br /&gt;Da ist die Mode: Es wird die Brust vergrößert oder verkleinert, der Po oder die Schenkel den Modenormen angepasst, je nach Wunsch des Patienten. Ich spreche hier nicht von Verunstaltungen etwa durch Narben nach Verbrennungen oder bei Tumoren. Neben Ärzten beteiligen sich auch viele Schönheitssalons mit der Injektion von allen möglichen Stoffen. Viele dieser Patienten tragen da schwerste Schäden und Verunstaltungen davon. Manche sterben daran. Auch wir haben gelegentlich Patienten, die dann mit dem Tode ringen. Und wenn sie überleben, dann mit bleibenden Schäden.&lt;br /&gt;Da ist der Zeitgeist: Eine Frau muss sich erst einmal entfalten, Lebens - und Berufserfahrung sammeln und dann Kinder kriegen. Also wird munter abgetrieben, auch in Ecuador, wo Abtreibung offiziell noch verboten ist. Mit etwa 35 kommt dann der dringende Kinderwunsch und die Schwangerschaft klappt nicht auf Bestellung. Also ist wieder die Medizin gefragt, hier helfend einzugreifen. Dann gibt es Medikamente oder auch Operationen. Manche der Kinder sind dann geschädigt. Medizinisch gesehen ist das beste Alter zum Gebähren um die 20 Jahre.&lt;br /&gt;Die Geburt eines Kindes: In Quito kommt eine junge Frau im 2. Monat schwanger zur ersten Untersuchung zur Tür herein und hat sich noch nicht gesetzt, da verkündet ihr der Gynäkologe schon, dass ihr Becken viel zu klein ist und die Schwangerschaft mit einem Kaiserschnitt entbunden wird. Damit kann der Arzt nämlich den Zeitpunkt der Geburt bestimmen. Es wird bestimmt nicht irgendwann in der Nacht oder an einem Wochenende sein. Die Familie kann sich jetzt schon darauf einstellen. Außerdem verdient man an der Operation viel mehr als an einer normalen Entbindung, wo man auch noch lange warten muss. Wer möchte das schon? Auch die Frauen sind zunehmend leidensscheuer und ziehen die Schmerzen nach einer Operation den Geburtswehen vor.&lt;br /&gt;Geburt ist hier selten ein Erlebnis für das Ehepaar: Zur Geburt kommt meist die Mutter mit und der Ehemann bleibt außen vor. In unserem Hospital bereiten wir das Ehepaar vor so dass die Geburt ein Gemeinschaftserlebnis wird. Es kann Stunden dauern und man muss sich darauf einstellen, aber die Entstehung oder Vergrößerung einer Familie ist es wert. Dann kommt das Stillen, eine anfangs vielleicht mühselige Angelegenheit, die auch mal weh tut. Da hilft die Medizin in Zusammenarbeit mit der Industrie mit dem schnellen Fläschchen, was wiederum den Kontakt von Mutter und Kind vermindert. Denn die Mutter muss ja so schnell wie möglich wieder fit sein für die Berufstätigkeit. Die Kinder werden an sogenannte Fachkräfte abgegeben. Die Folgen sind manchmal Entwicklungsstörungen der Kinder, die dann wiederum Hilfe von anderen Spezialisten brauchen. Doch dann sind die Schäden nur schwer zu flicken.&lt;br /&gt;Wir merken gar nicht mehr, wie sehr der Zeitgeist und die Gesellschaft Druck auf unser Leben ausüben. Dabei ist die Medizin ein großes Geschäft geworden, das uns dabei unterstützt und zwingt, ebenfalls modern zu leben. Nicht jeder Fortschritt ist auch wirklich eine positive Weiterentwicklung. Wo ist unsere Messlatte, die uns einen objektiven Massstab für die Ausrichtung unseres Lebens gibt, wenn nicht im Wort Gottes, unseres Schöpfers? Doch das nehmen viel nicht mehr ernst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3225246531637970559?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3225246531637970559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/07/seltsame-entwicklungen-in-der-medizin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3225246531637970559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3225246531637970559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/07/seltsame-entwicklungen-in-der-medizin.html' title='Seltsame Entwicklungen in der Medizin'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7679735346914161603</id><published>2011-07-08T14:10:00.000-07:00</published><updated>2011-07-08T14:11:30.144-07:00</updated><title type='text'>Ecuador - ein Handelspartner Chinas</title><content type='html'>Staatspräsident Rafael Correa reist viel. Mit dem Wiedereintritt Ecuador in die OPEC reiste er bis in den Iran und er ist häufig zu Besuchen in fast allen Staaten Lateinamerikas. Aber zu den großen Handelspartnern Nordamerika und Europa besteht ein seltsames Verhältnis. Deswegen reist Correa höchstens mal für einen Monat Urlaub nach Belgien, um sich dort eine Eigentumswohnung zu kaufen. Die wichtigste weite Auslandsreise galt China. Seitdem sprudeln die Handelsbeziehungen zu diesem asiatischen Wirtschaftsriesen. Der Warenaustausch steigt sprunghaft. Allerdings sehr einseitig. China engagiert sich bei Projekten und mit Krediten.&lt;br /&gt;27 chinesische Firmen sind derzeit in Ecuador im Energiesektor, Kommunikation, im Bergbau und beim Erdöl tätig. China liefert Autoreifen, Motorräder, Handys, und mehr und mehr Autos und erhält dafür Holz, Fischmehl, Alteisen wie Kupferreste und vor allem Erdöl. Allerdings importiert Ecuador dreimal so viel wie es exportiert.&lt;br /&gt;Aber die immer enger werdende Verflechtung wird deutlich, wenn man sieht, wie China sich einbringt. Die chinesische Staatsbank vergibt Kredite für Geschäfte. Da soll ein Wasserkraftwerk im östlichen Tiefland gebaut werden: Kosten 2 Mrd. Dollar. Davon gibt China den Kredit von 1,8 Mrd. Dollar, wenn eine chinesische Firma bauen darf.&lt;br /&gt;Die ecuatorianische Wirtschaft wächst derzeit stark dank großer staatlicher Aufträge in vielen Bereichen mit derzeit über 8% pro Jahr. Dafür verschuldet sich der Staat enorm Dank Krediten aus China. Die werden in Erdöl zurück gezahlt. Die Hälfte unseres Petroleums geht derzeit nach China.&lt;br /&gt;Das wäre jetzt alles nicht so schlimm. Wo gibt es einen Staat auf dieser Erde, der nicht durchschnittlich jeder seiner Bürger mit Tausenden von Dollars oder Euros verschuldet hat? Aber die Form wie Ecuador sich verschuldet, wird von Experten kritisiert. Unsere einzig sichere Resource ist das Erdöl. Geht der Preis auf dem Weltmarkt runter, hat China gewonnen. Dann bekommt es eben länger diesen lebensnotwendigen Stoff geliefert und das immerhin mit 6,9% jährlichen Zinsen. Und China ist eine Wirtschaftsmacht, die zunehmend hochwertige Produkte liefert, den Lateinamerikanern aber nur Rohstoffe abkauft. Bei Bananen oder Blumen, den hiesigen Exportartikeln, hat China keinen Bedarf. Die liefert der Andenstaat dann doch nach Nordamerika und Europa.&lt;br /&gt;Was derzeit auf dem lateinamerikanischen Kontinent mit China abläuft ist, was die Kolonialmächte noch vor 50 Jahren mit dem Mittel - und Südamerika gemacht haben, sie haben die Staaten billig für sich liefern lassen, ihnen selbst aber hochwertige und teure Waren geliefert. Diese Phase ist noch nicht überwunden, da schiebt sich schon die nächste Kolonialmacht anderer Prägung heran. Aus der Freude einer sozialistischen Regierung, die alten Herren links liegen lassen zu können entwickelt sich ein neues Kolonialverhältnis mit China. Geschichte wiederholt sich immer wieder und  -  lernen wir eigentlich daraus?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7679735346914161603?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7679735346914161603/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/07/ecuador-ein-handelspartner-chinas.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7679735346914161603'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7679735346914161603'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/07/ecuador-ein-handelspartner-chinas.html' title='Ecuador - ein Handelspartner Chinas'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8792038587554094963</id><published>2011-07-05T19:23:00.000-07:00</published><updated>2011-07-05T19:24:55.397-07:00</updated><title type='text'>Hugo Chávez ist krank</title><content type='html'>Derzeit wartet ganz Lateinamerika auf Nachrichten aus Kuba. Denn dorthin hat sich der venezolanische Präsident Hugo Chávez zur ärztlichen Behandlung zurück gezogen. Was als ein kleiner Ideenaustausch zwischen befreundeten Regierungen angekündigt wurde, ist zu einem längeren Aufenthalt geworden. Zunächst die Frage, warum so lange, dann Nachrichten einer Krankheit, einer Infektion, eines Abszesses und jetzt mehr und mehr die Gewissheit, dass es sich wohl um eine Krebsbehandlung handelt. Alles ist aber nach wie vor Gerücht, denn klare Stellungnahmen außer einer medizinischen Behandlung sind nicht erhältlich. Aber der Präsident hat deutlich abgenommen. Immer wieder reisen seine Minister zu Besprechungen nach Kuba. Sofort beginnt, die Gerüchteküche zu brodeln, auch wenn sich Chávez bemüht, seine Regierungsgeschäfte so normal wie möglich weiter zu führen.&lt;br /&gt;   Dahinter steckt innenpolitischer Zündstoff: Chávez hat seine Macht in Venezuela gefestigt. Keiner kann ihm gefährlich werden. In seiner eigenen Partei sind ein Bruder und seine Tochter fest eingebunden. Einen Nachfolger gibt es nicht. Alle sind treue Ergebene des Führers der venezolanischen Revolution. Und die Opposition ist so schwach und dazu noch zerstritten. Sie hat nur das eine Ziel, dass Chávez abtritt, bietet aber keine wirkliche Alternative. So entstand über Nacht ein mögliches Machtvakuum. Wer wird es füllen?&lt;br /&gt;   Mittlerweile werden die Massen Venezuelas aktiviert. Ganze Wände werden mit Papier geklebt, auf denen die Menschen ihre Genesungswünsche und Hoffnung auf baldig Rückkehr des großen Führers ausdrücken können. Es ist die typische Manier eines sozialistischen Staates, in Krisenzeiten Solidarität auszudrücken und Stimmung zu machen.&lt;br /&gt;   Warum geht Chávez nach Kuba zur Behandlung? Kann er das nicht in Venezuela machen lassen? Nun, der sozialistische Weg hat gerade die Ärzte der Privatkliniken des Landes hart getroffen. Man hat auf breit angelegte kostenlose Medizin der breiten Bevölkerungsschichten gesetzt, nicht aber auf Qualität. Und solche Ärzte sind nicht unbedingt die Freunde der Regierung. Außerdem ist die Medizin in Kuba auf einem hohen Standard. Auch der ecuatorianische Präsident Correa hat sich einer Knieoperation in Kuba bei einem Staatsbesuch unterzogen, dann aber doch seine Kniegelenksprothese in Quito erhalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   Ausgerechnet in einem entscheidenden politischen Moment im Umbau Lateinamerikas zu sozialistischen Gesellschaften kommt ein wichtiger Baustein ins Wackeln. Erst vor wenigen Wochen wurde mit Ollanta Humala ein ähnlicher Weg in Peru eingeschlagen. Ecuador, Paraguay und Brasilien haben linksgerichtete Regierungen. Nach einer Phase des Neoliberalismus ist wieder der Sozialismus auf dem Vormarsch, was wirtschaftlich in keinem der Staaten außer vielleicht Brasilien von Vorteil ist. Besonders Venezuela liegt wirtschaftlich am Boden. Aber was alle machen, ist gut. Ohne begnadete Leitfiguren sind alle diese neuen Regime nicht möglich und keiner dieser Präsidenten wieder mit Ausnahme Brasiliens baut einen Nachfolger auf. So kehrt Lateinamerika auf demokratischem Weg wieder zurück zum Model der Gaudillos und Diktaturen mit einem Patriarchen an der Spitze, der den Menschen sagt, wo es lang geht. Das macht auch den Sozialismus des 21. Jahrhunderts verwundbar.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8792038587554094963?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8792038587554094963/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/07/hugo-chavez-ist-krank.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8792038587554094963'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8792038587554094963'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/07/hugo-chavez-ist-krank.html' title='Hugo Chávez ist krank'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7972863959515853717</id><published>2011-06-26T20:39:00.000-07:00</published><updated>2011-07-30T16:39:59.464-07:00</updated><title type='text'>Metro für Quito</title><content type='html'>Neue Pläne für Quito:                                              Shell, 26. Juni 2011    # 1096&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;  Quito, die Hauptstadt Ecuadors, ist eine 2 Mio. Einwohner zählende Stadt am Fusse des Vulkans Pichincha und liegt in einer Wanne von max. 8 km Breite aber ungefähr 50 km Länge. Der gesamte Verkehr läuft also in Nord - Süd - Richtung und hat in den letzten 20 Jahren die Städteplaner fast zur Verzweiflung gebracht. Alle Straßenbauprojekte waren längst zu klein, bis sie vollendet waren, denn der Verkehrt wuchs in der Zwischenzeit stärker als alles andere. "Pico y Placa" wurde eingeführt, ein Verkehrsverbot zu den Spitzenzeiten morgens und abends an einem Tag der Woche je nach Endnummer des Nummernschildes. Das brachte etwas Erleichterung, aber schon nach einem Jahr merkt man diese Maßnahme kaum noch. Wie in allen&lt;br /&gt;  Großstädten des Kontinentes gibt es zwar ein öffentliches Verkehrsnetz mit Bussen, doch die sind zu Spitzenzeiten übervoll, ein Paradies für Taschendiebe und bei schlechtem Service meiden viele Personen der Mittel - und Oberklasse diese Busse. Sie quälen sich lieber im eigenen Wagen durch die Stadt.&lt;br /&gt;   Die Stadtverwaltung hat bereits reagiert und Buslinien mit eigener Spur eingeführt. So ist man mit diesen Bussen allemal schneller als mit dem eigenen PKW. Die verschiedenen Bussysteme sind untereinander vernetzt und der Fahrpreis ist mit 25 Cent vom Dollar billig. Wer will kann einen ganzen Tag mit dem selben Ticket von Nord nach Süd und wieder zurück fahren, was viele ambulante Händler auch tun und im Bus ihre Ware anpreisen, zwar offiziell verboten - Kinder aber lässt man dabei gewähren.&lt;br /&gt;   Jetzt soll Quito endlich eine Metro erhalten, eine Untergrundbahn. Die Stadtverwaltung hat dieser Tage die Pläne bekannt gegeben. 2016 soll die Metro in Betrieb gehen. Zunächst sind 22 km geplant, die die Bahn in 34 min zurücklegen soll. Im Süden der Stadt beginnt die Bahn am neuen südlichen Busbahnhof, wo alle Überlandbusse enden und starten. Endstation ist dann im Norden der Stadt der Flughafen, der bis dahin ins Tal verlegt sein dürfte. Eine Verlängerung nach Norden ist später möglich, vorerst aber nicht geplant.&lt;br /&gt;Die Röhre für die Bahnen wird in 16 - 17 m Tiefe liegen, in der Altstadt noch tiefer. Warum das? Nun, Quito liegt in einer Wanne und die läuft ständig zur Regenzeit voll. Die Stadt hat große Anstrengungen unternommen, dieses Wasser ins Tal abzuleiten. Dazu sind Tunnel gebohrt worden, die keiner jetzt wieder verändern will. Zum anderen gab es hier in dieser Wanne früher einige Seen und Sümpfe, die längst trockengelegt sind., aber gerne wieder voll laufen. Da ist es am Besten man geht durch tieferes Gestein. Und in der Altstadt hat man sicher auch Angst vor antiken Funden, die dann den Bau vielleicht um Jahre verzögern könnten. Da geht man lieber tiefer und bohrt einen Tunnel durch die ganze Stadt mit nur wenigen Bahnhöfen.&lt;br /&gt;   Auch der Fahrpreis wurde heute schon bekannt gegeben - 40 Cent für die Benutzung unabhängig von der Entfernung. 1,7 Mrd. Dollar soll das Ganze kosten, die Hälfte trägt der Staat, die andere Hälfte die Stadt Quito. Denn schon heute sind von den fast 4 Mio. täglichen Transporten in der Stadt 2 Mio in öffentlichen Bussen. Will man das Chaos nicht noch vergrößern, dann muss man jetzt gegensteuern. Die privaten Busse sollen nicht abgeschafft, sondern als Teil eines neuen Plans des städtischen Verkehrs eingebunden werden.&lt;br /&gt;   Warum hat Quito damit so lange gewartet? Nun, wir leben am Fuß eines aktiven Vulkans, der 2000 das letzte Mal ausgebrochen ist. Und Erdbeben sind hier keine Seltenheit. Eine Bahn ausf Stelzen wie die von Wuppertal oder eine Magnetschwebebahn wären sicher billiger gewesen, hätten aber das Stadtbild des Weltkulturerbes Quito zerstört und sind deswegen nicht möglich. Bleibt das Risiko einer tiefen Bahn in gebohrten Tunneln.&lt;br /&gt;   Aber wie fast überall in der Welt ist bei aller Euphorie nicht alles so rosig, wie es aussieht. Schon heute transportiert das öffentliche System die gute Hälfte der fast 4 Mio. Reisen in der Stadt jeden Tag. Die Zahl könnte deutlich erhöht werden, wenn die Qualität stimmt und die Menschen ein Gemeinschaftsbewusstsein entwickeln würden. Doch davon sind wir in einer Welt, in der der Individualismus in aller Werbung jeden Tag verkündet wird und in der die Autowerbung alle individuelle Freiheit verspricht, noch weit entfernt. Ein Lernprozess für die Menschen hier MUSS den U-Bahn - Bau begleiten. Sonst bleibt es ein weiteres Objekt für wenige.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7972863959515853717?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7972863959515853717/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/06/metro-fur-quito.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7972863959515853717'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7972863959515853717'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/06/metro-fur-quito.html' title='Metro für Quito'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-532766304365268265</id><published>2011-06-12T19:49:00.000-07:00</published><updated>2011-06-12T19:51:26.569-07:00</updated><title type='text'>Wenn die Regierung Geld braucht</title><content type='html'>Nach einer Wahl ist vieles anders, so auch in Ecuador. Die Regierung hat die Volksabstimmung vor einem guten Monat gewonnen und versucht jetzt, die Punkte umzusetzen. Die Diskussion im Parlament und in den Ausschüssen ist heftig. Aber da kommt noch ein anderes Problem auf Präsident Correa zu. Ein großes Loch im Haushalt dieses Jahres. Allein für Gesundheit um Umwelt fehlen 300 Mio. Dollar. Das Loch soll jetzt durch Steuern gefüllt werden.&lt;br /&gt;   Zuerst die Strompreise. Die Regierung behauptet, dass der Stromsektor staatlich subventioniert wird. Das soll abgeschafft werden. Aber als sozial engagierte Regierung werden die Strompreise gestaffelt angehoben von 8% für die niedrigste Verbraucherklasse  und dann exponentiell ansteigend bis 326 % für die Spitzenverbraucher. Im Klartext kostet die KWH für die einen 4 Cent vom Dollar und für die anderen über 67 Cent. Dass die Industrie diese Preise an die Verbraucher weiter gibt, ist kein Geheimnis. Eine Revolution wird es deswegen nicht geben.&lt;br /&gt;   Zwei heilige Kühe greift die Regierung nicht an: Der massiv subventionierten Gaspreis und die Benzinkosten. Das hat schon vor vielen Jahren einem Präsidenten sein Amt gekostet. Obwohl jeder weiß, dass der Staat Milliarden an Subventionen dafür zahlt, würde das die niedren Einkommensschichten nicht dulden. Sie kaufen die alten Wagen und fahren, bis es nicht mehr weiter geht. Wenn dann auch noch der Sprit viel kostet, wäre das nicht möglich Also sucht der Staat nach neuen Wegen. Und da hat er nach Europa geschaut.&lt;br /&gt;   Wer die Müllhalden Ecuadors sieht, der sieht zum Großteil Plastik, das hierzulande in rauen Mengen verbraucht aber nicht wiederverwertet wird. Die Durchgangsstraßen des Landes sind voller achtlos weggeworfener Flaschen an den Straßenrändern. Jetzt sollen auf jede Plastikflasche 10 Cents Abgaben kommen. Das ist zunächst einmal einfach eine Einnahme. Gedacht ist der Rückkehr zu Glasflaschen mit Pfand, worauf die Industrie aber nicht gerne umstellt. Doch internationale Firmen wie Coca Cola sind längst dabei.&lt;br /&gt;   Eine weitere Gebühr von 2 Cent wird ab 01. Juli auf Plastiktaschen beim Einkaufen erhoben.  Das bedeutet die größte Umstellung für die Menschen hier. Wir sind es gewohnt, dass im Supermarkt jemand meinen Einkauf in Plastiktaschen verstaut. Natürlich dürfen Lebensmittel nicht mit Seife in eine Tüte. An Tüten wird nicht gespart. Dann bringt man uns die Ware bis zum Auto. Wir benutzen die Plastiktaschen als Müllbeutel und noch nie sind uns die ausgegangen. Das wird jetzt anders. Die ersten Supermärkte bieten schon Stoffbeutel zum Kauf an. Werden die Kunden aus Bequemlichkeit den Mehrpreis zahlen?.&lt;br /&gt;   Wir sind gespannt, wie die Ecuatorianer auf die Änderungen ab 1. Juli 2011 reagieren. Die Energiekosten müssen angehoben werden. Den Plastikabfall geht man mit den richtigen Maßnahmen an, aber die heiligen Kühe, die Subvention von Gas und Sprit, werden auch dieses Mal wieder nicht geschlachtet. Und so lange lässt sich auf Dauer auch kein Haushalt wirklich sanieren.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-532766304365268265?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/532766304365268265/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/06/wenn-die-regierung-geld-braucht.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/532766304365268265'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/532766304365268265'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/06/wenn-die-regierung-geld-braucht.html' title='Wenn die Regierung Geld braucht'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3364909128311116924</id><published>2011-06-03T11:42:00.001-07:00</published><updated>2011-06-03T11:44:50.958-07:00</updated><title type='text'>Menschen, die Gott vor uns stellt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/-3nll4Bbo-90/TekrmcVzoRI/AAAAAAAAALU/EkOcvhXnxeI/s1600/Bilder%2B413%2Bklein.bmp"&gt;&lt;img style="float:right; margin:0 0 10px 10px;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/-3nll4Bbo-90/TekrmcVzoRI/AAAAAAAAALU/EkOcvhXnxeI/s200/Bilder%2B413%2Bklein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5614066349936714002" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;  Walter C. ist heute 33 Jahre alt. Er ist zum zweiten Mal bei uns zur Behandlung, die sich wieder einmal im Nachhinein als wesentlich teurer herausstellt als geplant. Er kommt mit seiner Mutter. Beide Oberschenkel waren gebrochen und wurden vor wenigen Monaten nach einem Autounfall in einem anderen Hospital mit Marknägeln versorgt. Aber die Brüche wollen nicht heilen, Der Patient kann sich nach der Erstoperation kaum vor Schmerzen rühren. Solche Knochenmarksnägel sind eigentlich zu schnell Mobilisierung gedacht, doch in diesem Fall weit gefehlt. Auf der einen Seite sind einige Schrauben gebrochen bzw. bedenklich verbogen, also beschließen wir die Seite zuerst zu versorgen. Der Oberschenkelnagel wird entfernt und ist total vereitert. Also muss ein äußerer Fixateur den Knochen festigen. Der Patient geht nach Hause mit der Weisung, dieses Bein nicht zu belasten. 6 Wochen später kehrt er mit einigen cm Verkürzung eben dieses Beines zurück und einer Fehlstellung, weil er die ganze Zeit auf diesem Bein aufgetreten ist. Das andere Bein tat ihm nämlich viel mehr weh. Jetzt haben wir auch den anderen Marknagel entfern - ebenfall vereitert mit einem Keim, bei dem nur ein einziges Antibiotikum wirkt, das wir haben. Jetzt bekommt er 6 Wochen lang ein Antibiotikum verabreicht, das nur zweimal täglich per Vene verabreicht werden kann. Er muss bei uns bleiben und darf nicht nach Hause.Sonst ist sein Leben (und das anderer) in Gefahr. (Für Eingeweihte: ORSA extrem multirestistent.) So bleibt ihm keine andere Wahl als 6 Wochen bei uns zu bleiben.&lt;br /&gt;Warum lässt Gott so etwas zu - Ihn von seiner Familie zu trennen?  Walter hat kein Geld für die lange Behandlung aber wir können ihn so nicht laufen lassen. - Er hat eine Frau und zwei Kinder zu Hause. Was soll das?&lt;br /&gt;  Walter erzählt sein Leben:&lt;br /&gt;  Sein Vater ist Taxifahrer an der Küste, aber interessiert sich nicht für die zwei Kinder. Mit 11 Jahren kommt Walter auf eine andere Schule und eine andere Umgebung und einen „anderen Freundeskreis. Er beginnt mit Stehlen und wird mehrfach erwischt. Er lernt, es besser zu machen und gerät in die Drogenszene. Schließlich landet er wegen Mordes im Knast - 11 Jahre. Danach sieht es nur kurze Zeit besser aus. Es gibt bessere und weniger bessere Zeiten, als er im Oriente Drogen verkauft. Mittlerweile ist er verheiratet und hat zwei Kinder. Die Drogenkonkurrenz fordert ihre Opfer. Und da macht man mit der Konkurrenz kurzen Prozess. Er wird inmitten einer Gruppe von einem PKW bewusst angefahren. Seine Frau leidet heute noch an einer Beckenfraktur mit Blasenruptur und anderen Verletzungen. Sie kann sich mit Gehstützen mühsam bewegen. Er hat "zum Glück" nur beide Oberschenkel gebrochen aber eben mit kostenreichen Komplikationen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   Jetzt erzählt er uns seine wirkliche Geschichte. In seinem Gefängnisaufenthalt in der Hafenstadt Guayaquil kamen Christen ins Gefängnis und hielten Gottesdienste ab, in denen sie zu einer Glaubensentscheidung ermutigten. Er war dabei. Doch das Begonnene verflachte und er begann sich erneut in der Drogenwelt zu engagieren, die den schnellen und sicheren Reichtum verspricht. Dann kam die Ernüchterung. Man wollte ihn schnell beseitigen aber es klappte nicht. Walter weiß: Da hat ihn Gott bewahrt. Jetzt wird jemand einwenden: "Sollen wir Drogendealer etwa noch finanziell begünstigen und von Spendengeldern finanzieren? Wer gibt uns die Garantie, dass er nicht wieder rückfällig wird?" Wir können es nicht. Deswegen müssen wir vielleicht über 6 Wochen einen Menschen begleiten und prüfen, ob es ihm wirklich ernst mit dem Wechsel ist. Eine endgültige Garantie kann ich noch nicht einmal für mich selbst abgeben. Es kann sein, dass die Spendengelder zum Fenster rausgeworfen werden. Aber wir spüren, dass es Walter ernst mit seiner Entscheidung ist und dass er andere spontan anspricht, nicht den Weg der Drogen und des leichten Geldes zu gehen. Er sieht die Menschen, die in Gefahr sind viel eher als wir es könnten. Er lebte in dieser Szene - viele Jahre lang.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3364909128311116924?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3364909128311116924/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/06/menschen-die-gott-vor-uns-stellt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3364909128311116924'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3364909128311116924'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/06/menschen-die-gott-vor-uns-stellt.html' title='Menschen, die Gott vor uns stellt'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-3nll4Bbo-90/TekrmcVzoRI/AAAAAAAAALU/EkOcvhXnxeI/s72-c/Bilder%2B413%2Bklein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2647814130160886580</id><published>2011-05-29T09:56:00.001-07:00</published><updated>2011-05-29T09:57:14.504-07:00</updated><title type='text'>Konflikt an der Küste</title><content type='html'>Der Volksentscheid ist vorüber. An der Küste hat der Präsident seine Wahl gewonnen. Jetzt aber ist die Stimmung unter der meist schwarzen Bevölkerung in den Wäldern an der kolumbianischen Grenze über Nacht umgeschlagen. Das Militär hat die Flüsse um San Lorenzo und Eloy Alfaro besetzt und dem Goldsuchen ein Ende bereitet. Fast 80 Dörfer dieser Umgebung sind davon betroffen. Militär hat die Flussareale besetzt und die Anlagen und Maschinen dort zerstört. Goldsuche ist illegal, es sei denn, die Menschen ordnen sich als Teil der staatlichen Mienengesellschaft unter.&lt;br /&gt;   Gold wird in dieser verlassenen Gegend schon seit dem 18. Jhd. gesucht und gefunden. Damals hatten die Kämpfer der Unabhängigkeit von Spanien in England einen Kredit aufgenommen, um ihre militärische Aufrüstung gegen Spanien zu bezahlen. Sie tilgten den Kredit mit Gold aus der Gegend um San Lorenzo. Doch die Region wurde erst wirklich interessant, als es vom Bergland her eine Zugverbindung dorthin gab. Seit 2004 gibt es zusätzlich eine Straßenverbindung und jetzt ist die Welt dort nicht mehr, wie sie früher war. Der dichte Urwald ist innerhalb weniger Jahre verschwunden und großen Plantagen mit afrikanischer Ölpalme zur Margarineherstellung gewichen. Und an den Flüssen haben sich die Goldsucher breit gemacht. Der Nachnahme MINA ist ein häufiger Name und weist auf die Tätigkeit dieser Menschen seit vielen Jahren hin. Mit der Straße aber kamen noch mehr Menschen und mehr und mehr wurden Maschinen eingesetzt. Um die Flüsse ist aller Wald gerodet und stehen grüne und braune Tümpel in den man mit per Hand, mit Schaufeln und mit Baggern Gold gesucht hat. Das wäre noch nicht so schlimm, würden nicht Quecksilber und Arsen als Trennmittel mit eingesetzt. In den Flüssen gibt es längst keine Fische oder Krebse mehr. Die Arsenspiegel liegen 300-fach über dem Normalen und der Aluminiumspiegel gar bei 400, vom Quecksilber ganz zu schweigen. Für die Bewohner unterhalb dient der Fluss aber als Lieferant für Trinkwasser. Diesem Wildwuchs hat die Regierung vorerst ein Ende gesetzt, just nach dem 24. Mai, einen Nationalfeiertag der entscheidenden Schlacht der Unabhängigkeit von Spanien am Pichincha. Die Menschen um San Lorenzo sind aufgebracht. Sie werfen den Verantwortlichen vor, dass sich der Staat selbst bereichern will. Immerhin ist in den letzten Jahren Gold im Wert von rund 130 Mio. Dollar. Davon ist weder die Region reicher geworden noch hat jemand Steuern gezahlt. Außerdem liegt die Goldausbeute laut Regierung bei den primitiven Bedingungen bei höchstens 55% von dem, was möglich ist. Und bei Razzien wurden auch Waffen gefunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   Was hier abläuft ist zig - fach in der Menschheitsgeschichte geschehen. Da gibt es die Chance, schnell reich zu werden. Das zieht Menschen an. Sie arbeiten hart. Die Natur und andere Menschen interessieren sie nicht. Auch untereinander ist jedem des anderen Feind. Das soziale Miteinander sinkt auf den Nullpunkt. Auseinandersetzungen bis hin zu Morden sind die Konsequenz. Die Naturzerstörung ist nur ein Nebenprodukt. Viele andere sterben früher oder später an Vergiftungen. Da muss Ordnung notfalls mit Gewalt gebracht werden, sonst leiden schließlich alle darunter. Wie die Straßenverbindung zur Nordküste Ecuadors das Land dort verändert hat, davon sind wir selbst Zeugen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2647814130160886580?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2647814130160886580/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/konflikt-der-kuste.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2647814130160886580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2647814130160886580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/konflikt-der-kuste.html' title='Konflikt an der Küste'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8877552174339365603</id><published>2011-05-29T08:39:00.000-07:00</published><updated>2011-05-29T08:42:07.677-07:00</updated><title type='text'>Ein Vorbild</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-eGHBri_6wRE/TeJpM9tlP_I/AAAAAAAAALM/Xnee3nQ7AoY/s1600/Cristobal%2Bklein.bmp"&gt;&lt;img style="float:left; margin:0 10px 10px 0;cursor:pointer; cursor:hand;width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-eGHBri_6wRE/TeJpM9tlP_I/AAAAAAAAALM/Xnee3nQ7AoY/s200/Cristobal%2Bklein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5612163757102153714" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;Vor mit sitzt ein kranker Mann. Er ist erst 48 aber sichtbar geschwächt. Der Diabetes läßt ihn alt aussehen. Als ich ihn das erst Mal sah, war er noch muskulös und kräftig, auch wenn sein Leben damals am seidenen Faden hing. Nach einem Motorradunfall hatte er innere Blutungen und Verletzungen. Er war notfallmäßig versorgt worden und kam dann zu uns ins Hospital zu weiteren Operationen. Eine große Narbe über den Bauch von oben bis unter zeugt heute noch davon. Das hat er überstanden. Doch sein Diabetes, den er seit 4 Jahren kennt, hat sich in der letzten Zeit verschlechtert. Wir fragen nach der Ursache. Was hat sich in seinem Leben geändert, das ihn aus der Bahn geworfen hat? Es sind die Angriffe auf seine Familie.&lt;br /&gt;Cristobal W. ist Shuarindianer aus dem Süden des ecuatorianischen Urwaldes nahe der peruanischen Grenze. Er kam vor vielen Jahren durch Missionare zum Glauben, ließ sich ausbilden und ist seit vielen Jahren Pastor eine wachsenden Gemeinde bei Taisha. Er liebt es, sich um seine Leute zu kümmern und man spürt ihm die Begeisterung trotz Krankheit noch ab. Aber so eine Gemeinde im Urwald hat auch ihre Anfechtungen. Da sind die Schamanen und ihr Zauber, den sie auf Menschen legen können. Menschen werden verunsichert und versuchen sich zu schützen. Da zu einem fröhlichen Leben im Alltag zu gelangen, fällt vielen Menschen heute noch schwer, denn die Bedrohung ist allgegenwärtig und die Gefahr ist groß, wieder in das alte Leben zurück zu fallen und sich mit einem Gegenzauber zu schützen. Viele Gemeindemitglieder leben da nach wie vor noch in zwei Welten, der alten und der neuen.&lt;br /&gt;   Und da ist die kath. Kirche, die zunehmend Mitglieder verliert. In dieser Region Ecuador ist sie die Amtkirche, die mit viel Vermischung mit der Zauberkraft und Heiligenkulten bisher das Sagen hatte. Jetzt laufen auch ihr im Zuge der Säkularisierung die Menschen weg. Also sind die "Evangelischen" die Schuldigen. Ein Priester rief zu Gegenmaßnahmen gegen Cristobal und seine Gemeinde auf. Er soll entfernte Verwandte des Pastors bezahlt haben. Jedenfalls überfielen sie seine 13-jährige Tochter, vergewaltigten sie. Mit vielen Verletzungen, u.a. eine, Unterkieferbruch wurde sie notfallmäßig nach Quito geflogen und dort operiert. Sie hat es überstanden, aber den Vater hat diese Tatsache tief getroffen. "Da hast Du wohl ein bisschen übertrieben, dass das der Priester angezettelt haben soll", werfe ich ein. Nein, sagt er. Diese Vergewaltiger seien heute rechtskräftig verurteilt und im Gefängnis und der Priester geflohen. Das sagt doch alles!&lt;br /&gt;Wie finanziert sich eigentlich so eine Gemeinde im Urwald? Man hat ihm als Pastor ein Gehalt angeboten. Doch das hat er abgelehnt. Dann wäre er abhängig. Nein, Cristobal W. hat seine Chagra, sein Feld, wie alle anderen, hat eine kleine Hühnerzucht und baut Ananas an, die er verkauft. Davon lebt er. Aber er hat sich sehr über seine Gemeinde gefreut, die ihm bei den Unkosten für seine Tochter geholfen hat. Die Behandlung in staatlichen Krankenhäusern ist zwar vielfach kostenfrei, aber da müssen ein Implantat, Utensilien für die Operation gekauft werden und die Begleitpersonen brauchen Unterkunft und Verpflegung. Dabei hat die Gemeinde nach Kräften geholfen.&lt;br /&gt;   Für mich ist das ein leuchtendes Beispiel, wie Kirche lebt. Es ist keine Amtskirche. Sollten wir nicht auch wieder zu solch einem Kirchenmodel kommen, das dem biblischen viel näher kommt? Aber es rückt auch den persönlichen Einsatz an erste Stelle. Nicht umsonst ist der Bitzucker von Cristobal W. durcheinander geraten. Ich schäme mich da als Missionar schon ein wenig. Welch gute soziale und gesundheitliche Absicherung habe ich doch im Gegensatz zu ihm. Ist vielleicht deswegen unser Zeugnis zu lau?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8877552174339365603?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8877552174339365603/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/ein-vorbild.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8877552174339365603'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8877552174339365603'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/ein-vorbild.html' title='Ein Vorbild'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-eGHBri_6wRE/TeJpM9tlP_I/AAAAAAAAALM/Xnee3nQ7AoY/s72-c/Cristobal%2Bklein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5951091393559916716</id><published>2011-05-23T04:00:00.001-07:00</published><updated>2011-05-23T04:01:44.332-07:00</updated><title type='text'>Der Strohhut</title><content type='html'>Wer kennt ihn nicht, den Strohhut, der vor gut 100 Jahren vor allem in Nordamerika zum Alltag gehörte, vor allem im Sommer. Buster Keaton ging in seinen Filmen selten ohne ihn. Dieser Hut heißt weltweit auch Panamahut und kommt doch aus Ecuador. Wie denn das? Nun, die Waren, die vor 100 Jahren und früher in die USA gingen, mussten die Menschen der Ostküste um New York erreichen. Sie kamen per Schiff nach Zentralamerika wurden vom Pazifik in die Karibik gebracht und dort per Schiff nach Nordamerika oder Europa verschifft. Die Schiffe kamen also aus Panama. Daher der Name. Der Panamakanal ist eine spätere Einrichtung. Da war der Name des Hutes schon festgelegt.&lt;br /&gt;   Grundlage sind die Blätter die Toquillapalme. Die besten Blätter dafür kommen von der Küste, aber auch einige aus dem östlichen Tiefland Ecuadors. Die langen Fasern werden herausgeschält. Sie müssen lang sein, dürfen nicht brechen. Das bedeutet, dass wie während des gesamten Prozesses leicht feucht gehalten werden müssen. Wenn eine Faser während des Flechtens reißt, ist alles verloren. Der Hut ist zunächst ein kreisrundes Gebilde, das an den Enden vernäht wird.  Dann beginnt ein langer Prozess der Formung. Früher wurde das mit Kohlebügeleisen gemacht und verschiedenen Formen. Da gab es Kopfformen aus Marmor, aus Metall und aus Gummi, über denen in den verschiedenen Größen der Hut mit Dampf eine Größe und Form erhielt - eine  Damenhut mit größerem Rand oder ein Männerhut je nach Größe und Mode. Dann muss das Material weich geklopft werden, denn der Hut sollte geschmeidig werden und darf nicht kratzen. Am Schluss erhält er innen in der Spitze ein Brandzeichen wir es früher bei Rindern üblich war. In einer Balsaholzschachtel verpackt geht er dann in den Laden, hier in Ecuador zwischen 10 und gut 100 Dollar, je nach Qualität der Fasern und Feinheit des Knüpfens.&lt;br /&gt;    Bis heute gibt es dafür keine Maschinen. Alles ist Handarbeit und da gibt es geschicktere und weniger begabte Frauen. Inzwischen werden auch Fasern gefärbt uns diese Farben mit eingeflochten. Während des gesamten Prozesses darf die Faser nicht verschmutzt werden. Zeitweise hat man deswegen die Hüte mit Schwefel behandelt. Doch das lässt man heute sein. Der Schwefel hat beim Waschen den Flüsse verseucht und führt zu allergischen Reaktionen beim Benutzer. Aber alles Bügeln und Formen wird immer mit Lederschutz und Wasserdampf durchgeführt, nie direkt, um keine Brandspuren auf der weißen Faser zu hinterlassen.&lt;br /&gt;    Heute ist die Panamahutherstellung eine einträgliche Tätigkeit der südlichen Sierra Ecuadors um Cuenca herum. Frauen auf den Dörfern darum herum erhalten das Rohmaterial aus der Küste. In ein bis 3 Tagen Arbeit ist so eine Hutscheibe fertig geknüpft und wie ein sehr feiner Zopf geknotet. Dann geht es in die weitere Verarbeitung mir sehr wenigen Ausfällen. Dann geht der Hut in die hiesigen Touristenmärkte oder ins Ausland, ein dauerhaftes und leichtes Bekleidungsstück - der Panamahut - hand-made in Ecuador.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5951091393559916716?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5951091393559916716/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/der-strohhut.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5951091393559916716'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5951091393559916716'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/der-strohhut.html' title='Der Strohhut'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-4281234488149895381</id><published>2011-05-23T03:58:00.000-07:00</published><updated>2011-05-23T03:59:51.298-07:00</updated><title type='text'>Kulturunterschiede</title><content type='html'>Wir arbeiten in einer Gemeinde im Osten Ecuadors unter Quichuaindianern. Und diese Gemeinde in Mondayacu ist alles andere als stabil. Sie hängt am Tropf der Hilfe von Ausländern und der Heimatgemeinde in Quito. Heute haben wir wieder einmal einen Einblick in die Unterschiede der Kultur nehmen können. Wir kamen pünktlich zum Gottesdienst um 7.30 die drei Stunden aus Quito angereist - kein Mensch außer uns und unserem ecuatorianischen  Missionar aus Quito. Eine Stunde später kam ein einziges älteres Ehepaar und wir sprachen noch einmal über die Ereignisse der letzten Nacht in diesem Dorf. Ein 24-Jähriger war am Abend zuvor bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen und das ändert alles. Er hatte zusammen mit seinen Freunden getrunken und war weggefahren, um mehr Alkohol zu besorgen. Seinen Helm hatte er nicht festgeschnallt und war mit einem Pferd zusammen gestoßen. Der Helm flog weg. Er erlitt eine offene Schädelverletzung. Das nahe Hospital schickte ihn nach Quito aber er verstarb schon auf dem Weg. Man brachte den Leichnam ins Dorf zurück. Es begann die Trauerfeierlichkeit:&lt;br /&gt;   Paul Ch., unser Missionar war bei den jungen Leuten, um sie zu trösten und mit ihnen zu sprechen. Aber das kam überhaupt nicht an. Sie waren weiter mit Trinken und Kartenspielen beschäftigt und es schien ihnen überhaupt nichts auszumachen. Da ist eben einer weniger. Das kann jedem von uns jeden Moment passieren. Das Leben geht weiter. Dabei ist sicher viel Fassade davor, aber sie ließen keinen von außen heran.&lt;br /&gt;      Innerhalb kürzester Zeit war ein Sarg da, der Tote aufgebahrt. Seine Familie darumherum und das ganze Dorf kam. Wie von Zauberhand wurde Essen und Kaffee serviert. Trauern ist in dieser Gemeinschaft etwas, was man in der Gemeinschaft tut. Ab Mitternacht gingen dann die Schnapsflaschen rum. Die letzten unserer Gemeinde gingen um 4.00 morgens. Heute kamen außer den Alten keiner in den Gottesdienst. Etwas anderes war viel wichtiger. Ob da jemand aus weiter Entfernung für einen Gottesdienst angereist kommt, interessiert nicht mehr.&lt;br /&gt;    Nach Gebet und langen Gesprächen über die weitere Missionsarbeit tut es dem alten Ehepaar auch weh, dass die Gemeinde nicht stabiler wird. Auch sie suchen nach Wegen, die Jugend zu erreichen. Sie sind machtlos. Die nächsten Generationen gehen ihren eigenen Weg. Da ist die Tochter, die mit einem noch anderweitig verheirateten Mann im gleichen Haus zusammen lebt. Da ist der Enkel, der immer noch an Mutters Schürzenbendel hängt und sich von ihr verköstigen lässt. Er arbeitet zwar, lässt sich aber von seiner Mutter finanziell versorgen und wohnt mit 24 Jahren noch im gleichen Haus. Sein Geld behält er größtenteils für sich. Jetzt eröffnet er der Familie, dass er seit einiger Zeit eine 20 - jährige Freundin hat, die seit Neuestem mit ihm in sein Zimmer lebt. Die hat noch 2 Jahre bis zum Schulabschluss. Ihre Familie scheint froh zu sein, dass sie eine so gute Partie macht und gibt sie frei. Noch ein Esser mehr am Tisch einer Patch-Work-Familie. Und über´s Jahr wird da auch noch ein Kind sein.....&lt;br /&gt;    Heute waren wir im Dorfgemeinschaftshaus, um der Trauerfamilie zu kondolieren. Der Raum war voll von Menschen, die Karten spielten und denen unsere Unterbrechung des Begrüßens eher peinlich war. Die Männer waren draußen. Es wurde weiter Essen vorbereitet. So eine Trauerzeremonie dauert manchlam mehr asl 24 Std.&lt;br /&gt;    Das ist die Realität der Missionsarbeit in Ecuador. Es zeigt uns an, dass wir die Kultur nicht verstanden haben. Hier sind Menschen, denen wir seit vielen Jahren das Evangelium der Befreiung von Schuld und Sünde verkündigen. Es kam nicht an. Sieht denn so NEUES LEBEN aus? Ich habe gerade die Nachrichten der Deutschen Botschaft Quito gelesen und die Erfolge der mannigfaltigen dt. Aktivitäten im Land. Unser Ergebnis sieht dagegen mehr als mager aus. Das sind die Tiefen, durch die wir als Missionare gehen. Doch wir sind hier als Botschafter eines Höheren, auch wenn es alles andere als siegreich aussieht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-4281234488149895381?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/4281234488149895381/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/kulturunterschiede.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4281234488149895381'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4281234488149895381'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/kulturunterschiede.html' title='Kulturunterschiede'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8656196709537979162</id><published>2011-05-16T03:54:00.000-07:00</published><updated>2011-05-16T03:57:26.082-07:00</updated><title type='text'>Erfolg oder Misserfolg der Missionsarbeit</title><content type='html'>Jede Arbeit muss gelegentlich einmal überprüft werden. Ist sie eigentlich sinnvoll, was kann man verbessern? Rechtfertigt das Ergebnis den Aufwand? So geht es auch den Missionaren. Für uns ist unsere Indianergemeinde in Mondayacu so ein Prüfstein, denn wir sehen viele Hindernisse und keinen wirklichen Erfolg. Das bringt uns zum Nachdenken und Prüfen, was wir alle 6 Monate tun.&lt;br /&gt;  Missionsarbeit auch in Lateinamerika ist meist ein steiniger Weg. Die meisten Missionare kommen mit ihrem Beruf als Krankenschwestern, Ärzte, Ingenieure und die meiste Zeit verbringen sie mit der Arbeit als Spezialisten. Für den geistlichen Dienst ist da oft wenig Zeit. Er beschränkt sich auf einen Bibelabend pro Woche und in einige Mitarbeit in einer Kirchengemeinde. Die Gefahr liegt darin, sich hinter seinem Beruf zu verstecken. Dort kann man von "Erfolgen" berichten. Und es ist ja auch etwas, ein Menschenleben zu retten, Menschen wieder neue Hoffnung zu geben. Aber was ist ein wirklich nachhaltiger Erfolg? Der Patient geht nach Hause, das Wasserprojekt hat sauberes Trinkwasser ins Dorf gebracht, die Kindersterblichkeit geht zurück - alles wichtig - aber dann geht das Leben oft wieder seinen gewohnten Gang. Was hat sich wirklich geändert. Sicher ist, dass unsere Spender etwas hören und lesen wollen, keine aufgebauschten Geschichten. Solche Arbeitsberichte kommen gut an. Wir als Missionare stehen unter einem gewissen Erfolgszwang - also müssen solche Erlebnisse herhalten. Vor wenigen Monaten haben wir einer 12-Jährigen mit Beinamputation für fast $ 2.000 Spendengeldern zu einer Prothese verholfen. Sie waren in einer Gemeinde engagiert. Vier Wochen danach ist die ganze Familie "unbekannt verzogen", ohne auch nur ein Dankeschön. Sie werden sicher eines Tages wieder zurück kehren - wenn die Prothese reparaturbedürftig ist.&lt;br /&gt;Eine andere Gruppe von Menschen wagen einen Glaubensschritt und sie landen schließlich als Mitglieder in einer Gemeinde. Dann kommen sie oft lange Zeit in die Gottesdienste, aber Jahre später merkt man, dass das Evangelium ihren Lebensstil nicht geändert hat. Sie müssen nach wie vor jedes Mal von Grund auf gefüttert werden. Bis zu einem gewissen Punkt lassen sie sich in Aktivitäten einbinden aber in ihrem Leben ändert sich wenig. Die Kultur, in der sie leben, ist stärker als die Kraft des Evangeliums. Paulus beschreibt das in einem Bild: Sie sind Säuglinge geblieben, die nur nach Milch statt nach fester Nahrung verlangen.&lt;br /&gt;  Andere sind von der Gemeinde fasziniert, lassen sich einbinden, sind aktiv dabei, geben Zeit, Kraft, Geld und Ideen in die Arbeit, aber zu einem geistlichen Durchbruch kommt es nur hier und da. Die Aktivitäten sind wichtig, doch wehe, wenn sie enttäuscht werden oder gar mit anderen Mitarbeitern in Konflikt geraten. Dann verteidigen sie "ihr Königreich", verlassen wutentbrand die Gemeinde, spalten sich ab. Konflikte werden nicht ausgetragen, sondern unter den Teppich gekehrt.&lt;br /&gt;  Und dann gibt es die vom Evangelium erfasst werden und es in ihrem Herzen aufnehmen. In unserer Arbeit sind es nicht 1 Prozent der Menschen, die Jesus als ihren Herrn annehmen, die davon umgetrieben werden, die es weitergeben, die nach geistlicher Nahrung suchen, Bücher lesen, Das Wort Gottes verschlingen und nach mehr fragen. Oft sind sie mit ihrer Kirche und den seichten Predigten unzufrieden. Sie wollen mehr.&lt;br /&gt;  Jesus selbst hat seine Jünger darauf vorbereitet. Im Gleichnis vom 4-fachen Ackerfeld hat es sie gewarnt, dass nur ein kleiner Teil ihrer Aussaat gute Früchte bringt. Doch auch wir Missionare brauchen Erfolge, als berichten wir oft von den scheinbaren Erfolgen unseres Berufes und vergessen sehr schnell die wirkliche geistliche Arbeit. Aber die wenigen, oft unscheinbaren "Erfolge" - Menschen, deren Denken durch die Begegnung mit Jesus verändert wurde, können eine ganze Nation umkrempeln.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und übrigens: Correa hat die Volksabstimmung gewonnen, aber äußerst knapp.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8656196709537979162?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8656196709537979162/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/erfolg-oder-misserfolg-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8656196709537979162'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8656196709537979162'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/erfolg-oder-misserfolg-der.html' title='Erfolg oder Misserfolg der Missionsarbeit'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3003007794975678684</id><published>2011-05-09T20:01:00.001-07:00</published><updated>2011-05-09T20:01:57.500-07:00</updated><title type='text'>Wahlkrimi in Ecuador</title><content type='html'>Bis diese Nachrichten Sie erreichen, dürften wir in Ecuador schon etwas schlauer sein. Aber die offizielle Zählung läuft noch. Der Volksentscheid steht auf des Messers Schneide. Präsident Rafael Correa hat wieder einmal das Volk an die Urnen beordert, denn in Ecuador herrscht Wahlpflicht. Was er im Parlamente nicht durchbekam, sollte nun das Volk absegnen. 10 wichtige Fragen zur Justizreform, Pressefreiheit, Verbot von Spielkasinos sowie Stier - und Hahnenkampf... ein bunt gewürfeltes Programm. Dabei hatte Correa schon im Vorfeld viele Verbündete verloren. Verschiedene wichtige Mitglieder seiner eigenen Partei sind auf die Seite der Gegner übergegangen. Sein eigener Bruder lief mit einem T-Shirt mit der Aufschrift: "Diesmal NEIN, lieber Bruder!" vor laufende Kameras. Seit ca. 6 Wochen ruhte jegliche politische Aktivität, war Wahlkampf angesagt. Rein "zufällig" wurden die Gehälter der Militärs und Polizei 2 Tage vor der Wahl um 10% angehoben. Beide Gruppen dürfen seit der neuen Verfassung nun auch wählen. Correa war in den Tagen vor der Wahl täglich eine Stunde über Radio zu hören.&lt;br /&gt;    Und dann kam der Wahltag. Die Regierung hatte für $ 350 000,- "exit poll" engagiert, eine Meinungsforschungsinstitut, das ihnen eine Stunde nach der Wahl das endgültige Ergebnis auf 3% Genauigkeit versprach. Und so kamen die ersten Ergebnisse. Die Regierungspartei hatte demzufolge mit ihrem JA zwischen 61 und 64% gewonnen. Der Präsident sonnte sich im Erfolg und ließ sich kleine Seitenhiebe auf die Gegner nicht nehmen. Es wurde gefeiert. Wieder ein Sieg für den überaus erfolgreichen Rafael Correa!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;    Doch bei 10 verschieden Fragen dauert das Gesamtergebnis einige Zeit. Die staatliche Wahlkommission zählt weiter jeden einzelnen Stimmbezirk nach und das Ergebnis kann man im Internet nachlesen. Es ändert sich stündlich. Ecuador hat 24 Provinzen. Die Hälfte davon hat mehrheitlich NEIN gestimmt, bei der anderen Hälfte scheint das JA zu siegen, doch in kaum einer Frage wird die 50 % Zustimmung auf Landesebene erreicht. Dazu muss man das hiesige Wahlrecht ein wenig näher erläutern. Normalerweise werden Personen gewählt. Daneben gibt es aber die Möglichkeit, seinen Stimmzettel ohne Ankreuzen abzugeben, sogenannte weiße Stimmen. Sie werden normalerweise nachträglich dem Sieger zugeschrieben. Dieses Mal aber nicht. Und dann noch die ungültigen Stimmen. Bei der jetzigen Abstimmung machen weiße und ungültige Stimmen zusammen bis zu 15% aus, so dass zwischen den JA - und NEIN - Stimmen oft eine große Lücke klafft.&lt;br /&gt;Nach Auszählung von über 40% der gesamten Stimmen zeigt sich folgendes Bild: Die Küste und Quito sowie der Norden der Sierra, also die bevölkerungsreichsten Provinzen stimmen für die Regierung. Der Großteil der Indios des Hochlandes und der geschlossene Oriente, das östliche Tiefland, sind dagegen. Das JA wird gewinnen, darüber sind sich alle im Klaren, aber es wird ein JA mit viel weniger als der Hälfte der Stimmen der Bevölkerung sein.&lt;br /&gt;    Für Präsident Correa ist das ein Wahlschlappe. Das wird sich auch das Parlament stärken. Die befürchtete Alleinherrschaft mit großen Mehrheiten und die befürchtete Diktatur durch die neue Machtbefugnis sind nicht zu erwarten. Über die Konsequenzen können wir nur spekulieren, aber die Zeit der großen Töne und verbale Verhöhnung der Gegner dürfte dem Populisten jetzt schwerer fallen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3003007794975678684?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3003007794975678684/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/wahlkrimi-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3003007794975678684'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3003007794975678684'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/05/wahlkrimi-in-ecuador.html' title='Wahlkrimi in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-95761732143606278</id><published>2011-04-25T16:14:00.001-07:00</published><updated>2011-04-25T16:15:08.175-07:00</updated><title type='text'>Die Welt rückt zusammen</title><content type='html'>Amerika ist derzeit der Kontinent mit den wenigsten Problemen. Wir haben keine großen Flüchlingsströme zu bewältigen, keine nennenswerten Kriege zu verzeichnen. Die Wirtschaft der meisten Staaten wächst, der Tourismus blüht. Man könnte zufrieden sein. Doch der Schein trügt, wie vorletzte Woche deutlich wurde, als 66 Personen aus dem Nahen und Mittleren Osten in Quito festgenommen wurden. Auf einmal wird deutlich, dass der Frieden in Ecuador schamlos ausgenutzt wurde. Da ist zunächst die Drogenmafia - eigentlich nichts Neues. Wir wissen, dass der Großteil der Drogen nach Nordamerika gehen, der Löwenanteil über Zentralamerika und Mexiko in  die USA und ein wenig auch nach Kanada. Ein kleinerer Teil nimmt den Weg über Florida. Doch der nordamerikanische Markt boomt nicht mehr so. Zunehmend ist Europa Abnehmer der Ware. Die geht per Schiff direkt nach Europa aber auch zunehmend über Westafrika, neuerdings auch über den Umweg Südafrika. Was viele Jahre vorher mit Drogenkurieren angefangen hat in verschluckten Kapseln im Darm oder im Koffer mit doppeltem Boden per Flugzeug transportiert, läuft heute in großen Mengen über Schiffe, was dann am Zielort auf kleine Fischerboote verladen wird. Sogar kleine U-Boote sind im Einsatz, die große Flüsse hinauffahren können, also Grenzlinien ungesehen durchfahren.&lt;br /&gt;    Seit einigen Jahren öffnet sich ein neuer Markt. Und der fängt genauso wie früher der Transport per Reisende an: Wiederholt wurden auf den Flughäfen Ecuadors oder den Ankunftshäfen im Mittlerer Osten Drogenkuriere, Mulas genannt, mit über 10 kg Kokain festgenommen. Neu dabei ist, dass diese manchmal mit militanten Gruppierungen wie der Hisbolla im Libanon in Verbindung stehen. Bei der letzten Gruppe Verhafteter waren angeblich sogar per Interpol gesuchte 6 El Kaida Mitarbeiter dabei, die sofort und stillschweigend an die USA ausgeliefert wurden. Aber darüber wird hier nicht so richtig klar berichtet. Die Regierung, in ihren derzeitigen Problemen mit der nordamerikanischen Regierung will hier kein großes Aufhebens machen.&lt;br /&gt;    Die neue Verfassung Ecuadors hat viele Gefangene vorzeitige Hafterleichterung gebracht. Die "Mulas", die Drogenkuriere, die oft relativ leichtsinnig auf solche gewinnbringenden Geschäfte reingefallen sind, wurden statt mit 8 Jahren Gefängnis oft schon nach 2 Jahren freigelassen. Von 2300 Freigelassenen sind 160 rückfällig geworden. Das sind aber nicht die internationalen Gefangenen, die vorzeitig abgeschoben wurden. Es ist der Markt, der sich verschiebt und es ist eine Frage der Zeit, wann U - Boot mit Kokain auch in der arabischen Welt landen. Die neue Freiheit in einigen dieser Länder macht es möglich, auch "modern" zu leben.     Die Verbindung zu terroristischen Gruppierungen bereitet Ecuador allerdings Sorgen, denn auch die Produktion verlagert sich. Der Anteil Kolumbiens beim Kokain ging auf ca. 42 % zurück. Peru wird derzeit als Anbauungsstandort für Coca wichtiger (ca 38%). Bolivien ebenfalls (ca 20%). Ecuador ist als Anbauland unwichtig, aber Durchgangsstation, ob aus Süden, ob aus Norden. Wer wird demnächst Einfluss in Ecuador suchen? Lateinamerika kann sich der internationalen Einbindung nicht entziehen. Die Insel der Seeligen oder Unschuldigen gibt es schon lange nicht mehr auf unserem Planeten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-95761732143606278?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/95761732143606278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/04/die-welt-ruckt-zusammen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/95761732143606278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/95761732143606278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/04/die-welt-ruckt-zusammen.html' title='Die Welt rückt zusammen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-354715577117658942</id><published>2011-04-16T19:39:00.000-07:00</published><updated>2011-04-16T19:40:50.245-07:00</updated><title type='text'>Der Mais</title><content type='html'>Derzeit ist in den meisten Teilen Ecuadors de Maisernte in vollem Gang, pünktlich zur Karwoche, wo es traditionsgemäß die FANESCA zu essen gibt, eine dickflüssige Suppe aus 12 Körnern; die mit gesalzenem Trockenfisch serviert wird. Um diese Fanesca zu kochen braucht man so viele Zutaten, dass es sich nicht lohnt, für eine einzelne Familie zu kochen. Diese Suppe wird in großen Töpfen zubereitet und man lädt dazu eine große Schar ein. Fanesca ist ein Gemeinschaftserlebnis. Der Mais ist darin das Zentrum, weil wir für die Fanesca verschiedenen Maissorten brauchen.&lt;br /&gt;Amerika ist die Heimat des Mais, den es natürlich mittlerweile in aller Welt gibt. In Ecuador kennen wir derzeit mehrere Maissorten. Da ist der MIZHCA in relativ unangeordnete Kornfolge. Dieser Mais wächst im Hochland von über 2000 m Höhe. Er wird heutzutage, wenn er reif ist, zu Mehl und Tierfutter verarbeitet. Was früher geerntet wird, geht als CHOCLO auf den Markt, Maiskolben, die gekocht mit Salz und Käse gegessen werden, aber auch geröstet am Straßenrand angeboten werden.&lt;br /&gt;Der ZHIMA wächst mehr im Süden des Hochlandes,. wo es trockener, aber wärmer ist. Man lässt ihn selten ganz reif werden. Diesen fast weißen Mais isst man wie in Deutschland Nudeln oder Kartoffeln zu den typischen Speisen. Dann gibt es den GUAGAL, der nur in feuchten Gebieten um den Chimborazo herum wächst, ein weißer Mais mit besonders großen Körnern. Er ist gut für die Herstellung von Maismehl. Die Sorte BLANCO BANDITO ist etwas kleiner, wächst aber mehr in höheren Regionen des Hochlandes. CHAUCHO ist die Maissorte, die mehr im Norden an der kalten kolumbianischen Grenze gedeiht. Diese Maissorte hat rötliche mit weißen Körnern gemischt, die aber streng in Reihen angeordnet sind.&lt;br /&gt;Dann geht es über zum farbigen Mais. Iniap 555i ist ein Hybrid mit rötlichen und kleinen Körnern. Er eignet sich als Tierfutter, weil er nicht geschrotet werden muss. Und da ist der viel seltenere RACIMO DE UVA, zu Deutsch "Weintraube", eine blaue Maissorte, die selten gegessen wird. Sie wird fast ausschließlich exportiert und dient zur Färbung von Textilien. Dieser Mais wird an manchen Orten des Landes zur Herstellung der Colada Morada benutzt, einem leckeren süßen, dickflüssigen Getränk in der Zeit um Anfang November an Allerheiligen. In den Märkten ist er ansonsten fast nie anzutreffen.&lt;br /&gt;Diese Auswahl ist nur ein Teil der Maissorten Ecuadors. Da wäre der MOROCHO und die vielen anderen Maissorten des Tieflandes zu erwähnen. Aber bei allem Mais im Essen in Ecuador: 80% der Ernte von reifem Mais landen im Vogelfutter zu allermeist für die Hühnerfarmen. 15% dient den Krabben als Nahrung, denn Ecuador ist der Welt zweitgrößter Krabben Exporteur. Und die letzten 5% sind Rinder-Kraft-Futter bestimmt.&lt;br /&gt;Und es bewahrheitet sich wieder einmal die moderne Tendenz für landwirtschaftliche Produkte. Die meisten Pflanzenprodukte landen letztlich in unserem Fleisch, manchmal auch im Sprit fürs Autos. Direkt essen wir meist nur noch die Leckerbissen der Landwirtschaft.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-354715577117658942?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/354715577117658942/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/04/der-mais.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/354715577117658942'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/354715577117658942'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/04/der-mais.html' title='Der Mais'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-847701701687523239</id><published>2011-04-10T18:34:00.000-07:00</published><updated>2011-04-10T18:35:27.636-07:00</updated><title type='text'>Eiszeit zwischen USA und Ecuador</title><content type='html'>Wikileaks hat wieder einmal zugeschlagen und seitdem sind die diplomatischen Beziehung Ecuadors zu den USA eingefroren. Die us-amerikanische Botschafterin in Quito, Heather Hodges wurde zu "persona non grata" erklärt und aufgefordert, das Land zu verlassen. Das war wie ein Paukenschlag. Die spanische Zeitung EL PAÍS hatte eine Meldung von Wikileaks veröffentlicht, in der eine Depesche der us-amerikanischen Botschaft an die Zentrale in Washington abgefangen wurde. Dort soll die Botschaft den ehemaligen Polizeigeneral in Quito als korrupt bezeichnet haben. Staatspräsident Correa wüsste davon, duldete aber einen korrupten Polizeichef, den er dann besser manipulieren könne. Nicht Ecuador hat die Meldung bei Wikileaks entdeckt, sondern eine ausländische Zeitung. Daraufhin wurde die Botschafterin zum ecuatorianischen Kanzel bestellt. Dort nahm sie kein Wort zurück, sondern sagte nur, dass sie sich zu gestohlenen Meldung nicht äußern würde. Das war der Regierung nicht genug und sie wurde aufgefordert, das Land zu verlassen.&lt;br /&gt;Interessant waren die Einzelheiten der hohen Diplomatie: Ecuador reagierte auf einen Zeitungsmeldung und wartete auf eine Entschuldigung oder Berichtigung. Die kam nicht. Also ist die Depesche wohl richtig. Andererseits wird der Botschafterin Datum der Abreise vorgeschrieben und ausdrücklich erwähnt, dass es sich um eine persönliche Angelegenheit handelt, die die Beziehungen zu den USA nicht stören soll. Doch in Wirklichkeit sind die Beziehungen zu den USA schon lange nicht mehr gut und jetzt auf dem absoluten Nullpunkt.&lt;br /&gt;    Mit der Regierung Correa wurde die US-Militärbase zur Aufklärung der Drogentransporte geschlossen. Die USA arbeiten jetzt verstärkt in Kolumbien. Dann hat Kolumbien ein Lager der Untergrundorganisation FARC 3 km auf ecuatorianischem Boden angegriffen und die Rebellen samt ihrem Chef getötet. Die Ortung erfolgte mit Hilfe der USA. Es führte zu einen tiefen Verstimmung zwischen Kolumbien und Ecuador, die heute noch nicht überwunden sind. Die USA helfen Ecuador seit Jahren bei der Ausbildung der Militärs und Polizei. Deswegen haben sie auch interne Einblicke in deren Strukturen. Das ist der Regierung nicht recht. Da sind sicher auch Personalentscheidungen getroffen worden, die wiederum die USA stören.&lt;br /&gt;    Man fragt sich jetzt, warum Ecuador so hart auf eine nicht offizielle Meldung reagiert. Viele Stimmen auch aus der eigenen Partei des Präsidenten weisen auf vielen andere Meldungen von Wikileaks über Politiker aus Lateinamerika hin, die jedermann im Internet nachlesen kann und die solche Politiker noch ganz anders persönlich diffamieren und doch gab es keine diplomatischen Aktionen. Die einzige Erklärung ist, dass die Regierung übersensibel und diplomatisch unerfahren ist. Sie hat am nächsten Tag reagiert und ohne eine klare Taktik. Einen Streit gleich auf der höchsten Ebene auszufechten, gibt dann keine Möglichkeit für geeignete Maßnahmen. Der Streit ist längst keine Kleinigkeit zwischen Ecuador und einer Frau, die zufällig Botschafterin ist. Es ist ein Streit mit dem wichtigsten wirtschaftlichen Partner. Und da sollte man vorsichtig sein. Ich sehe bei Ecuadors Regierung eine ähnliche Haltung wie bei Hugo Chavez in Ecuador. Ist er persönlich beleidigt worden, lässt er Militär an der Grenze zu Kolumbien auffahren und droht mit einem Militärschlag. Der Verlierer ist er dann selbst. Ecuador ist mit solchen Maßnahmen auf dem besten Weg zur selbst gewählten Isolierung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-847701701687523239?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/847701701687523239/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/04/eiszeit-zwischen-usa-und-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/847701701687523239'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/847701701687523239'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/04/eiszeit-zwischen-usa-und-ecuador.html' title='Eiszeit zwischen USA und Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2694308687195664804</id><published>2011-03-30T17:10:00.000-07:00</published><updated>2011-03-30T17:16:54.501-07:00</updated><title type='text'>Marco und sein Spielzeug</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/-sucAB8FOOhk/TZPH6pgmafI/AAAAAAAAALE/CjvOW4U6Qww/s1600/Bilder%2B351%2Bklein.JPG"&gt;&lt;img style="float: left; margin: 0pt 10px 10px 0pt; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/-sucAB8FOOhk/TZPH6pgmafI/AAAAAAAAALE/CjvOW4U6Qww/s200/Bilder%2B351%2Bklein.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5590031372885846514" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Mitten während eines Gewitters ein weiterer Donnerschlag, wenn auch etwas anders. 10 Minuten später lautes Geschrei am Hospitaleingang. Eine kreischende Mutter bringt ihren 7-jährigen Sohn im Schockzustand zur Notfallaufnahme. Von beiden Händen gibt es nur noch wenige Reste und das Kind ist blutüberströmt. Wir ziehen alle Register. Beiden Lungen sind kollabiert und bluten. Das Gesicht, der Hals und der Brustkorb zeigen tiefe Wunden, der Brustkorb ist offen und blutet aus großen Gefäßen und beide Augen sind durchlöchert.&lt;br /&gt;Der Junge hat eine Stange Dynamit gefunden und in der Hundhütte neben seinem Haus mit einem Streichholz entzündet. Da half auch nicht, dass es die Stange im Sand verbuddeln wollte. Seinem Vetter, der dahinter stand, erging es nicht ganz zu schlimm.&lt;br /&gt;Jetzt ist gut eine Woche vergangen. Die Hände sind beide am Handgelenk amputiert, die Lungenwunden sind am Verheilen, er braucht kein Beatmungsgerät mehr und ist fieberfrei. Auch die tiefen Wunden in Gesicht, Hals und Brustkorb heilen erstaunlich gut. Ein Auge hat sich soweit erholt, dass er Gegenstände erkennen kann, mit dem anderen sieht er (noch?) nicht.&lt;br /&gt;Die Entlassung steht an. Jetzt ist die Frage, wie es weiter geht. Eine Welle der Hilfe ist angelaufen. Drei Fernsehstationen waren im Krankenhaus, um Geld für die Behandlung zu suchen.&lt;br /&gt;Für das Kind beginnt jetzt ein langer Prozess eines anderen Lebens. Da werden wir viel Geduld und Hilfe brauchen: Zwei Prothesen als Handersatz, vielleicht weitere Operationen, um die Unterarme zu einer Greiffunktion umzubilden. Die Augen brauchen sicher noch viel Hilfe.&lt;br /&gt;In allem aber zeigt sich auch ein familiäres Drama. Das Kind stammt aus einer kurzen Liebschaft der Mutter mit einem Militär, der längst eine andere Frau und Familie hat. Ein neuer "Mann" zog ins Haus, der wenig Verantwortung zeigte und sein Dynamit zu Fischen im Schuppen versteckt hat. Das wird jetzt nicht mehr zum Fischen gebraucht. Aber jeder der Erwachsenen denkt an sich, nicht aber an die Kinder und so ist das Unglück passiert. Jetzt kam es zu einer teuren Lehre. Der Vater des Kindes hat jetzt die Vaterschaft offiziell an den neuen Vater abgetreten, den "schwarzen Peter weiter gegeben bis hin zur offiziellen Namensänderung und sich aus dem Staub gemacht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2694308687195664804?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2694308687195664804/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/marco-und-sein-spielzeug.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2694308687195664804'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2694308687195664804'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/marco-und-sein-spielzeug.html' title='Marco und sein Spielzeug'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-sucAB8FOOhk/TZPH6pgmafI/AAAAAAAAALE/CjvOW4U6Qww/s72-c/Bilder%2B351%2Bklein.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2190875409514009962</id><published>2011-03-30T16:39:00.000-07:00</published><updated>2011-03-30T16:40:15.460-07:00</updated><title type='text'>Leben zwischen zwei Extremen</title><content type='html'>Wir arbeiten in einem Ausbildungskrankenhaus. Bei uns gehen Medizinstudenten und Ärzte in der Facharztausbildung ein und aus. Auch viele andere Mitarbeiter unseres Hospitales machen ein Zusatzstudium. Etwa als Schwesternhelferin studieren sie nebenberuflich, um das Schwesternexamen abzulegen. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wissbegierig Ecuatorianer sind. Sie wollen aufsteigen, belegen Fernkurs an der Uni, um sich neben der Arbeit fortzubilden. Diese Menschen zeigen ein zielstrebiges Leben. Es sind vor allem die Frauen, die heutzutage ein Hospital prägen. Auch der Arztberuf ist in Ecuador zu über 50% weiblich bestimmt. Und sie leisten Großes. Wenige in der Ausbildung zum Allgemeinmediziner sind verheiratet und noch weniger von ihnen haben Kinder. Wenn doch, dann betreut die Oma oder eine Hausangestellte das Kind, denn die dreijährige Facharztausbildung ist anstrengend mit durchschnittlich jeder 3. Nacht Rufdienst. Bei den Krankenschwestern sieht es nicht viel anders aus.  Fragt man diese Menschen nach ihrer Motivation, so ist es klar, dass frau heute einen Beruf haben muss. Sie will eigene Sicherheit haben, falls die Ehe schief geht und sie will sich selbst verwirklichen. Diese Ziele sind den jungen Menschen seit dem Kindergarten eingetrichtert worden. Sie sind widerspruchsloses Allgemeingut geworden. Nachteil: Keine Zeit für Familie, wenig Zeit zum Zusammenwachsen als Ehepaar, hohe Scheidungsrate auch unter Christen. Ein ständiges Suchen nach einer guten Arbeitsstelle, aber dafür ein höherer Lebensstandard.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das andere Extrem erleben wir in unserer Quichuagemeinde in Mondayacu am Rande des Urwaldes. Auch dort gehen alle auf die Schule, aber der Standard ist nicht so hoch, dass man in die großen Städte zum Studieren gehen kann. Die wenigen, die es versucht haben, sind gescheitert oder haben die Verbindung zum Dorf verloren. Also gibt es zwei Chancen. Man studiert an einer nahen Universität, aber nur schleppend, weil es etwas kostet und man mit dem Abschluss auch nicht automatische eine Arbeit findet. Besser gleich arbeiten gehen, aber für einen Hungerlohn. Dann reicht es für ein Handy und ab und zu ein Fest. Solchen Jugendlichen etwas von Lebensplanung erzählen zu wollen ist wie gegen eine Wand zu reden. Sie suchen lustlos Arbeit, am besten über Beziehungen, nicht über Ausbildung und zu einer Familie reicht es auch nicht. Zwar möchten sie Kinder haben und viele Mädchen fangen damit schon während der Schulzeit damit an, was zur Unterbrechung ihrer Schulzeit führt, aber geheiratet wird gar nicht oder erst sehr spät. Es gibt zwar viel mehr Kinder im Dorf als in den Städten, aber wenige wirklich intakte Familien, egal ob sie Christen sind oder nicht. Man lebt in den Tag hinein immer auch der Suche nach dem Geld für morgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gleichnis vom reichen Jüngling zeigt Jesu, wie schwer es für Reiche ist, ins Reich Gottes zu kommen und zu einem erfüllten Leben. Wir müssen die richtige Lebensentscheidung fällen, dann werden wir im Sehen leben, wenn auch nicht ohne Schwierigkeiten. Reich sind die einen wie die anderen, die einen haben mehr Geld, haben ihren Beruf, konzentrieren sich auf Karriere, Haus etc. Den anderen ist der Geldverdienst auch so wichtig, dass sie Familie und Zukunft vergessen. Wie schwer ist es doch für beide Gruppen, ins Reich Gottes zu kommen. Und wir merken, wie schwer wirkliche Verkündigung ist. Wir können sie nur vorleben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2190875409514009962?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2190875409514009962/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/leben-zwischen-zwei-extremen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2190875409514009962'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2190875409514009962'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/leben-zwischen-zwei-extremen.html' title='Leben zwischen zwei Extremen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8967982132225908805</id><published>2011-03-28T17:11:00.000-07:00</published><updated>2011-03-28T17:12:25.156-07:00</updated><title type='text'>Kindersterblkichkeit in Ecuador</title><content type='html'>Seit Wochen hält ein Thema in Ecuador die Gemüter in Bewegung, die Sterblichkeit von Neugeborenen. Die Regierung hat sich Ziel gesetzt, alle Schwangeren einschließlich Geburt und die Kinder bis zu 5 Jahren kostenfrei zu betreuen. Die Kosten trägt das staatliche Gesundheitssystem. Und so haben Privatkliniken dagegen einen schweren Stand. So sind die meisten Frauen zu staatlichen Einrichtungen gegangen, um dort ihr Kind zur Welt zu bringen. Doch die waren oft überfordert. Ecuador weist bei 14 Mio. Einwohnern fast halb so viele Geburten auf wie Deutschland mit über 80 Mio. Bewohnern, nämlich 279 000 Geburten im letzten Jahr.  Doch seit einiger Zeit kriselt es in den großen Geburtszentren. In Guayaquil, der großen Hafenstadt am Pazifik, starben eine Reihe Neugeborener durch eine nachgewiesene übertragene Infektion. Das hat zu Schlagzeilen geführt und eingehenden Untersuchungen. Ein Ergebnis war, dass der Keim in den Seifenspendern saß und von dort weiter verbreitet wurde. Ein weiterer kleinerer Skandal zeigte sich im Süden in Cuenca und in Loja und schlie0lich in Santo Domingo. Letztere Stadt ist die schnellst wachsende Region des Landes, neu gekürte Provinzhauptstadt, Drogenumschlagszentrum und Stadt mit viel Kriminalität. Dort platzt alles, von der Verkehrsplanung, über kontrollierten Wohnungsbau bis hin zum Krankenhaus aus den Nähten. Im dortigen staatlichen Krankenhaus wurden Neugeborene in Kartons gelegt, mussten sich zwei einen Platz in einer Wärmhalteeinheit teilen. Und entsprechende Probleme gab es, die die Regierung mit werbewirksamen Aktionen zu übertünchen versuchte. Das alles waren neuralgische Punkte, die sicher nicht den normalen Alltag des Landes darstellten, aber für Schlagzeilen sorgten. Die Seifenspender wurden ausgewechselt, neue Geräte wurden eiligst angeschafft. Jetzt geht die Regierung zu Gegenangriff über und zeigt die internationalen Erfolge auf.&lt;br /&gt;    Im Vergleich steht Ecuador bei der Kindersterblichkeit in Lateinamerika genau im Mittelfeld. Nummer eins und alle in den Schatten stellend ist Kuba mit 0,3% = 3 Kinder auf 1000 Geburten und Schlusslicht Bolivien mit 2,2 und weit abgeschlagen Haiti mit 2,7% Kindersterblichkeit. Man muss wissen, dass in dieser Statistik alle Kinder enthalten sind, die auch nicht überleben können, weil sie einen schweren Herzfehler, eine andere schwerwiegende erbliche Erkrankung haben und die ersten 28 Tage nicht überleben. Das ist in Deutschland anders, weil viele dieser Kinder vorher schon abgetrieben werden. Ein direkter statistischer Vergleich ist deswegen nicht möglich. Aber Ecuador liegt immer noch vor Brasilien, das natürlich mit seinem riesigen Gebiet und vieler ländlicher Regionen Probleme mit der Gesundheitsvorsorge aufweist. Abgeschlagen in Lateinamerika sind Guayana, Bolivien und Haiti, aber das hat politische Gründe.&lt;br /&gt;    Ecuador liegt im ranking in der Mitte, aber das ist kein Ruhmesblatt füe eine sozialistische Regierung, die führend sein will. Sie hat eine wichtiges Instrument, die Zukunft des Landes, die Neugeborenen in die Hand genommen. Doch an vielen besonders kritischen Punkten war sie überfordert oder hatte schlechte Berater. Die Schlagzeilen haben sie aufgescheucht. Doch noch gibt es keinen Grund, sich zufrieden zurück zu lehnen. Jeder Säugling der stirbt, warum auch immer, ist einer zuviel. Und das wissen die Menschen hier, besonders die Eltern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8967982132225908805?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8967982132225908805/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/kindersterblkichkeit-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8967982132225908805'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8967982132225908805'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/kindersterblkichkeit-in-ecuador.html' title='Kindersterblkichkeit in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5653013370671481933</id><published>2011-03-20T13:54:00.000-07:00</published><updated>2011-03-20T13:55:31.853-07:00</updated><title type='text'>Wenn zwei das Gleiche haben......</title><content type='html'>Diese Woche hatten wir ziemlich viele Patienten. Es kamen viele Unfälle, jede Menge Patienten mit Bauchschmerzen aus den verschiedensten Gründen und viele geplante Operationen nach Feiertagen zu Fasching. Und so hatten wir, was äußerst selten vorkommt, alle Betten belegt. Unter den Patienten war einer mit einer ernsthaften Knochenvereiterung. Der musste isoliert werden, bekam während der Operation einen äußeren Spanner zur Knochenstabilisierung und eine spezielle Antibiotiumtherapie. Dieser Patient David ist seit langer Zeit unser Patient. Er hatte vor 8 Monaten sein Bein auf Oberschenkelhöhe durch einen Motorradunfall zu 80% amputiert. Der Erhaltungsversuch war positiv, aber nach Entfernung alle äußeren Hilfen war der Oberschenkel wegen erneut aufflammender Entzündung wieder gebrochen. Hoffentlich heilt er jetzt.&lt;br /&gt;Aber Daniel ist engagierter Christ und arbeitet mit anderen Missionaren im Gemeindebau hier in Oriente Ecuadors zusammen. Seine Freunde kümmern sich rührend um ihn und bezahlen auch große Teile der Rechnung.&lt;br /&gt;Und da ist da Walter. Das ganze Gegenteil. Beide sind ähnlich alt, aber Walters Leben ist eine Serie von Problemen, vor allem mit Drogen. Und so wurde er mit einer Gruppe Freunden verletzt, als ein Auto mehrere Personen erwischte. Walter wurde mit Oberschenkelbrüchen beidseits schließlich operiert, war aber von Anfang an nie schmerzfrei. 2 1/2 Monate später kam er zu uns mit völlig instabilen Frakturen und Fieber. Wir entfernten den infizierten und verbogenen Marknagel, schienten durch äußeren Spanner den Knochen - und legten ihn aus Platzmangel neben David. Es stellte sich heraus, dass sie beide den gleichen multiresistenten Keim haben (Staphylokokkus aureus).&lt;br /&gt;Und zwei, die isoliert sind,  nicht einfach das Zimmer verlassen und sich zu anderen Patienten gesellen dürfen, haben viel Zeit, sich miteinander zu unterhalten. So haben sich beide viel von einander erzählen können. Das hat Walter neugierig gemacht. Da ist einer viel schlimmer dran als er selbst und klagt nicht, hat Schmerzen, aber hat eine Hoffnung, weil er eine Perspektive im Leben besitzt, die ihm selbst abhanden kam. So kam Walter an den Punkt, sein Leben zu überdenken und hat eine Entscheidung gefällt, Jesu nachzufolgen und sich von ihm leiten zu lassen. Seine Mutter ist Mitglied einer Gemeinde weiter südlich im Oriente. Diese Gemeinde betet für den "verlorenen Sohn" und hat auch eine große Kollekte zur Deckung der Krankenhauskosten veranstaltet. Wir sind gespannt aus das Dauerergebnis, denn Seelenregungen sehen wir oft, aber mit wenig Tiefgang. Walter braucht gerade jetzt unser Gebet. Wenn zweie das Gleiche haben und isoliert sind, kann das auch manchmal ein Segen sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5653013370671481933?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5653013370671481933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/wenn-zwei-das-gleiche-haben.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5653013370671481933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5653013370671481933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/wenn-zwei-das-gleiche-haben.html' title='Wenn zwei das Gleiche haben......'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1233719205150891995</id><published>2011-03-20T13:53:00.001-07:00</published><updated>2011-03-20T13:54:02.610-07:00</updated><title type='text'>Wo ist die Grenze?</title><content type='html'>Nachbarn mögen sich oft nicht besonders und es bedarf einer Kleinigkeit, da fallen einem sofort die Sünden des Andern ein. So bauen sich Konflikte auf, die meist sehr schwer zu beenden sind. Das gilt auch für ganze Staaten. Und ganz besonders Lateinamerika ist ein Konglomerat von Staaten, die sich oft genug bekriegt haben. Erst vor 11 Jahren haben Ecuador und Peru offiziell Frieden geschlossen nach dem letzten Krieg in den 90-er Jahren, der immerhin 6 Wochen gedauert hat.&lt;br /&gt;Nach wie vor aber streiten sich Peru und Chile. Zwar ist die Grenze seit dem Salpeterkrieg 1879 festgelegt, in dem Bolivien seinen Zugang zum Meer endgültig verlor und die bolivianische Martine nur noch auf dem 3 800 m hohen Titicacasee üben kann. Doch auch Peru und Chile sind sich bis heute spinnefeind. Denn seit gut 30 Jahren haben fast alle Staaten der Erde die Grenzen neu definiert und weit ins Meer hinein geschoben. Begannen vorher internationale Gewässer schon wenige Meilen vor der Küste, wurden diese Stück um Stück auf inzwischen 200 Seemeilen also über 320 km ausgedehnt. Das hat zwei Gründe: Längst ist die Fischindustrie ein wichtiger Bestandteil der Volkswirtschaften geworden, vor allem vor der Pazifikküste Südamerikas im kalten Humboldtstrom. Und als zweites weiß man nie, was der Meeresboden alles an wertvollen Stoffen einschließlich Erdöl enthält. Also haben alle Küstenstaaten mittlerweile diese 200 Seemeilenzone eingeführt und das ist der Streitpunkt zwischen Peru und Chile, in dem Ecuador eine Vermittlerrolle zufällt, bevor das vor den dafür vorgesehenen internationalen Schiedsgerichtshof in Den Haag in den Niederlanden gebracht werden soll.&lt;br /&gt;    Warum aber dieser Streit? Nun, an der Grenzstadt Arica, der nördlichsten Stadt Chiles macht das Meer einen Knick nach Westen, wenn man aus Peru kommt. Chile behauptet: Wenn man von der Küste aus horizontale Linien parallel zum Äquator zieht, erhält man eine Karte, die unabhängig von der Form der Küstenlinie ist und das wäre unabhängig von jeweiligen Standorten und klar zuzuordnen.&lt;br /&gt;Peru dagegen zieht von jedem Punkt der Küste eine Linie 90° zum Land und misst dann die 200 Seemeilen und kommt so an der Grenze zu einem Verlauf, der viel weiter nach Süden reicht. Peru wäre bereit, das strittige Gebiet an der Grenze zu teilen. So streiten sich beide Staaten um ein Gebiet von ca. 35 000 km2. Derzeit ist es, wie gesagt ein Streit ums Prinzip, aber wer weiß, was das in der Zukunft noch alles birgt.&lt;br /&gt;Ecuador hat ein Interesse an parallelen Grenzverläufen zum Äquator, weil sich sonst das gleiche Problem mit Peru ergibt, nur dass es um ein geringeres Gebeit geht.&lt;br /&gt;    Im Vertrag von Jamaika von 1981 haben die Staaten zwar unterschrieben, nicht in fremden Gewässern zu fischen, aber damals dachte man nicht an evt. Bodenschätze. Oft genug haben sich Wüsten wie die Atacamawüste oder andere scheinbar nutzlose Landschaften später als besonders wertvoll erwiesen. Und so geht der Streit weiter, soll aber noch dieses Jahr in Den Haag entschieden werden. So oder so, der Streit in den Köpfen der Menschen aus Peru oder Chile wird so schnell nicht vergessen sein, Er hat eine lange Geschichte. Aber eines scheint sicher. Deswegen wird es heutzutage wohl keine kriegerische Auseinandersetzung mehr geben. Gut, dass es internationale Schiedsstellen gibt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1233719205150891995?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1233719205150891995/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/wo-ist-die-grenze.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1233719205150891995'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1233719205150891995'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/wo-ist-die-grenze.html' title='Wo ist die Grenze?'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-9140171747422564178</id><published>2011-03-20T13:52:00.000-07:00</published><updated>2011-03-20T13:53:11.342-07:00</updated><title type='text'>Verkehrspolitik in Ecuador</title><content type='html'>Viele Autos auf den Straßen ist ein Zeichen für einen gewissen Wohlstand eines Volkes. Vor 20 Jahren kamen nur wenige Ärzte unseres Krankenhauses in Quito mit dem eigenen Fahrzeug zur Arbeit. Heute suchen die Medizinstudenten schon einen Parkplatz in Hospitalnähe. Gab es vor 20 Jahren in der Provinzhauptstadt Puyo in der Nähe von Shell noch nicht mal einen Kühlschrank zu kaufen, hat ein vor zwei Jahren eröffneter Autoverkäufer den nationalen Rekord von 136 verkauften Neufahrzeugen in der ersten Woche geschafft. Autos sind derzeit gefragt wie nie zuvor. Aber damit müssen auch die Regeln des Verkehres verschärft werden. Und das merkt man allenthalben.&lt;br /&gt;    Quito ist verkehrsmäßig so verstopft, dass seit fast einem Jahr "Pico y Placa" eingeführt wurde. Je nach Endnummern des Nummernschildes gibt es einen Werktag in der Woche, an dem man zu den Spitzenzeiten morgens und abends das Auto nicht benutzen darf. Und Tausende haben da schon saftige Strafen bezahlt. Das Fahrzeug wird dann bis zu drei Tagen aus dem Verkehr gezogen.&lt;br /&gt;    Falsch geparkte Autos werden derzeit in den großen Städten rasch abgeschleppt. Die Polizei kommt mit dem Abschleppwagen - zwei Photos als Beweise und nach 10 - 15 min ist das Auto zu einem Sonderparkplatz der Polizei unterwegs. Da gibt es kein Verhandeln mit dem Polizisten mehr, kein Schmiergeld, um das zu verhindern.&lt;br /&gt;    Der Führerschein muss hierzulande alle 5 Jahre erneuert werden. Dazu gehört eine schriftliche Prüfung und ab einem bestimmten Alter auch ein Reaktionstest. Ab 65 Jahre muss die Fahrerlaubnis alle 2 Jahre erneuert werden. Jeder Fahrer besitzt 30 Punkte, die er und sie bei Verstößen verliert. Bei Null ist der Führerschein ungültig. Bisher hat die Polizei zwar die Strafzettel ausgefüllt, vielfach aber die Daten nicht in die zentrale Datei eingegeben, so dass man mit einem blauen Auge davon kam. Das hat sich aber geändert. Es gab Taxifahrer, die schon minus 90 Punkt auf dem Konto hatten und trotzdem noch fuhren. Das ist jetzt zu Ende. Unklar ist derzeit nur, wann und wie man verlorene Punkte wieder zurückgewinnen kann.&lt;br /&gt;    Jetzt geht die Polizei den Busfahrern nach. In den Städten sind die Unfälle mit Bussen stark zurück gegangen. Die Überwachung ist besser. Jetzt fahren hier und da Polizisten in zivil die ganze Strecke mit und schreiben die Vergehen des Fahrers auf. Bleibt noch die Kontrolle der Überlandbusse. Monatlich einmal erleben wir einen schweren Busunfall mit oft vielen Toten.&lt;br /&gt;    Und es wird auf der anderen Seite viel getan, um die Strassen sicherer durchgängiger zu machen. Hier und da entstehen Umgehungsstrassen, werden Hauptverkehrsachsen mehrspurig ausgebaut. Da zahlt man dann gerne auch eine Mautgebühr, wenn man erkennt, was mit dem Geld gemacht wird.&lt;br /&gt;    Bewährt hat sich auch eine kleine obligatorische Autoversicherung, die der Staat vor 3 Jahren eingeführt hat. Man zahlt im Schnitt so ca. 50 Dollar pro Jahr ein. Damit ist das Auto versichert und jeder Mensch, der innerhalb oder außerhalb dieses Fahrzeuges bei Unfall verletzt wird, ist bis zu einer Höhe von $ 2.500,- bei der ärztlichen Behandlung abgedeckt. Das klingt für deutsche Ohren wenig, ist aber ein guter Anfang und reicht bei über 90% der Fälle für die gesamte Behandlung.&lt;br /&gt;    Die Zeiten, in denen jeder fahren kann, wie er oder sie will, sind auch in Ecuador vorbei. Mit zunehmendem Verkehr ist eine stärkere Regelung notwendig und wird auch durchgeführt. Vielen Ecuatorianern (und auch manchen Ausländern) fällt es aber noch schwer, alle diese Regeln auch einzuhalten. Auf dem Lande hinkt der Erneuerungsprozess natürlich etwas nach. Dort muss oftmals die Polizei es noch lernen, dass die Regeln auch für sie gelten. Aber man merkt die Änderungen hin zu einem modernen Miteinander mit internationalen Regeln.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-9140171747422564178?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/9140171747422564178/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/verkehrspolitik-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/9140171747422564178'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/9140171747422564178'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/verkehrspolitik-in-ecuador.html' title='Verkehrspolitik in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-263311342599349815</id><published>2011-03-13T20:45:00.000-07:00</published><updated>2011-03-13T20:46:37.955-07:00</updated><title type='text'>Das japanische Erbeben - Auswirkungen in EC</title><content type='html'>Während alle Welt auf Japan schaut und mit den Menschen dort mit zittert wegen der nuklearen Katastrophe nach all der Zerstörung ganzer Dörfer und Städte, hatte die Küste Amerikas einige Stunden Zeit, um sich auf die ankommende Flutwelle vorzubereiten. Die Regierung Ecuadors hat nach dem Bekanntwerden der Stärke des Bebens sofort den Notstand für die Küstenregion ausgerufen. Militär und Polizei haben die Menschen in Galapagos und an der Küste evakuiert. Alle verfügbaren Busse und LKWs wurden eingesetzt. Bis zum Nachmittag waren alle Menschen evakuiert, teilweise nur auf höher gelegene Gebiete, teils weiter weg ins Landesinnere. Die Dezentralisierung der Regierung und mehr Verantwortung auf Provinz und lokaler Ebene haben funktioniert. Es kam kein Mensch zu Schaden. Dafür ist der Sachschaden groß.&lt;br /&gt;Zuerst trafen die Wellen in Galapagos ein ca. 19.30 Festlandortszeit ein, wo sie einige Zerstörung in Tierreservaten anrichteten. Brutplätze von Vögeln wurden überschwemmt. Dort ist aber die Gefahr noch nicht gebannt, Noch immer treffen in unregelmäßigen Anständen hohe Wellen ein. Für die Bewohner der Insel besteht aber keine Gefahr mehr.&lt;br /&gt;Anders an der Festlandküste. Insbesondere in Santa Rosa de Salinas auf einer Landzunge bis tief ins Meer hinein trafen die Wellen kurz nach Mitternacht hart auf. Über zwei Meter hohe Wellen überschwemmten die Uferregion. Fast alle kleinen Fischerboote im Hafen und am Strand sind zerstört oder zumindest stark beschädigt. Manche der Boote stehen mitten im Ort und im Meer um den Ort treiben jede Menge Holzteile. Erste Schätzungen gehen von 240 völlig zerstörten Fischerbooten und noch viel mehr beschädigten Schiffchen. Eine Unzahl Familien an der Küste haben nun keine Chance, ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Da ist sicherlich baldige staatliche Hilfe erforderlich.&lt;br /&gt;Inzwischen sind alle Menschen wieder zurück gekehrt. Der große Touristenstrom ist aber erst einmal unterbrochen, da keine weiß, wie es weiter geht. Zu viele kleine Meereswellen, die in unterschiedliche Richtungen laufen, können sich jederzeit lokal zu größeren Wellen aufschaukeln. Keiner kann das exakt berechnen. Und so halten sich die meisten Menschen erst einmal dem Strand fern. Doch die Evakuierung und der Schutz der verlassenen Dörfer und Strandregionen war eine Meisterleistung des Katastrophenschutzes, den es noch gar nicht lange in Ecuador gibt und der sich bisher nur auf Erdbebenhilfe und Vulkanausbrüche spezialisiert hatte. Und der Präsident hat schnell reagiert, was ihm bei den Menschen sicher große Achtung und Zuspruch gebracht hat.&lt;br /&gt;    Bleibt natürlich immer die bange Frage: Was, wenn ein Erdbeben direkt vor unserer Küste geschieht und die Evakuierungszeit viel kürzer ist. Man sieht aber auch, dass ein Erdbeben sehr weit weg auch über tausende von Kilometern noch große Zerstörungskraft besitzt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-263311342599349815?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/263311342599349815/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/das-japanische-erbeben-auswirkungen-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/263311342599349815'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/263311342599349815'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/das-japanische-erbeben-auswirkungen-in.html' title='Das japanische Erbeben - Auswirkungen in EC'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2479158092808871947</id><published>2011-03-03T15:47:00.000-08:00</published><updated>2011-03-03T15:49:57.438-08:00</updated><title type='text'>Der Mann, der niemals klagt</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/-q2nZPLb0zrw/TXApF65z15I/AAAAAAAAAK8/yd3zlIyNVHU/s1600/Bilder%2B002.jpg"&gt;&lt;img style="display: block; margin: 0px auto 10px; text-align: center; cursor: pointer; width: 200px; height: 133px;" src="http://1.bp.blogspot.com/-q2nZPLb0zrw/TXApF65z15I/AAAAAAAAAK8/yd3zlIyNVHU/s200/Bilder%2B002.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5580005119999858578" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;   Unser derzeit liebster Patient im Hospital ist unser ehemaliger Krankenhausseelsorger Jesús Montero. Sein Zimmer ist derzeit das meist besuchteste. Dort wird gebetet und gehen Besucher getröstet wieder weg. Nun ist er selbst Patient. Wir haben bei ihm einen bösartigen Tumor in fortgeschrittenem Stadium entdeckt. Den zu behandeln ist es eigentlich schon recht spät und er hat jetzt beschlossen, keine Chemotherapie und auch keine große Operation machen zu lassen. Die wäre sehr zeit-  und kostenaufwendig. Jesús hat beschlossen, sein Leben in Gottes Hand zu lassen und anzunehmen, was kommt. Er hat viele Menschen hier im Missionshospital begleitet, viele bis zum Tod. Und er kann beurteilen, was es heißt, sein ganzes Geld für vielleicht ein klein wenig mehr Lebenszeit einzusetzen.&lt;br /&gt;   Angefangen hat alles, als der Schneider aus dem Hochland nach Shell kam. Seiner Werkstatt gegenüber befand sich damals die Bibelschule und viele der Schüler unterhielten sich mit ihm. Da wurde die Saat gelegt. Später fand er gut bezahlte Arbeit bei einer Erdölgesellschaft, die am Curarayfluss nach Öl suchten. Dort kam er zum lebendigen Glauben an Jesus. In Abendkursen in der Bibelschule Shells, in gemeindeeigener Ältestenausbildung und Radiokursen von HCJB hat er über viele Jahre seine Ausbildung bekommen. Seit 1977 war er Krankenhausseelsorger am Missionshospital in Shell, anfangs ohne offiziellen Titel und ohne Bezahlung, aber mit glühendem Herzen und einer Liebe bei Einzelbesuchen am Krankenbett. Er wollte anfangs die Stelle gar nicht antreten, weil es sicher Studiertere als ihn gab, aber schließlich überzeugte ihn die Jonageschichte. Wen Gott ruft, der sollte nicht davon laufen.&lt;br /&gt;   Dabei wurde ihm persönlich kein Leid erspart. Eine Knieverletzung hinterließ ein steifes Knie, Zwei seiner 3 Kinder verstarben mit 7 und mit 13 Jahren an Nierenversagen. Seine Frau verlor er vor 7 Jahren an Brustkrebs. Vielleicht hat ihn das zu einem so einfühlsamen Seelsorger gemacht. Und so ist sein Krankenzimmer heute ein Ort, wo sich andere Rat holen. Er macht beim Laufen auf dem Flur den anderen Mitpatienten Mut und ich habe nicht eine einzige Klage gehört. Wir beten mit ihm, dass Gott ein Wunder tut und den Seelsorger heilt, der genau ein Jahr in Rente ist, aber immer noch bei uns im Hospital Patienten besucht. Wir beten um ein Wunder, auch wenn es menschlich gesehen zu spät ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2479158092808871947?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2479158092808871947/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/der-mann-der-niemals-klagt.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2479158092808871947'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2479158092808871947'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/03/der-mann-der-niemals-klagt.html' title='Der Mann, der niemals klagt'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-q2nZPLb0zrw/TXApF65z15I/AAAAAAAAAK8/yd3zlIyNVHU/s72-c/Bilder%2B002.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3393166850753896300</id><published>2011-02-12T18:54:00.001-08:00</published><updated>2011-02-12T18:55:52.052-08:00</updated><title type='text'>Ecuadors Exporte steigen</title><content type='html'>Ecuador hat derzeit vier große Bereiche, in denen die Exportwirtschaft wächst und es ist das wirtschaftliche Rückgrat des Landes. Denn insgesamt sind die Importe bei weitem stärker gestiegen und das Außenhandelsdefizit steigt besorgniserregend. Deswegen hat die Regierung jetzt einen Importstop für verschiedene Güter beschlossen. Einzelheit warten auf die Veröffentlichung. Es soll aber besonders die Konsumartikel treffen, was der einheimischen Wirtschaft helfen soll.&lt;br /&gt;Nummer 1 und damit über die Hälfte der Exporteinnahmen stammen aus dem Erdöl. Diese Einnahmen schwankten stark von 7,5 Mrd Dollar 2007 über mehr als 10,5 Mrd.  2008 auf 6,3 Mrd. 2009 und fast 9 Mrd. Dollar letztes Jahr. Grund sind einerseits der schwankende internationale Ölpreis aber auch die zunehmende Übernahme der Ölquellen im Amazonastiefland durch die einheimische Petroecuador. Ausländer ziehen sich zunehmend zurück, Verträge wurden abgebrochen. So ist die Förderung insgesamt zurück gegangen, aber die Einnahmen für Ecuador gestiegen. Dieser Wirtschaftsbereich wird in den nächsten Jahren nicht weiter zunehmen, es sei denn, der internationale Ölpreis explodiert erneut. Ecuador lebt zu einem Großteil vom Öl und das macht bekannterweise einen die Menschen auf Dauer eher faul als ideenreich und fleißig. Öl ist der schnelle Reichtum ohne viel Anstrengungen.&lt;br /&gt;    12% des Exportanteils erwirtschaftet das Land am Äquator mit Bananen und ist damit weltweit führend. Das letzte Jahr brachte eine Steigerung und die 2 Mrd. - Grenze der Einnahmen wurde überschritten. Dabei kam die Weltwirtschaft der Küstenregion zu Hilfe, denn die Produktion war leicht gesunken. Wetterbedingte Missernten in Mittelamerika hatten den Weltmarktpreis in die Höhe getrieben. Die Kiste Bananen, normalerweise bei 5,40 Dollar, wurde für über 10 Dollar verkauft. Ecuador hatte viel weniger unter schwierigen Witterungsbedingungen zu leiden als andere Länder.&lt;br /&gt;    5% der Exporteinnahmen kommen aus der Krabbenindustrie, die 2010 auch kräftig zulegte. Für 828 Mio. Dollar exportierte das Land in alle Welt. Auch hier war der Weltmarktpreis überdurchschnittlich hoch, aber es kamen Konkurrenzvorteile durch Neuzüchtungen größerer Krabbenarten hinzu.&lt;br /&gt;    Weiter legten zu der Export von Kaffee, Fischprodukten und Säften und Fruchtkonserven. Diese Bereiche spielen volkswirtschaftlich allerdings eine untergeordnete Rolle. Zunehmende Bedeutung zeigt aber vor allem die Blumenindustrie des Hochlandes um Quito. Doch da liegen die offiziellen Zahlen leider noch nicht vor.&lt;br /&gt;    Unterm Strich zeigt sich in Ecuador eine positive Entwicklung seiner Wirtschaft ab. Das Petroleum ist zwar immer noch Haupteinnahmequelle, aber der Anteil sinkt langsam und stetig, ist hauptsächlich vom Weltmarkpreis bestimmt. Aber die Quellen sprudeln nicht ewig. Da ist der Höhepunkt überschritten. Das geringer werdende schwarze Gold wird aber mit Sicherheit in der Zukunft teurer verkauft werden. Viel wichtiger sind aber die arbeitsintensiven Wirtschaftsbereiche der Landwirtschaft: Blumen, Bananen, Krabben. Dort finden Menschen Arbeit, bemüht man sich um bessere und preiswertere Produktionsmethoden und passt sich den Wünschen der Kunden in aller Welt schnell an. Darin liegt die Zukunft und Ecuador ist damit auf dem Weltmarkt konkurrenzfähig.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3393166850753896300?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3393166850753896300/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/02/ecuadors-exporte-steigen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3393166850753896300'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3393166850753896300'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/02/ecuadors-exporte-steigen.html' title='Ecuadors Exporte steigen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7820924527793138548</id><published>2011-02-05T15:02:00.000-08:00</published><updated>2011-02-06T09:10:20.071-08:00</updated><title type='text'>Rosita läuft ohne Gehstützen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TU3bmaZ_yqI/AAAAAAAAAK0/441e2JQFtQg/s1600/Bilder%2B342.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TU3bmaZ_yqI/AAAAAAAAAK0/441e2JQFtQg/s200/Bilder%2B342.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5570349767097043618" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;  Eineinhalb Jahre ist es her, dass die damals 9 - jährige Rosita nach Schlangenbiss als Notfall zu uns ins Hospital kam. Sie war zu spät gekommen. Die Muskeln des Unterschenkels waren bereits abgestorben und wir mussten sie als lebensrettende Maßnahme amputieren. Das hat die ganze Familie in einen Schock versetzt. Besonders die Mutter reagierte damals hysterisch. Ihre Welt war zusammen gebrochen. Inzwischen haben sich natürlich alle daran gewöhnt. Es sind eineinhalb Jahre ins Land gegangen. Was ist in dieser Zeit passiert?&lt;br /&gt;Die Familie hat den Urwald verlassen und wohnt in der Nähe von Shell. Wie so häufig sind es eine schwere Krankheit und die Zeit, die Menschen bis zur Genesung hier verbringen, um neue Kontakte zu knüpfen. Inzwischen sind die Eltern Hausmeister in einer Schule und wohnen in einem kleinen Haus am Rand des Schulgeländes. Der Vater ist ab und an zurück im Urwald, um Haus und Felder zu verkaufen. Die Familie hat einen neuen Lebensabschnitt angetreten. Und Rosita humpelte weiterhin auf einem Bein bzw. mit Gehstöcken auf dem Schulhof herum. Sie hat inzwischen ein sehr kräftiges gesundes Bei und massive Muskeln der Arme. Aber richtig laufen kann sie nicht.&lt;br /&gt;  Zwar gab es eine großangelegte staatliche Kampagne, behinderten Menschen zu helfen. Überall in den Medien wurden die Prothesen gezeigt, die Menschen kostenfrei bekamen, die Rollstühle, die verteilt wurden und tausende von Bürgern bekamen ihr Zertifikat als behinderte Menschen, was ihnen viele Erleichterungen im täglichen Leben verschafft. Doch an Indianern scheint die Aktion vorbei gegangen zu sein. Alle Versuche der Familie, eine Prothese für das Kind zu erhalten, scheiterten. Also waren wir wieder einmal gefragt.&lt;br /&gt;Und so kam Rosita nach Neujahr mit nach Quito. Wir fanden eine Herberge für Indianer, wo sie geschützt versorgt werden. Andernfalls werden sie schnell Beute von Gaunern. Dann ging sie zusammen mit ihrem Bruder, der sie begleitete zu einer Stiftung. Dort wurde die Prothese angefertigt. Nach 3 Wochen war alles angepasst, die Krankengymnastin zeigte ihr das Gehen und stolz hat sie neue Schuhe und eine neue Hose getragen. Man merkt kaum, dass sie Schwierigkeiten beim Gehen hat. Zwei Wochen später rennt sie sogar schon mit anderen Kindern auf dem Schulhof herum. Die Gehstöcke stehen zu Hause für den Notfall.&lt;br /&gt;Dank an alle, die uns bei solchen Projekten tatkräftig unterstützen. Wir treten da ein, wo andere die Not nicht sehen. Danke, dass wir da helfen konnten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7820924527793138548?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7820924527793138548/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/02/rosita-lauft-ohne-gehstutzen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7820924527793138548'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7820924527793138548'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/02/rosita-lauft-ohne-gehstutzen.html' title='Rosita läuft ohne Gehstützen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TU3bmaZ_yqI/AAAAAAAAAK0/441e2JQFtQg/s72-c/Bilder%2B342.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1080144451127411438</id><published>2011-02-05T13:49:00.000-08:00</published><updated>2011-02-09T16:17:46.777-08:00</updated><title type='text'>Beobachtungen</title><content type='html'>Wir sind jetzt viele Jahre in Ecuador und haben vielen Menschen heiraten sehen. Als Mitarbeiter in Gemeinden haben wir auch einen Einblick in die Vorbereitung zur Ehe und wir haben unsere Erfahrungen gemacht. Viele Ehen begleiten wir seit Jahren, andere sind längst auseinander gegangen und beide Partner sind eine neue Verbindung eingegangen. Dabei ist es gleichgültig, ob es sich um eine hohe soziale Schicht oder einfache Leute ohne große Schulbildung handelt. Am Stabilsten sind wohl die Ehen im Urwaldgebiet. Auf einen einfachen Nenner gebracht: In Lateinamerika werden Ehen recht schnell und ohne die genügende Vorbereitung geschlossen. Den Reifungsprozess machen die Eheleute in den ersten Anfangsjahren durch. Da kracht es dann mehrfach und gründlich. Meist sind dann auch schon Kinder da. Da zieht er aus oder sie geht zu ihren Eltern zurück. Und nach einigem Hin und Her finden dann beide zu einem modus vivendi.&lt;br /&gt;Haupthinderungsgrund ist die Verbindung zu den Eltern. Frisch Verheiratete gehen in den ersten Jahren selbstverständlich am Sonntag zum Mittagessen zu den Eltern, besonders, wenn beide berufstätig sind. Vater und Mutter freuen sich und es bleibt wenig Zeit für ein Eigenleben der beiden. Wenn er beispielsweise auf Reisen geht, wohnt sie in der Zeit bei Mutti. Beim ersten Kind ist selbstveständlich die Mutter dabei und dirigiert diese Zeit. Da ist der Mann ein Fremdkörper. Und kommt es gar zu einer Auseinandersetzung der Eheleute, müssen oft die Eltern Schiedsrichter spielen.&lt;br /&gt; Dabei spielt es keine große Rolle, ob die beiden Christen sind oder nicht.  Natürlich wird den beiden die innere Trennung von den Eltern als Grundvoraussetzung für eine funktionierende Ehe erklärt. Doch was die Worte bedeuten: Der Mann soll Vater und Mutter verlassen und seiner Frau anhangen...!, das verstehen Latinos ganz anders als andere Kulturen. Manchmal meinen wir, sie verstehen es überhaupt nicht.&lt;br /&gt; Ein zunehmendes Problem ist, dass Berufstätige keine Kinder mehr wollen. Der eine will, der andere nicht oder die Eltern einer der Partner machen so lange Druck, bis es zum Zerbruch kommt. Meist endet so eine Verbindung schon nach gut einem Jahr.&lt;br /&gt; So sehen wir in den ersten Ehejahren ein heftiges Ringen, manchmal ein Verlassen und wieder Zusammenfinden der beiden. In dieser Zeit ist es wichtig, dass beide einen Gesprächspartner des Vertrauens haben, eine Person, bei der sie sich neutral ausheulen können und den Frust loswerden. Dann sind sie auch bereit zurück zu gehen und neu anzufangen. Wichtig ist, dass wir ihnen Mut machen, den Partner nicht zu verlassen. Wenn die ersten zwei - drei Jahre überstanden sind, wächst etwas zusammen und sind sie stabil. Dann werden das die vorbildlichen Ehen, die anderen Halt geben. So schickte etwa eine Mutter ihre pubertierenden Kinder einzeln zur älteren, verheirateten Schwester, damit sie "wieder normal würden". Dort haben sie entscheidende Anstöße bekommen. Oder aber, das Reinreden der Eltern und das ewige Schwiegermutterproblem nimmt gar kein Ende, dann ist alle 2 - 3 Monate "Holland in Not" und ein Seelsorger einige Stunden und Tage mit dem Kitten der Risse beschäftigt.&lt;br /&gt; Eine Verlobungszeit, so etwas wie eine monatelange Vorbereitungszeit, das kennt man hier kaum. Viele heiraten schon wenige Wochen nach dem Kennenlernen. Also muss der Prozess später nachgeholt werden. Auch das ist Aufgabe von Missionaren, hier Blitzableiter zu spielen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1080144451127411438?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1080144451127411438/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/02/beobachtungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1080144451127411438'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1080144451127411438'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/02/beobachtungen.html' title='Beobachtungen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3387234536654942682</id><published>2011-01-30T19:21:00.000-08:00</published><updated>2011-02-06T09:13:11.579-08:00</updated><title type='text'>Eine Gemeinde tut sich schwer</title><content type='html'>Unsere Gemeinde San Marcos in Quito ist nun 22 Jahre alt. Sie ist durch viele Krisen gegangen, aber stabil. Es gibt zwei Mitglieder, die einen Ruf haben in die Weltmission zu gehen. Paul Chiriboga ist Agraringenieur und in unserer Indianergemeinde im östlichen Tiefland Ecuadors in Mondayacu tätig. Nach einem guten halben Jahr dort hat er Fuß gefasst, besucht die Menschen in den Häusern, liest die Bibel mit Familien und hat gute Verbindung zur Jugend des Dorfes. Paul lebt äußerst bescheiden und kommt mit wenig Geld aus, obwohl er aus einer wohlhabenden Familie der Hauptstadt stammt. Mehr kann ihm die Gemeinde derzeit nicht zahlen.&lt;br /&gt;Jeanneth Hernández ist seit 11 Jahren in Missionsvorbereitung. Mehrere Praktika, zwei Jahre in der oben genannten Indianergemeinde Mondayacu mit einer blühenden Kinderarbeit und Familienbesuchen. 4 Jahre Bibelschule. Jetzt fehlt noch ein Englischkurs und ihr Ziel ist Mozambique. Die Mission dort in Afrika hat sie schon vor zwei Jahren akzeptiert. Woran hapert es, dass sie so lange warten muss?&lt;br /&gt;   Bei beiden hat die Gemeindeleitung ein Minimalgehalt aus der Gemeindekasse festgelegt. Aber es ist nicht von der Mehrheit der Gemeindemitglieder getragen. Und eine Aussendung nach Afrika ist um ein Vielfaches teurer als das Leben in Ecuador. Also warten Viele, bis das Geld vom Himmel fällt. Und immer wieder kommt die Bitte um Hilfe aus dem Ausland. NEIN, unsere Gemeinde muss in einen Lernprozess eintreten und Verantwortung im Gebet und im Geben einüben. Nur wer so den Missionsauftrag erfüllt, hat auch am Segen Gottes teil. Wir müssen etwas wagen und das geht auch an den eigenen Geldbeutel.&lt;br /&gt;Unsere beiden Missionare sind für mich Vorbilder, Sie haben Berufskarrieren aufgegeben, Sie kommen mit einer minimalen Unterstützung aus und sie vertrauen Gott, Jeanneth nun schon seit 11 Jahren, ohne bitter zu werden. So lange kann es dauern, bis eine Gemeinde ihre Verantwortung erkennt. Wir haben heute ein großes Missionsfest veranstaltet mit Zeugnissen einige ausländischer Missionare. Bitte betet, dass Menschen aus ihrer Bequemlichkeit aufwachen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3387234536654942682?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3387234536654942682/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/01/eine-gemeinde-tut-sich-schwer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3387234536654942682'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3387234536654942682'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/01/eine-gemeinde-tut-sich-schwer.html' title='Eine Gemeinde tut sich schwer'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7680958407358834203</id><published>2011-01-16T14:05:00.000-08:00</published><updated>2011-02-06T09:19:08.522-08:00</updated><title type='text'>Eine schwierige Entscheidung</title><content type='html'>Wie lange soll man in der Missionsarbeit durchhalten? Wann ist ein Schlusspunkt, an dem man ein Projekt als gescheitert ansieht und neue Wege geht? Wir von unserer Gemeinde San Marcos in Quito sind an einem solchen Punkt angelangt. Wir sind seit 14 Jahren verantwortlich für eine kleine Indianergemeinde in Mondayacu im östlichen Tiefland Ecuadors. Aber es geht nicht weiter. Die Gemeinde lebt nur von der Hilfe von außen. Ohne diese ständige Hilfe bricht sie zusammen.&lt;br /&gt;   Es gab eine kleine Zeit der Blüte mit vielleicht 15 erwachsenen Mitgliedern. Was sie eine Zeit zusammen gehalten hat, war der Druck von außen. Die kath. Kirche machte starken Druck gegen die Neuen. Ergebnis: Auch die Katholiken lesen die Bibel, haben Hausbesuche etc. Dann kam eine neue Gruppe mit der ominösen Bezeichnung "Anglikanisch Katholische Kirche Ecuadors als einem Zweig des Bistums Tripolis in Libyen" Sie verbanden sich mit einer Gruppe, die zurück zum Schamanismus als der alten Religion der Indianer wollte. All das hat die Gemeinde überstanden. Was aber viel schlimmer war und die Gemeinde entzweit hat, ist der Neid. Hierzu zwei Beispiele:&lt;br /&gt;   Vor Jahren haben wir ihnen gute gebrauchte Kleidung geschenkt, die sie selbst verteilten. Ergebnis war ein ständiger Streit, weil die andere Familie immer die besseren Kleidungsstücke hatte. Als wir damit aufhörten, sagte uns ein Mitglied: "Danke, nun haben wir wieder Frieden"! In einer Predigt über Neid fragte ich die Zuhörer nach einem Beispiele und ohne nachzudenken kam: "Wenn wir das Feld des Nachbarn mit besseren Früchten sehen als auf unserem Feld, lässt uns das keine Ruhe. Wir sind ständig am Überlegen, wie wir dem Nachbarn schaden können ohne dass es einer merkt!" Für uns wäre das Normale zu überlegen, wie wir unsere eigenen Erträge verbessern können, hier aber geht es darum dem anderen zu schaden - durch einen Zauber oder durch sonstige Maßnahmen. Er wird deutlich: Neid macht Beziehungen kaputt.&lt;br /&gt;   Dazu kommt das Problem, dass die Frauen arbeiten, die Männer aber wenig Initiative entwickeln. Viele Ehen und Familien brechen auseinander. Die Frauen übernehmen starke Verantwortung, die Männer ziehen sich zurück. Die Jungen haben wenig positive Männervorbilder. Und dann noch der Alkohol........ Der Teufelskreis ohne Ende.&lt;br /&gt;   Das führt dazu, dass Mädchen zwar schon sehr früh Beziehungen eingehen und schwanger werden, aber zu einer Ehe und Familie sind beide nicht reif. Die Beziehung bricht auseinander. Nur ganz wenige stehen einen jahrelangen regelrechten Kampf der beiden Ehepartner durch, der dann aber in eine stabile Beziehung mündet. Und so gibt es viele Kinder, aber wenige stabile Familien.&lt;br /&gt;    Die Indianerkultur ist eine Kultur des Redens, nicht der Schrift. Durch vieles Reden über andere werden weitere Beziehungen gestört mit dem Ergebnis, dass man zwar mit allen spricht;  für Außenstehende sieht das nach Frieden aus, aber innen kocht oft die Wut. So kann keine Gemeinde bestehen.&lt;br /&gt;   Doch unsere Arbeit in Mondayacu hat auch positive Seiten. Den Hauptgewinn haben unsere Jugendlichen aus Quito gemacht. Einige sind zum Glauben gekommen, sind geistlich gereift, haben sich von zuhause ein Stück abgenabelt. Die zukünftigen Leiter unserer Gemeinde kommen aus dieser Arbeit. Schon allein deswegen hat sich die Arbeit bisher gelohnt.&lt;br /&gt;Aber bei dem fehlenden Erfolg in Mondayacu selbst fragen wir uns, ob wir nicht lieber aufhören und woanders neu anfangen sollen. Gestern haben wir in einer Gemeindeversammlung beschlossen, weiter zu machen. Ein indianischer Mitarbeiter im Team hat das Beispiel aus seinem Dorf erzählt, in dem nach 58 Jahren Missionsarbeit es endlich zum Durchbruch kam. Wir hoffen und beten, dass es nicht so lange dauert. 14 Jahre sind es nun schon voller Mühen, Schweiß und Enttäuschungen. Danke für alles Mitbeten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7680958407358834203?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7680958407358834203/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/01/eine-schwierige-entscheidung.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7680958407358834203'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7680958407358834203'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/01/eine-schwierige-entscheidung.html' title='Eine schwierige Entscheidung'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-6084915549344788380</id><published>2011-01-10T02:53:00.000-08:00</published><updated>2011-02-06T09:29:51.666-08:00</updated><title type='text'>Unser Team ist wieder zusammen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TSrlf9Va_2I/AAAAAAAAAKo/riUNz7g1ySs/s1600/Bilder%2B283.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TSrlf9Va_2I/AAAAAAAAAKo/riUNz7g1ySs/s200/Bilder%2B283.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5560509027145416546" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Alle Jahre wieder, Jahr Nummer 17, kommen Kinderorthopäden nach Quito zu einer internationalen praktischen Konferenz. Es sind dieses Jahr Ärzte aus den USA, aus Chile, Brasilien, Kolumbien, Ecuador einer aus Schweden und ich aus Deutschland. Die Freunde aus Venezuela können leider wegen der politischen Situation und des verschärften Geldumtausches nicht dabei sein. Nicht alle Ärzte kommen zur gleichen Zeit, damit wir uns nicht auf die Füße treten.  In den drei Wochen wechselt das Team ständig. Wir behandeln wieder behinderte Kinder, meist zerebralgeschädigte. Von den vielen Kindern, die wir bereits untersucht haben, sind 29 für Operationen in den nächsten Tagen vorgesehen. Jeder der Ärzte zahlt seinen Flug, seinen Aufenthalt und Vieles mehr selbst. Die Operationen sind bis auf die Krankenhauskosten frei, so dass sich auch Ärmere so etwas leisten können. Und es ist ein Erfahrungsaustausch von Spitzenfachleuten, die alle auch in ihren Heimatländern kein großes Geld verdienen, aber so etwas gerne auf sich nehmen, damit sie praktisch austauschen können.&lt;br /&gt;Dieses Jahr kommen wenig Patienten aus dem Ausland. Es sind einige aus Peru, ein Chilene und eine Patientin aus Panama.&lt;br /&gt;Für mich, Eckehart, ist es eine intensive Zeit mit Patienten und vielen Nöten seit langen Jahren. Auch die geistliche Not ist groß, denn viele Ehen der Patienteneltern sind gescheitert oder aber stark belastet. Unsere Krankenhausseelsorger sind Teil des Teams, haben sie doch viel mehr Zeit zu Gesprächen. Es war schön zu sehen, wie sie die Peruaner, die in einfachen Wohnungen hinter dem Hospital in Quito wohnen, gleich zu Gottesdiensten eingeladen haben. Ich freue mich auf diese Zeit. Durch mehr Routine bei der Organisation haben ich mehr Zeit, mich persönlich mit den Patienten und deren Familien zu unterhalten. Und das Schönste von allem: Mit dem schwedischen Chirurgen, der als neuer Missionar frisch aus der Sprachschule kommt, haben ich einen, der dieses Programm mitmachen und vielleicht selbständig weiter führen will. Heute tauchen wir wieder ein in einen Operationsmarathon. Das ganze Quitoer Hospital ist mit Engagement dabei.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-6084915549344788380?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/6084915549344788380/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/01/unser-team-ist-wieder-zusammen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6084915549344788380'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6084915549344788380'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2011/01/unser-team-ist-wieder-zusammen.html' title='Unser Team ist wieder zusammen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TSrlf9Va_2I/AAAAAAAAAKo/riUNz7g1ySs/s72-c/Bilder%2B283.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8724794781885084485</id><published>2010-12-20T03:33:00.000-08:00</published><updated>2011-02-06T09:38:20.567-08:00</updated><title type='text'>Weihnachtsfeiern in Ecuador</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TQ9DJ6dcC_I/AAAAAAAAAKc/muWRhDeBhu8/s1600/Bilder%2B217%2Bklein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TQ9DJ6dcC_I/AAAAAAAAAKc/muWRhDeBhu8/s200/Bilder%2B217%2Bklein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5552730703161723890" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TQ9B4I6Fh1I/AAAAAAAAAKU/hkBSrswpQok/s1600/Bilder%2B212%2Bklein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TQ9B4I6Fh1I/AAAAAAAAAKU/hkBSrswpQok/s200/Bilder%2B212%2Bklein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5552729298290706258" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;  Wir haben keine weiße Weihnacht, Hier gibt es derzeit viele Wärmegewitter und selbst in der Hauptstadt Quito regnet es mehr als normal zu dieser Jahreszeit. Doch Weihnachten wird weltweit gefeiert Und auch hier hat der Kommerz die Feiertage fest im Griff. Überall lauert Santa Claus, leuchten Rentierschlitten und China ist allgegenwärtig in blinkenden und farbenfrohen Lichterketten an Fenstern und Bäumen. Aber sentimental ist das Fest hier nicht, auch wenn Geschenke überall gefragt sind.&lt;br /&gt; Vor eine Woche feierten wir Weihnachten mit unser Indianergemeinde in Mondayacu. Es war ein willkommener Anlass, als Gemeinde wieder näher zusammen zu rücken. Es war eine Zeit des gemeinsamen Kochens und Essens, aber auch mit vielen Spielen, Wettspielen mit Luftballons, Sackhüpfen und Eierlauf. Das macht immer wieder Freude, nicht nur den Kindern. Abends feierten wir den Weihnachtsgottesdienst mit einem Theaterspiel der Kinder und Jugend. Ein hervorragend gespielter Teufel, der so teuflisch lachend aus dem Dunkel hervor schoss hat nicht nur die Kleinen erschreckt. Die Predigt hat weniger gefesselt. Und dann nach dem gemeinsamen Essen des halben Dorfes warteten alle auf Geschenke: Mehrere Säcke Bonbons und Plätzchen. Den Sonntag danach merkt man immer noch nicht, dass Menschen geistlich gesehen erfasst wurden.&lt;br /&gt; Auch bei uns im Krankenhaus ist Weihnachten kein besonders besinnliches Fest. Zwar betonen alle immer wieder die geistliche Komponente, aber gefeiert wird anders als in Deutschland: Wir hatten eine große Feier mit festlichem Essen und künstlerischen Darbietung der verschiedenen Gruppen. Am nächsten Nachmittag dann gab es Geschenke für die Mitarbeiter und die Wahl des Weihnachtskönigs und der Weihnachtskönigin. Mit viel Theater wurde die Wahl angekündigt, die Kandidaten vorgestellt, die dann eine kurze Werbeansprache hielten. Eine Jury wurde bestellt und die Auserwählten mit einem wahren Wortschwall festlich eingeführt. Das ist dann eine Gelegenheit auch der persönlichen Abrechnung, bei der, wie in Deutschland beim Fasching, einzelne Personen hochgenommen werden. Alle wissen Bescheid und so werden sicher auch mal Spannungen in der Mitarbeiterschaft abgebaut. Dann wieder ein reichliches Essen und die üblichen Geschenke, die es hierzulande zu Weihnachten für die nationalen Mitarbeiter gibt. Das ist Teil des geschichtlich gewachsenen Patronatssystem, bei dem der Firmenchef persönlich für viele Belange seiner Mitarbeiter zu sorgen hat.&lt;br /&gt;  Hier wie da wird Weihnachten gefeiert, aber das Sentimentale fehlt hierzulande größtenteils. In der Zeit, in der man in Deutschland die erste Strophe von "Oh du fröhliche..." gesungen hat, sind wir in Ecuador schon mit der dritten Strophe fertig (weil der Rhythmus viel schneller ist). Aber der Kommerz ist hier genauso mit Weihnachten verbunden wie sonst irgendwo auf der Welt. Die Werbebranche blüht. In Quito wurden in den letzten zwei Wochen vor dem Fest die Strassen um die Einkaufszentren gesperrt, weil der dortige Verkehrsstau die ganze Stadt lahmlegte. Und noch zwei Änderungen die sich lautlos einschleichen:&lt;br /&gt; Die meisten Kalender in Ecuador fangen wie seit den 70-er Jahren in Deutschland mit dem Montag an statt wie bisher mit dem biblischen Sonntag und oft heißt es nicht mehr: Frohe Weihnachten", sondern "schöne Feiertage" oder "Frohe Ferientage". Solche Wünsche kennt man aus der islamischen Welt schon seit vielen Jahren. Und so schließe ich mit "Season Greetings" - aus Ecuador. Die Welt wird sich immer ähnlicher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8724794781885084485?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8724794781885084485/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/12/weihnachtsfeiern-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8724794781885084485'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8724794781885084485'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/12/weihnachtsfeiern-in-ecuador.html' title='Weihnachtsfeiern in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TQ9DJ6dcC_I/AAAAAAAAAKc/muWRhDeBhu8/s72-c/Bilder%2B217%2Bklein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2648096174813982598</id><published>2010-12-04T09:22:00.000-08:00</published><updated>2011-02-06T09:53:19.582-08:00</updated><title type='text'>Behindert und doch am richtigen Platz</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TPp6RQ9V0rI/AAAAAAAAAKM/kQS6UfrCzKs/s1600/Bilder%2B202.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TPp6RQ9V0rI/AAAAAAAAAKM/kQS6UfrCzKs/s200/Bilder%2B202.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5546880328088801970" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es gibt Situationen für einen Urwaldbewohner, die gleichen einem Todesurteil. Das schien dem Shuarindianer Humberto Tangamash im März 1976 so, als ein umfallender Baum ihm die Brustwirbelsäule zerbrach. Er lebt seitdem mit einer hohen Querschnittslähmung. Über ein halbes Jahr lag er seinerzeit in unserem HCJB - Hospital. Alle Versuche, ihn anschließend wenigstens zum Stehen zu bringen, scheiterten kläglich. Er ist an den Rollstuhl gebunden. Das heißt in seinem Dorf, dass er nicht einmal alleine zum Fluss kommt. Und nicht nur das: Seine erste Frau starb an Hepatitis, seine zweite Frau an Krebs. Grund genug, um mit seinem Schicksal zu hadern. Was in diesen Jahren alles in diesem Mann vor sich gegangen ist, können wir kaum ahnen und doch hat Umberto seine Lebensaufgabe entdeckt, die er wie kein anderer seines Stammes anpackt: Die Bibelübersetzung speziell des Alten Testamentes in Shuar.&lt;br /&gt;Ein paar Tage jeden Monat kommt das Übersetzerteam aus den verschiedenen Teilen des Stammes zusammen, um mit einem Missionar die Ergebnisse zusammen zu fassen. Umberto wird dorthin geflogen. Immer wieder ist die Arbeit durch Krankheiten unterbrochen. Dass er überhaupt noch lebt, ist ein Wunder. Solche Patienten haben häufige Harnwegs- oder gar Niereninfekte. Umberto lebt ohne Katheder und hat gelernt, Stuhl- und Urin zu kontrollieren. Seit Jahren hat er eine wunde Stelle am Gesäß, seit Neuestem eine Knochenentzündung im Becken, die wir kaum in den Griff bekommen. Immer wieder landet er wegen Infektionen im Hospital, mal ein Verdacht auf Tuberkulose, mal anderes unklares Fieber. Aber immer kommt er mit Büchern, die sein ganzes Bett belegen. Er kennt ganze Teile der Bibel auswendig. Er ist von seiner Aufgabe begeistert. Seine Kinder haben ihn verlassen, ein Nachbar kümmert sich um ihn, bringt ihn an den Fluss zum Baden damit seine Muskeln fit bleiben. Oft genug ist er Tage lang alleine, bekommt zu wenig zu essen, dann soll er wieder eine Riesenmahlzeit auf einmal einnehmen. Er ist unterernährt. Auch das macht ihn anfällig für Krankheiten. Aber sein Ziel bleibt: Das Alte Testament will er noch übersetzen und das Neue revidieren. "Dafür hat mir Gott Zeit und Gesundheit gegeben, deswegen lebe ich heute noch"! ist sein Motto, mit dem er anderen Patienten Mut macht, wenn sie glauben, dass es nicht weiter geht. Seine Verletzung sieht er als die Chance an, etwas wirklich Wichtiges zu tun. Sein Leben hat einen Sinn bekommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2648096174813982598?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2648096174813982598/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/12/behindert-und-doch-am-richtigen-platz.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2648096174813982598'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2648096174813982598'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/12/behindert-und-doch-am-richtigen-platz.html' title='Behindert und doch am richtigen Platz'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TPp6RQ9V0rI/AAAAAAAAAKM/kQS6UfrCzKs/s72-c/Bilder%2B202.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5505069669522925716</id><published>2010-11-28T14:48:00.000-08:00</published><updated>2011-02-06T09:55:18.019-08:00</updated><title type='text'>Geburt mit Hindernissen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TPLeQ971bHI/AAAAAAAAAKE/RNN4zN9-tJk/s1600/Bilder%2B197%2Bklein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 132px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TPLeQ971bHI/AAAAAAAAAKE/RNN4zN9-tJk/s200/Bilder%2B197%2Bklein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5544738474331303026" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;María ist wieder einmal schwanger. Als erfahrene Mutter weiß sie, dass man nicht so schnell ins Krankenhaus gehen sollte. Dort wartet man doch nur viele Stunden auf dem Flur oder wird gar wieder heimgeschickt. Doch die Schmerzen kamen und damit mehrere Hindernisse.&lt;br /&gt;In Ecuador ist am 28. November Volkszählung und somit ab Mitternacht kein Bus - und kein Taxiverkehr. Ausgerechnet da wurden die Wehen schlimmer. Und dann war auch María klar, dass sie nicht mehr bis zum nächsten Nachmittag warten kann. Jetzt hilft nur noch der Nachbar, der ein Auto hat. Der hilft auch bereitwillig und fährt so schnell wie möglich zu uns. Es herrscht sowieso kaum Verkehr. Das dachte auch der andere angetrunkene Fahrer. So rast er bei Rot über die Ampel und kollidiert mit dem Wagen Richtung Entbindung. Dieser Wagen überschlägt sich dreimal. Fahrer und Mutter aber kommen mit vielen Blessuren davon. Den restlichen Weg besorgt der Krankenwagen, wo das Kind unterwegs gesund geboren wird. Die Nachgeburt kam dann im Hospital ans Neonlicht der Welt. Mutter und Kind sind wohlauf, die Mutter mit tiefen Schürfwunden am Unterarm und einigen blauen Flecken. Die beiden Fahrer sind erst Mal im Gefängnis, bis der Fall gerichtlich geregelt wird. Auch das kann einem passieren. Man hilft der Nachbarin aus der Patsche und wird bei der Volkszählung als Gefängnisinsasse geführt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5505069669522925716?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5505069669522925716/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/11/geburt-mit-hindernissen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5505069669522925716'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5505069669522925716'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/11/geburt-mit-hindernissen.html' title='Geburt mit Hindernissen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TPLeQ971bHI/AAAAAAAAAKE/RNN4zN9-tJk/s72-c/Bilder%2B197%2Bklein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-4745091397825271461</id><published>2010-11-25T18:21:00.000-08:00</published><updated>2011-02-06T10:02:51.701-08:00</updated><title type='text'>Familientragik in Lateinamerika</title><content type='html'>Sie ist im Hospital mit starken Schmerzen über viele Stunden, Er muss draußen warten, denn der Zutritt ist oft nicht gestattet. Eine normale Situation im Kreißsaal in einem staatlichen Krankenhaus Ecuadors. Das Besondere hierbei ist, dass sie 12 Jahre alt ist und er 15. Frühzeitige Schwangerschaften sind keine Seltenheit und in unser Missionshospital im Oriente kommen auch einige Erstgebärende unter 15 Jahren. Dass Mädchen im Urwald früh heiraten, manchmal kurz nach dem Einsetzen der Periode, ist kulturbedingt und normal. Sie sind auch mental darauf eingestellt, Mutter zu werden. Ihre geistige und körperliche Reife liegt noch eng beieinander. Anders sieht das bei sogenannten modernen Menschen aus, bei denen beide Entwicklungen immer weiter auseinander driften. Bei den oben genannten Fällen handelt es sich aber um jungen Menschen aus der Stadt. Ihre Familien sind zerrissen. Und zu einem Großteil sind es Emigrantenfamilien, bei denen mindestens ein Elternteil in Nordamerika oder Spanien arbeitet und die Kinder wenig Betreuung erfahren. Oft sind es die Großeltern, die sie erziehen sollen.&lt;br /&gt;80 % de Erstgebärenden unter 18 Jahren im Süden der Hochlandes Ecuadors sind Emigrantenkinder.&lt;br /&gt;Hier Zahlen aus einer Geburtsklinik von Cuenca im Süden Ecuadors. Von Januar bis Juni 2010 wurden 992 Kinder von Müttern über 18 Jahren geboren und gleichzeitig 973 Kinder von Müttern unter 18 Jahren, davon 19 von unter 14 - Jährigen. Das ist ein zunehmendes Probem der höheren Schulen, in denen ein ernstzunehemnde Zahl der Mädchen schwanger ist oder Kinder stillt. Wie ist da ein normaler Unterricht abzuhalten? Wieviel Rücksicht muss man da walten lassen?&lt;br /&gt;Diese Jugendlichen sind oft nicht nur nicht auf ihre neue Lebensaufgabe vorbereitet, sie werden auch oft von der Familie alleingelassen. Bei ihnen ist die geistige und körperliche Reife zeitlich weit getrennt und sie machen einen großen Reifeprozess durch. Viele denken natürlich an eine Abtreibung, die zwar in Ecuador gesetzlich verboten, in der Praxis aber häufig durchgeführt wird. Aber das kostet Geld, was die wenigsten haben.&lt;br /&gt;Was wäre die Lösung des Problems? Manche rufen laut nach der kostenlosen staatlich abgesegneten Abtreibung. Aber das ist bei Vielen hierzulande undenkbar - wenigstens heute noch. Andere fordern in den Medien stärkere Aufklärung der Sexualität. Ich bezweifle, dass das wirklich das Problem löst. Die bisherige Aufkläung in den Schulen führt nachweislich eher zum Gegenteil. Die Jugendlichen brauchen gute Vorbilder. Wenn die Eltern weg oder getrennt sind, keiner zuhause ist und sie keine emotionale Zuwendung erhalten, wen wunderts, wenn sie die unter den Gleichaltrigen suchen? Und sie brauchen hinterher den Rückhalt der Familie, um wenigstens ihre Schule abschließen zu können. Denn das Ergebnis ist eine junge Mutter, oft genug vom männlichen Partner im Stich gelassen,  der auch unreif ist, die Spannungen der jungen Verbindung nicht aushält und geht. Dann schlägt sich die Mutter mit Gelegenheitsarbeitehn durch, beendet in Etappen die Schule oder sogar eine weiterführende Ausbildung. Sie wird zur Kämpferin für sich und ihr Kind und lernt, ohne Mann auszukommen. Männer ihrerseits lernen nicht, Verantwortung zu tragen, sind schwach, brauchen den Alkohol, um sich ihre Männlichkeit zu beweisen und damit haben wir die Gesellschaft Lateinamerikas des Matriarchates eine Generation weiter vererbt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-4745091397825271461?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/4745091397825271461/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/11/familientragik-in-lateinamerika.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4745091397825271461'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4745091397825271461'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/11/familientragik-in-lateinamerika.html' title='Familientragik in Lateinamerika'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-9181596385696956563</id><published>2010-11-14T15:14:00.001-08:00</published><updated>2011-02-06T10:07:10.753-08:00</updated><title type='text'>Alle Räder stehen still</title><content type='html'>Am 28. November 2010 stehen in Ecuador alle Räder still. Keine Taxis, keine Busse, keine Menschen auf den Straßen. Wie bei einem Foto wird ganz Ecuador zuhause festgehalten und darf sich von 7.00 bis 17.00 nicht außerhalb des Hauses sehen lassen. In dieser Zeit gibt es auch keine Gottesdienste, obwohl Sonntag ist.  Wieder einmal ist eine Volkszählung angesagt, die so im Schnitt alle 10 Jahre durchgeführt wird.&lt;br /&gt;Es gibt in diesem Land kein Einwohnermeldeamt oder sonstige Behörden, die genauere Daten erfassen könnten. Also muss man zu solch einem Mittel greifen. Dann gehen die Zähler von Haus zu Haus und erheben die Daten.&lt;br /&gt;  Was wird so alles gefragt werden bei dieser siebten Volkszählung?&lt;br /&gt;  Das Spannendste ist die Bevölkerungsentwicklung. 1950 gab es in Ecuador etwas über 3 Mio. Einwohner. Diese Zahl ist leicht exponentiell gestiegen auf nunmehr ca. 14 Mio. Aber es gibt Anzeichen, dass diese Entwicklung sich nach unten kehrt, d.h. es nicht nur keine exponentielle Zunahme mehr, sondern eine Verminderung der Zunahme abzeichnet. Das hieße, dass Ecuador auf einen Punkt der Sättigung zusteuert, wie es reiche Länder schon erreicht haben. 2001 haben die bis 14 Jahre alten Menschen genau ein Drittel der Landesbevölkerung ausgemacht. Wo stehen diese jetzt und wie viele Kinder hat diese Gruppe heute?&lt;br /&gt;  Zum anderen ist wichtig, wie die einzelnen Volksgruppen wachsen und welche Vermischung zwischen den Ethnien bestehen. Auch das ist eine neue Entwicklung, die es in den zurückliegenden Jahrzehnten nur als Ausnahme gab. Solch eine Vermischung findet fast ausschließlich in Städten statt, wenn die Indianer ihr angestammtes Dorf verlassen. Genauso interessant ist aber auch die Frage nach der aktuellen Familienstruktur, etwa die Frage, wie viele Behinderte gibt es, die sonst nirgends erfasst sind. Wie viele Menschen arbeiten, vielleicht Teilzeit, ohne dass sie irgendwie sonst erfasst wären?&lt;br /&gt;  Ein weiteres großes Feld der Fragen ist die moderne Technik. Wie viele Menschen haben einen Computer, wer benutzt internet und wer hat ein Handy? Wer hat welches Studium absolviert und arbeitet er oder sie auch in diesem Beruf? Damit soll auch die Effektivität der Ausbildungsstätten überprüft werden. Es ist die Datengrundlage, Ausbildungsangebote besser steuern zu können.&lt;br /&gt;  Und zum Schluss die heikelste alle Fragen: Wer wohnt alles in der Wohnung, in dem Haus? Diese Frage ist deswegen umstritten, weil es seit Neuestem Gesetze gibt, die der Regierung erlauben, ungenutzten Wohnraum oder ungenutztes Land per Dekret Bedürftigen zur Verfügung zu stellen. Wer also mehrere Wohnung besitzt, sie leer stehen lässt und vielleicht damit spekuliert, fürchtet jetzt um seine Gewinnmöglichkeiten und möglicherweise um staatliche Eingriffe in seine Freiheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ecuador braucht ein neues und aktuelles Foto für die Planung seiner Zukunft. Dazu muss das Land einmal 10 Stunden stillstehen, die Luft anhalten und lächeln. Aber viele Daten können auch missbraucht werden und jeder weiß: Vertraulichkeit gibt es in diesem Land nicht und so werden manche Menschen nur sehr vorsichtig die Fragen beantworten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-9181596385696956563?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/9181596385696956563/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/11/alle-rader-stehen-still.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/9181596385696956563'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/9181596385696956563'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/11/alle-rader-stehen-still.html' title='Alle Räder stehen still'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-4907068656111806749</id><published>2010-11-07T17:50:00.001-08:00</published><updated>2011-02-06T10:14:11.620-08:00</updated><title type='text'>Es gärt in Ecuador</title><content type='html'>Es ist schwierig, derzeit in Ecuador an Information zu kommen. Die staatlich gelenkten Medien geben keine andere als regierungsfreundliche Information weiter. Für die anderen Medien herrscht Nachrichtensperre. Und dennoch ist kein Friede eingekehrt, seit am 30 September ein kleiner Kreis Polizisten den Präsidenten Rafael Correa einige Stunden festgehalten hat. Kidnapping sagt die Regierung, berechtigter Protest sagen die anderen. Über 250 Polizisten und Militärs werden derzeit überprüft und sitzen in Haft, einschließlich des Leiters des Militärkrankenhauses, in dem der Präsident festgehalten worden war. Ihnen droht ein Prozess laut Regierung wegen versuchten Mordes an Correa. Was also wirklich an Gefühlen und Meinungen derzeit bei einflussreichen Schichten der Bevölkerung kocht, kann man nur ahnen. Ein Zeichen der Unzufrieden entlud sich vor wenigen Tagen beim Richter, der den Fall des Hospitalleiters der Polizei bearbeitet. Auf sein Haus wurde ein Attentat verübt. Trotz zweier scharfer Rotweiler-Hunde, die das Grundstück schützen sollen wurde ein Auto gegen die Wand gefahren und anschließend angezündet. Es wurde nichts gestohlen. Es wird klar von einem Attentat, einer letzten Warnung ausgegangen. Wer dahinter steckt, kann man derzeit nur ahnen. Aber es zeigt, dass die Regierung nicht alles im Griff hat. Und ob die persönliche rund um die Uhr - Bewachung aller mit solchen Fällen befassten Richter da Abhilfe schafft, darf bezweifelt werden&lt;br /&gt;Die Regierung hat viele ihrer Ankündigungen wahr gemacht. Das unterscheidet sie von vielen bisherigen Regierungen. So sind von 628 kurzfristig suspendierten Arbeitern der staatlichen Petroleumgesellschaft der Raffinerie an der Küste nur12 wieder eingestellt worden. Die anderen haben nachgewiesener Maßen zusätzlich an einer Firma verdient, die das Öl an Fischer weiter verkauft. Das ist laut Gesetz verboten, aber viele halten sich nicht daran. Derzeit werden viele Mitarbeiter der Ministerien in Quito entlassen. Ihre Arbeit wird jährlich evaluiert und sie wurden als ineffektive Mitarbeiter nun auf die Straße gesetzt. Manche haben viele Jahre dort gearbeitet. Jetzt wird ein Schussstrich gezogen. Das spricht sicher für die Regierung, erhöht aber auch die Zahl der Feinde.&lt;br /&gt;Es ist zweifellos das Verdienst der Regierung Correa, alte, ineffektive Zöpfe abzuschneiden. Das formt aber zweifelsohne auch den Widerstand. Wenn der sich nicht irgendwo legal Luft verschaffen und artikuliert werden kann, bei der fehlenden Pressefreiheit dieser Tage, kann sich das leicht in illegalen Aktionen wie Attentaten Ausdruck verschaffen, was wieder Wasser auf die Mühlen der Regierung ist. Dieser Druck muss sich irgendwo artikulieren dürfen, sonst leben wir in einer Diktatur.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-4907068656111806749?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/4907068656111806749/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/11/es-gart-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4907068656111806749'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4907068656111806749'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/11/es-gart-in-ecuador.html' title='Es gärt in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1245849201488585840</id><published>2010-10-21T02:50:00.001-07:00</published><updated>2011-02-06T10:17:57.623-08:00</updated><title type='text'>Staatskrise in Ecuador</title><content type='html'>So wie in den USA heute nichts mehr so ist wie vor dem 11. September 2001, so ist auch in Ecuador der 30. September 2010 ein Meilenstein in der Geschichte unserer Regierung. Derzeit ist große Funkstille, aber hinter den Kulissen wird fieberhaft gearbeitet. Hilfreich dabei ist, dass die großen Medienzentren wie die wichtigsten Fernsehstationen nicht mehr regierungskritisch sind. Das Gesetz der Entflechtung zwischen Kapital und Medien ist in Kraft getreten. Die Fernsehkanäle stehen zum Verkauf an. Niemand will oder kann sie kaufen, also übernimmt die Regierung das Ruder. Selbst die unabhängigen Zeitungen sind vorsichtig geworden. Viel zu berichten gibt es ohnehin nicht, da sie kaum an relevante Information kommen und derzeit keine neuen Gesetze beschlossen werden. Die Regierung leckt ihre Wunden und legt ihre Zukunftspläne fest.&lt;br /&gt;Zunächst aber wurden im Kabinett 4 Kommissionen gebildet, die die Krise analysieren und Gegenmaßnahmen ausarbeiten sollen.&lt;br /&gt;   Am 30. September hatte ein kleiner Kern der Polizei gemeutert und den Präsidenten, der schlichtend in das Polizeihauptquartier ging, einige Stunden festgehalten, bis ihn das Militär gewaltsam befreite. Mehrere Menschenleben kostete diese Aktion und zeigte an, dass viele Menschen mit den Plänen der Regierung nicht einverstanden sind. Jetzt durchläuft eine Säuberungswelle die Polizei. Die neuen Gesetze sollen angewandt werden, aber es fehlen die Ausführungsorgane, die noch nicht geschaffen wurden. Gleichzeitig stellt sich heraus, dass am 30. September auch einige Militärs gegen den Präsidenten protestiert hatten. Deswegen hatte es auch Stunden gebraucht, bis die Militärleitung sich offiziell hinter den Präsidenten gestellt hatte. Zuerst musste die eigene Truppe überprüft werden. Wenn das Militär als oberster Ordnungshüter geteilter Meinung ist, bricht die Anarchie aus. Jetzt läuft auch eine Säuberungswelle durch Militär.&lt;br /&gt;   Eine außenpolitische isolierte Regierung nutzt die Gelegenheit, sich derzeit internationale Bestätigung ihrer Legitimität zu holen. Plötzlich gibt Präsident Correa Interviews für ausländische Medien. Botschafter sind in aller Welt unterwegs, um den Weg der hiesigen Regierung in Europa und Lateinamerika zu erklären und Rückendeckung zu holen.&lt;br /&gt;   Und im Land selbst war plötzlich Schluss mit Reisen. Vorher fanden alle Aktivitäten der Regierung an den verschiedensten Orten des Landes statt, gab es eine samstägliche Ansprache Correas in einer nationalen Radiokette verschiedensten Orten Ecuadors, was die Nähe zu den Menschen anzeigte. Jetzt ruht sich der Präsident nach seiner Knieoperation erst einmal aus, macht seine krankengymnastischen Übungen und soll angeblich abnehmen, um schneller fit zu sein. Ein Weiteres wird deutlich: Er hat in der Vergangenheit zu viel selbst gemacht. Die Arbeitslast soll auf weitere Schultern verteilt werden.&lt;br /&gt;Der 30. September 2010 war ein Schock für das ganze Land. Die Regierung ist aus der Selbstsicherheit gerissen worden. Jetzt aber lotet sie aus, wie sie die Krise meistert. Die Medien schweigen. Es gibt keine Opposition. Die Säuberungswellen gehen durchs Land. Wer gestärkt darauf hervorgehen dürfte, ist ohne Zweifel der Geheimdienst. Nicht umsonst gilt nach wie vor der Ausnahmezustand für die Hauptstadt Quito.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1245849201488585840?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1245849201488585840/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/10/staatskrise-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1245849201488585840'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1245849201488585840'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/10/staatskrise-in-ecuador.html' title='Staatskrise in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5779798566207012101</id><published>2010-10-17T09:33:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T10:20:52.478-08:00</updated><title type='text'>Patientenberichte</title><content type='html'>Von der Frau Keta L. haben wir bereits berichtet. Die junge Radiosprecherin, die keine 100 m von unserem Haus arbeitet, kam mal wieder zu einer Nachuntersuchung. Sie ist jetzt 3 Jahre tumorfrei. Medizinisch gesehen sind es noch 2 Jahre, bis wir sie offiziell als geheilt deklarieren können. Im August 2007 war ihr gesamter Bauchraum voller Metastasen eines hochmalignen Tumors des Blinddarms gewesen. Sie hatte kein Geld, sich um zwei jugendliche Kinder zu kümmern und war gerade von ihrem Mann verlassen worden. Schon einmal war sie nach der Geburt des ersten Kindes fast verblutet und konnte in letzter Minute gerettet werden. Jetzt gab es medizinisch gesehen keine Hoffnung. Keta gab alles in Gottes Hand und bat ihn um ein Wunder.&lt;br /&gt;Sie ist nach wie vor tumorfrei, voll arbeitsfähig. Inzwischen ist sie stolze Großmutter und selbst ihr Mann hat sie um Verzeihung gebeten und ist zurückgekehrt. Aber sie hat ihn nicht einfach wieder aufgenommen, sondern vorher ein längeres Eheseminar mit ihm gemacht, um die alten Fehler ihrer vorigen Ehe nicht zu wiederholen.&lt;br /&gt;Victor ist 27 Jahre alt und kam mehrfach in Behandlung bis zu Operationen. Sein Leben ist verpfuscht. Auch eine jahrelange Rucksackreise durch Südamerika war letztlich nur Ausdruck seiner Flucht. Mit 13 Jahren hatte er zusammen mit 5 anderen Freunden ihr Leben Satan geweiht und dies mit ihrem Blut besiegelt. Danach war sein Leben ein einziges Durcheinander. Was er da alles angestellt hat, können wir wohl kaum ahnen. Im Tiefsten aber sehnte er sich nach Frieden. Jetzt hat er Klaudia um ein Gespräch gebeten. Ein Team hat ihn geistlich bei der Lebensübergabe an Jesus begleitet. Er hat den Herrschaftsbereich gewechselt und das merkt man seinem Leben an. Aber es ist noch ein weiter Weg bis zu einem selbständigen, reifen Christen. Eine ungesunde Mutterbindung muss noch gelöst werden und wir sind gespannt und warten auf die Reaktion der 5 Freunde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5779798566207012101?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5779798566207012101/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/10/patientenberichte.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5779798566207012101'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5779798566207012101'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/10/patientenberichte.html' title='Patientenberichte'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2184041927587591987</id><published>2010-10-03T10:51:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T10:24:01.136-08:00</updated><title type='text'>Zeiten der Instabilität in Ecuador</title><content type='html'>Der 30. Sept. 2010 ist wieder so ein plötzlich eintretendes Ereignis in der Geschichte Ecuadors wie vor wenigen Jahren der Sturz voriger Präsidenten. Diesmal hatten Teile der Polizei  wegen Kürzungen ihrer Zulagen ihrem Ärger Luft gemacht. Der Präsident ging in die Höhle des Löwen ins Polizeihauptquartier. Dort wurde er so attackiert, dass er im daneben liegenden Polizeikrankenhaus behandelt werden musste. Das war dann auch gleich sein Ort, an dem er festgehalten wurde. Interniert sagen die einen, gekidnappt sagen die anderen. Schließlich wurde er unter einem über 30 minütigen Schusswechsel von der Elitetruppe der Polizei sowie dem Militär gefreit. Resultat: 7 Tote und 200 Verletzte. Inzwischen ist wieder Ruhe eingekehrt. Aber ist es eine wirkliche Ruhe?&lt;br /&gt;Eine Reihe von Gesetzen greifen in diesen Tagen: Die Banken und Mediensektoren sind entflochten. Es gibt keine regierungskritischen Fernsehstationen mehr. Am Tage des Polizeiaufstandes war privaten Medien jede Berichterstattung untersagt. Alle Medien waren gleichgeschaltet.&lt;br /&gt;Über 600 Mitarbeiter der staatlichen Petroleumorganisation wurden von der Arbeit suspendiert, bis klar ist, wieweit sie in Geschäften mit einer anderen Lieferfirma verstrickt sind. Es wurden bereits Streiks angekündigt.&lt;br /&gt;Die Mitarbeiter staatlicher Behörden sollen schärfer kontrolliert und auch schneller entlassen werden können. Der öffentliche Dienst erwägt Proteste.&lt;br /&gt;Bereits auf der Strasse sind die Studenten in vielen Städten. Die Regierung mischt sich ihrer Meinung nach zu sehr in die Eigenverwaltung der Universitäten ein.&lt;br /&gt;Viele Ecuatorianer fragen sich derzeit, warum die Polizei so stümperhaft vorging. Es war einfach eine unüberlegte Explosion der Gefühle. Aber auch so etwas muss die Regierung ernst nehmen. Ganz schnell kann sich das auf anderen Ebenen wiederholen. Damit wären die oft so gerühmten Reformen in Gefahr und Ecuador würde wieder im Chaos versinken. Jetzt ist die wirkliche Zerreißprobe der Regierung. Die nächsten Monate werden entscheiden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2184041927587591987?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2184041927587591987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/10/zeiten-der-instabilitat-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2184041927587591987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2184041927587591987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/10/zeiten-der-instabilitat-in-ecuador.html' title='Zeiten der Instabilität in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3671506775152699273</id><published>2010-09-27T04:04:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T10:27:27.624-08:00</updated><title type='text'>Mondayacubesuche - immer voller Überraschnungen</title><content type='html'>Nach den Desastergottesdienst vor einer Woche mit nur zwei Besuchern und 1 1/2 Std. Verspätung, kamen heute fast alle und überpünktlich. Wir waren 16 Erwachsene und Jugendliche. Sogar ein neues Ehepaar kam mit Bibel in der Hand. Das Team der Predigt war im fortlaufenden Text: "Zieh nicht am Joch mit Ungläubigen!" und passte in die Situation der einzelnen Familien und "Verbindungen". Da ist Vieles biblisch zu regeln, sie sehen es aber nicht und bringen sich so um den Segen Gottes. Solche Zusammenhänge klar zu machen, ist äußerst schwierig, denn die eigene Kultur ist nimmer stärker als die Bibel. Unser Vorteil in Deutschland ist, dass wir immer noch eine christliche Grundkultur haben, wenn auch die derzeit massiv weggespült wird. Hier war so etwas nie vorhanden.&lt;br /&gt;Nach dem Gottesdienst habe ich versucht, die beiden Familien ihre Streitpunkt aussprechen zu lassen. Plötzlich sprachen die beiden zerstrittenen Frauen miteinander, aber das war mehr als oberflächlich. Da hätten noch mehr Leute beider Clans dabei sein müssen. Die Frauen waren sich schnell einig, meinten aber, dass da eigentlich der und die noch dabei sein müssten, um wirklich zu verzeihen und die Unterschiede zu besprechen, aber die waren nicht da. Die Spannungen bleiben also bestehen. Es ist bezeichnend für diese Indianerkultur, dass man auf Abstand lebt, sowohl in der Bauweise der Dörfer, jeder in seinem Haus auf Abstand zum Nachbarn ohne wirkliche Dörfer mit einem Dorfkern, mehr eine lose Ansammlung von Hütten und Häusern. So ist auch eine Gemeinde zusammengesetzt: als Familienclans. Die anderen sind weit weg, man streitet sich schnell, Tratsch über die anderen daheim und so entsteht ein Abstand der bis zur Feindschaft führen kann. Wie soll da wirkliche Gemeinde entstehen? Bis jetzt hat das Evangelium diese Lebensweise nicht verändert. Beten wir weiter!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3671506775152699273?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3671506775152699273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/09/mondayacubesuche-immer-voller.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3671506775152699273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3671506775152699273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/09/mondayacubesuche-immer-voller.html' title='Mondayacubesuche - immer voller Überraschnungen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3238117204816242050</id><published>2010-09-22T04:09:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T10:32:57.586-08:00</updated><title type='text'>Investieren wir doch in die Zukunft!</title><content type='html'>Ein großer Teil der Ecuatorianer hat in den letzten Jahren das Weite und in Nordamerika und Europa seine Zukunft gesucht. Besonders die Staats - und Wirtschaftskrise von 1999/2000 hat diesen Trend verstärkt. Davon ist vor allem der Süden des Hochlandes betroffen, wo es ganze Geisterdörfer gibt, in denen alte Leute mit Kindern wohnen. Dazwischen werden Häuser mit großem Komfort gebaut mit dem Geld, das die mittlere Generation aus dem Ausland schickt. Ein Gegensatz, der die innere Misere aufzeigt. Familien sind auseinandergerissen worden. Die Leidtragenden sind die Kinder. Sie leben oft bei den Großeltern, die mit der Erziehung von bis zu 15 Enkeln völlig überfordert sind. Im Gegenzug versuchen die Eltern ihr Geld dann in Häuserbauten als Investition fürs Alter zu stecken. Was mit den Kindern geschieht, darüber gibt eine jetzige Studie einen kleinen Einblick. Diese Kinder sind sehr häufig Opfer von Sexualverbrechen. Man schätzt, dass in Ecuador ca ein Drittel der weiblichen Bevölkerung in ihrer Kindheit oder Jugend sexuell missbraucht werden. In den Auswanderergegenden Ecuadors ist es viel schlimmer. Und wieder sind es die nächsten Menschen dieser meist Mädchen wie Nachbarn, Lehrer und Familienangehörige, die sich an ihnen vergehen. Da wurde ein 19-Jähriger gefasst, der sich an einer 7 Jährigen vergangen und sie anschließend ermordet hatte. Er meinte, das Mädchen hätte ihn darum gebeten, weil ihr Leben sowieso keinen Sinn mehr hätte, seit ihre Eltern weg seien und sie bei Nachbarn lebe. 199 solcher Fälle wurden jetzt allein in der Provinz um die Stadt Cuenca bekannt. 77 der dort einsitzenden 179 Gefangenen sind Sexualstraftäter.&lt;br /&gt;   Jetzt aber erleben wir auch das Gegenteil in unserer Beratung. Die wirtschaftliche Situation in Spanien und Nordamerika ist deutlich schlechter. Tausende Ecuatorinaer aus diesen Ländern haben keine Arbeit mehr und kehren zurück in die alte Heimat. Sie kommen nach Hause in der Annahme, dass dort alles beim Alten geblieben sei. Doch beide Seite haben sich geändert. Die Kinder sind nicht mehr die lieben Kleinen von vor 10 Jahren. Andere wie große Brüder haben längst den Platz des Beschützers der Familie eingenommen. Der "Heimgekommene" fühlt sich als Fremdkörper und überhaupt nicht mehr zuhause. Es ist anders als etwa früher im Urlaub, als man für einen Monat zurück kam und alles ihm oder ihr zu Füßen lag. Oft brechen jetzt Familien auseinander, die jahrelang als Fernfamilie zusammengehalten haben. Familie funktioniert auch ohne den Geldgeber aus der Ferne.&lt;br /&gt;   Die wirtschaftliche Not eines Landes und die Möglichkeit, woanders Geld zu verdienen, ist eine Chance, aber auch ein wichtiger Motor, um Kulturen zu zerstören. Was wir hier in Ecuador mit eigenen Augen und täglich erleben, ist nur die Spitze eines weltweiten Eisberges. Was passiert in den riesigen Flüchtlingsströmen dieser Welt, bei den Heeren von Wanderarbeitern etwa in Fernost. Was ist in China los mit den Ein-Kind Familien, wo es bis zu 80% Jungen gibt, weil die Mädchen abgetrieben wurden und wo diese jungen Männer jetzt eine Frau suchen? Da sieht es noch ganz anders aus. Davon schreiben Zeitungen nichts und davon sehen wir keine Bilder in den Fernsehkanälen. Mir zeigt es auf, wie wichtig es ist, Familie zu leben und zu gestalten. Denn das ist das, was derzeit in Deutschland ebenfalls verloren geht, wenn dort mancherorts bis zu 30% der Kinder ohne Frühstück in die Schule kommen und die Schule notgedrungener Maßen mehr und mehr die fehlende Erziehung der Eltern ersetzen muss. Kaputte Familien - ein weltweites Phänomen. Am besten, wir fangen da bei uns selbst an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3238117204816242050?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3238117204816242050/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/09/investieren-wir-doch-in-die-zukunft.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3238117204816242050'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3238117204816242050'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/09/investieren-wir-doch-in-die-zukunft.html' title='Investieren wir doch in die Zukunft!'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8132959272717320570</id><published>2010-09-21T03:19:00.000-07:00</published><updated>2010-09-21T03:20:40.864-07:00</updated><title type='text'>Ein frustrierender Besuch in Mondayacu?</title><content type='html'>Der letzte Sonntag war zunächst nicht leicht zu verdauen. Nur zwei Erwachsene und zwei Kinder kamen in den Gottesdienst und das auch erst mit über einer Std. Verspätung. Der Rest war beschäftigt. Doch dann haben wir gute Gespräche gehabt. Es ging darum, was Gottes Wort wirklich in uns bewirkt und es gab ein klärendes Gespräch mit der Frau, die mit einem noch verheirateten Mann zusammen lebt. Jetzt muss sie ihre Zukunft selbst regeln. Natürlich war der nicht gläubige Mann erbost über mich, dass ich mich in sein bequemes Leben einmische.&lt;br /&gt;Die meisten Mitglieder der einen Familie haben jetzt genug Geld. Fast alle verdienen etwas, wenn auch sie alle keine Zukunft haben, da sie keine feste Arbeiten aufweisen können. Aber irgendeine Organisation aus dem Ausland zahlt derzeit Gelder an Kinder der Gegend und ein Gemeindemitglied verteilt dieses Geld. Plötzlich ist Geld in der Familie für einen Hausbau. Es geht ihnen finanziell besser denn je.&lt;br /&gt;Zusätzlich verdichten sich die Gerüchte nach Ölbohrungen in der Umgebung von Mondayacu. Viele träumen vom schnellen Geld. Der Vorteil ist, dass sie uns finanziell nicht brauchen. Wir können uns auf die geistliche Aufgabe konzentrieren. Für die nächsten Wochen rechnen wir mit einem geistlichen Durchbruch oder dem Ende der Arbeit in Mondayacu. Es spitzt sich immer mehr zu. Danke für alle Gebete.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8132959272717320570?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8132959272717320570/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/09/ein-frustrierender-besuch-in-mondayacu.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8132959272717320570'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8132959272717320570'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/09/ein-frustrierender-besuch-in-mondayacu.html' title='Ein frustrierender Besuch in Mondayacu?'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8908582564137683707</id><published>2010-09-16T21:04:00.001-07:00</published><updated>2011-02-06T10:36:56.179-08:00</updated><title type='text'>Bitte um Gebet für die Gemeinde in Mondayacu</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TJLrnaLEAQI/AAAAAAAAAJ8/U0BpaXfyI20/s1600/Pa%C3%BAl+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TJLrnaLEAQI/AAAAAAAAAJ8/U0BpaXfyI20/s200/Pa%C3%BAl+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5517731555755426050" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;hier Paúl Chiriboga bei der Vorstellung&lt;/span&gt;.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seit 1997 läuft dieses Gemeindegründungsprojekt im Osten Ecuadors und es hat unserer Muttergemeinde San Marcos in Quito viel Segen gebracht. Aber es hat auch viel Kraft gekostet und manche Verzweiflung. Wir haben eine Missionarin aus Quito für zwei Jahre dort wohnen und arbeiten gehabt, was zum Segen für viele Kinder, jetzt Jugendliche geworden ist. Jetzt hat Paúl Chiriboga Ende Mai dort angefangen. Er ist Agraringenieur und hofft so, mit den Erwachsenen des Dorfes mehr Kontakt zu bekommen. Aber es ist still um große Pläne geworden, weil er kein Geld zu verteilen hat, worauf viele gehofft hatten. Auch ist die Gemeinde geschrumpft, als wir vor einem Jahr nach Afrika gingen und die Gemeinde in Quito Mondayacu vergessen hatte.&lt;br /&gt;Es ist ein großer Kreis von Helfern da, die hinter dem Projekt stehen, aber wenn das nicht gebündelt wird, geht die Vision für andere da zu sein verloren.&lt;br /&gt;Die Gemeindeleitung steht nicht geschlossen hinter dem Projekt und einige leitende Mitarbeiter sind unfähig zu organisieren.&lt;br /&gt;Für uns aus der Ferne von Shell ist die Motivierung schwierig.&lt;br /&gt;Aber auch in Mondayacu ist "der Wurm drin".&lt;br /&gt;Es gibt keinen, der die Gemeinde leitet. Die Menschen sind gewohnt, geleitet zu werden. Selbst etwas in die Hand zu nehmen, hat schon bei vielen Projekten, die wir dem Dorf vorschlugen, nicht geklappt. Wir beten für Menschen, die wirklich vom Geist Gottes getrieben werden. Die sehen wir derzeit nicht.&lt;br /&gt;Eine zentrale Person der Gemeinde lebt im Ehebruch zusammen mit einem Mann, der noch verheiratet ist und seine Familie woanders hat.&lt;br /&gt;Deswegen sind ihre Kinder rebellisch.&lt;br /&gt;Zudem ist mit einer anderen Familie ein Streit entstanden, der viele Gründe hat und die Menschen sind nicht in der Lage, ihre Konflikte auszutragen und zu bereinigen. Also hat sich die Familie zurück gezogen und kommt nicht mehr in den Gottesdienst.&lt;br /&gt;Menschlich gesehen ist das Projekt Mondayacu gescheitert. Deswegen haben wir uns eine Frist bis Januar 2011 gesetzt, um Früchte zu sehen.&lt;br /&gt;-  Der Missionar Paúl Chiriboga sollte bis dahin sehen, was er erreichen kann. Es sollten einige junge Leute aus dem Dorf bereit sein, Verantwortung in der Gemeinde zu übernehmen.&lt;br /&gt;-  Konflikte sollten gelöst werden&lt;br /&gt;-  Mitarbeiter aus Quito sollten mit Freuden dabei sein und mit eigenen Ideen und Initiativen kommen.&lt;br /&gt;Wenn nicht, dann wird das Projekt Mondayacu, wenn auch unter Tränen, beendet. Die frei werdenden Kräfte werden anderswo gebraucht. Bitte betet mit uns, dass Gott eine Änderung schenkt. DANKE!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8908582564137683707?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8908582564137683707/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/09/bitte-um-gebet-fur-die-gemeinde-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8908582564137683707'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8908582564137683707'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/09/bitte-um-gebet-fur-die-gemeinde-in.html' title='Bitte um Gebet für die Gemeinde in Mondayacu'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/TJLrnaLEAQI/AAAAAAAAAJ8/U0BpaXfyI20/s72-c/Pa%C3%BAl+klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1428575119462517860</id><published>2010-08-02T04:51:00.001-07:00</published><updated>2011-02-06T10:40:39.358-08:00</updated><title type='text'>Drogenhandel in Ecuador</title><content type='html'>Dass Drogenhandel eine lukrative Sache ist, weiß jedes Kind. 1 Kilogramm Kokain kostet in Kolumbien 2000 US-Dollar, in Ecuador $ 4.000,-, in den USA $ 34.000, in Europa durchschnittlich $ 41.000 und in Australien gar $ 240.000. Der internationale Markt regelt sich nach strikten Marktgesetzen. Solange gekauft wird, wird auch produziert und geliefert. Da ist die Polizei nur ein gelegentliches Hindernis. Interessant ist aber, wie sich die Herstellung verlagert. Ecuador ist längst nicht mehr nur eines der Durchgangsländer für Kokain, sondern hier stehen mehr und mehr Laboratorien. 10,4 Tonnen Heroin sind von Januar bis Juli 2010 beschlagnahmt worden. Aber was ist das bei ca. 5 Tonnen Rauschgift, die schätzungsweise täglich durch Ecuador gehen sollen? Wie kommt dieses Gift aus dem Land?&lt;br /&gt;Früher waren es die Flugzeuge, aber in Koffern lässt sich nur wenig mitnehmen. Auch die Zeit der “Mulas“ ist vorbei, wenn Reisende, den Darm vollgestopft mit Kokain in Gummiballons in andere Länder flogen, um sied dort "abzuliefern". Der Konsum ist gestiegen und der überwiegende Handel läuft heute über Schiffe.&lt;br /&gt;   So ist die Küstenregion Ecuadors prädestiniert für den Handel. In Dörfern möglichst an kleinen Flüssen tauchen plötzlich Fremde auf, um die Finca oder Hacienda zu mieten. Ist der Besitzer dagegen, wird er oft bedroht. Die Nachbarn wissen, was los ist, wenn plötzlich viele Fremde und vor allem nachts mit Pick-ups, Lastwagen und vielen Motorrädern erscheinen, aber sie schweigen aus Angst. So ein Drogenlabor hat dann eine begrenzte Lebensdauer, bis die Polizei es entdeckt. Aber die Anwohner schweigen, weil hier und da die ecuatorianische Polizei mit in den Handel verstrickt ist und man so seiner Sache nicht sicher ist. Am Besten, man hat nichts gesehen und gehört.&lt;br /&gt;   Dann geht "die Ware" über kleine Flüsse an die Küste und von dort über Fischerboote nach Mexiko, in die USA oder sonst wohin in der Welt. Jetzt aber entdeckte die Polizei  hierzulande eine neue Methode, nämlich U-Boote. Es sind primitive Unterseebeiboote gefunden worden. die in bestimmter Tiefe von einem Schiff mitgeschleppt werden, ohne dass man es von oben merkt. Jetzt aber wurde bei San Lorenzo an der Nordküste zu Kolumbien in den Mangroven ein 23 Meter langes U-Boot entdeckt, dass einen Diesel - und einen Elektromotor besitzt, bis zu 21 Tagen in ca. 20 Meter Wassertiefe bleiben kann. Es kann also auch größere Flüsse hinauf fahren. Damit kann man Tonnen von "Ware" transportieren und die Küste fremder Länder durchbrechen.&lt;br /&gt;Was den hiesigen Behörden Sorge bereitet, ist, dass sowohl Guerilleros der FARC, der linken Untergrundarmee, als auch die "Schwarzen Adler", die paramilitärischen Gruppen hierzulande tätig sind. Die "Paramilitaros" waren einst gegründet worden, um die linke Guerilla zurückzuschlagen. Jetzt sind sie wie die anderen in den Drogenhandeln verstrickt und finanzieren sich dadurch. Hunderte von Morden in Ecuador gehen auf deren Konto. Wie sehr Drogenhandel um sich gegriffen hat, wird an den Gefängnisinsassen deutlich. Ca. 20% aller Gefangenen Ecuadors sitzen wegen eines Drogendeliktes, viele zum wiederholten Mal.&lt;br /&gt;   Neu ist auch, dass zunehmend Heroin auf dem Markt in Ecuador erscheint. Die Welt wird immer einheitlicher. Wer in diesen "Sommertagen" an bestimmte Orte der Küste mit den vielen ausländischen Touristen reist, kann dort den Drogenkonsum förmlich riechen. Inzwischen kommen auch die Konsumenten hierher. Sie kürzen für den Urlaub die Wege ab. Und, wie gesagt, solange Drogen konsumiert werden, solange wird produziert und auf immer neuen Wegen die Ware geliefert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1428575119462517860?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1428575119462517860/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/08/drogenhandel-in-ecuador.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1428575119462517860'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1428575119462517860'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/08/drogenhandel-in-ecuador.html' title='Drogenhandel in Ecuador'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-6584767604738900472</id><published>2010-07-25T15:24:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T10:56:55.069-08:00</updated><title type='text'>Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen</title><content type='html'>Wir leben hier in Ecuador in einem für viele Deutsche interessanten Land. Es ist weit weg und sicher und deshalb mit seinen verschiedenen Kulturen nicht nur für Kurzzeittouristen interessant, sondern auch ein Magnet für Globetrotter, die länger hier verweilen wollen. Darunter sind viele junge Leute aus Deutschland oder Nordamerika, die hier durchs Land reisen oder ein Praktikum absolvieren. Wer allerdings länger als 3 Monate bleiben will, braucht ein besonders Visum, etwa als Missionar oder Student. Und so erleben wir hier viele Besucher, mit denen wir unser Leben für wenige Tage als Zwischenstation oder auch für einige Wochen und Monate teilen. Dabei fallen uns zwei Extreme auf, von denen wir berichten wollen.&lt;br /&gt;  Die weitaus größte Zahl der jungen Menschen, die nach Ecuador kommen sind weiblichen Geschlechts. Sie kommen nach dem Abitur, in der Ausbildung oder kurz nach Vollendung des Studiums. Sie machen häufig Praktika in ihrem Beruf oder engagieren sich sozial in Waisenhäusern oder Schulen. Beliebt sind Famulaturen oder gar Teile des Praktischen Jahres für junge, angehende Ärzte. Diese jungen Frauen haben ein Ziel in ihrem Leben oder stellen bewusst ein Zeit des Abenteuers oder sozialer Hilfe zu Beginn weiterer Ausbildung zur Verfügung. Es ist Teil ihres Lebensplans, denn was danach kommt, ist mehr oder weniger fest geplant. Jungen Frauen haben ihr Leben viel fester geplant und ziehen ihre Pläne durch. Hindernisse werden vorher aus dem Weg geräumt. Bei ihnen weiß man klar, voran man ist.&lt;br /&gt;  Das Gegenteil sind die wenigen Männer, die hierher kommen. Sie kommen als frisch Verheiratete und brauchen eine Zeit weg von den Eltern und den Ursprungsfamilien, oder direkt nach dem Abitur oder entsprechender Ausbildung. Sie kommen hierher, weil sie eine Zeit der Selbstfindung brauchen. Sie sind unstetig, weil ständig auf der Suche. Da locken kurzfristige Abenteuer, lassen sie sich von einem Projekt begeistern. Sie bauen spontan einer Indianerfamilie einen Hühnerstall oder reisen mal für wenige Tage schnell an die Küste. Es ist die Suche nach Abenteuer und handfester Arbeit. Für ein Fußballspiel mit Bekannten reisen sie 5 Std. per Bus, um am gleichen Tag wieder zurückzukehren. Sie sind viel spontaner aber eben auf der Suche und nicht so festgelegt wie die Mädchen&lt;br /&gt;  Woher kommt das ausgerechnet bei europäischen jungen Menschen, die anders als gleichaltrige Nordamerikaner sind? Wir haben in Deutschland über Jahrzehnte in die "Befreiung der Frau" investiert und tun es noch. Noch vor 40 Jahren waren in der Regel die Klassenbesten einer Abiturklasse Jungen. Das ist längst passe. Kinder kommen zunehmend aus zerrütteten Familien und werden in der Regel mehr von der Mutter erzogen, Im Kindergarten dominieren Erzieherinnen, ebenso in der Grundschule. Im Gymnasium tauchen männliche Lehrer auf. Frauen planen ihr Leben besser durch. Unsere Erziehung ist auf Frauen ausgerichtet, in der viele Jungen nicht ihren Platz finden. Einige schaffen es nie, andere brauchen Jahre, bis sie ihren Weg nach vielen Umwegen gefunden haben und wider andere brauchen eine "wilde Zeit" etwa in Ecuador, um selbst Erfahrungen zu machen und auch mal hier und da auf die Nase zu fallen. Dann fliegen sie nach Hause und beginnen ihr weiteres Leben mit Ziel und geradlinig.&lt;br /&gt;  So erfahren wir die Nöte Europas. Wir sind gerne "Entwicklungshelfer" für junge Leute in diesem Prozess, in dem sich viele männliche Besucher hervorragend entwickelt haben, wenn sie plötzlich und unerwartet vor einer Aufgabe stehen. Dann wachsen sie über sich hinaus und reifen zu Persönlichkeiten heran. Und wir haben bei Besuchern des männlichen Geschlechtes kaum „Ausfälle“ erlebt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-6584767604738900472?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/6584767604738900472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/07/der-unterschied-zwischen-jungen-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6584767604738900472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6584767604738900472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/07/der-unterschied-zwischen-jungen-und.html' title='Der Unterschied zwischen Jungen und Mädchen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8348402195214170524</id><published>2010-07-25T15:20:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T11:03:52.267-08:00</updated><title type='text'>Sommertheater in Südamerika</title><content type='html'>Das Militär Venezuelas ist in höchste Alarmbereitschaft versetzt worden, die diplomatischen Beziehungen sind abgebrochen und die kolumbianischen Diplomaten hatten 72 Std Zeit, um das Land zu verlassen. Eine Krisensitzung der Organisation Lateinamerikanischer Staatens wurde einberufen.  Bricht hier vielleicht ein Krieg aus? Das alles klingt zwar dramatisch, ist aber nichts als ein Schlagabtausch mit Worten und Argumenten.&lt;br /&gt;Hintergrund ist der Präsidentenwechsel in Kolumbien. Álvaro Uribe war zwei Legislaturperioden lang Kolumbiens Staatsoberhaupt. Sein Hauptverdienst ist, dass das Land wieder in weiten Teilen sicher ist, wenn auch das Problem der Guerilla noch nicht gelöst ist. Aber mit mehr Ruhe und Sicherheit auch mit Hilfe der USA hat er sich einen hohen Beliebtheitsgrad in der Bevölkerung verschafft. Sein Nachfolger in diesem Amt, Manuel Santos, versucht schon jetzt, ein eigenes Profil aufzubauen, auch wenn er die gleiche politische Linie verfolgt. So wurden schon jetzt erste Gespräche mit der ecuatorianischen Regierung geführt, um das angespannte Klima zu verbessern.&lt;br /&gt;   Jetzt, wenige Tage vor seinem Amtsende hat Uribe noch einen letzten Trumpf ausgespielt. Die Regierung Kolumbiens schickten einen Vertreter zur Organisation Amerikanischer Staaten nach Washington mit Beweisen, dass in Venezuela ca. 1500 Guerilleros  in vielen Dschungelcamps leben und die Regierung Chávez nichts gegen sie unternehme. Die Präsenz der Untergrundkämpfer sei der Regierung dort bekannt. Kolumbien fordert eine unabhängige Untersuchungskommission. Es handelt sich um Guerilleros der FARC und der ELN, der beiden größten Untergrundorganisationen.&lt;br /&gt;   Und die Reaktion Hugo Chávez aus Venezuela ist, das Militär in Alarmbereitschaft zu setzen, die kolumbianischen Diplomaten auszuweisen und eine Dringlichkeitssitzung der Staaten Südamerikas zu fordern, in der Ecuador derzeit den Vorsitz führt und in der viele linksgerichtete Staaten derzeit den Ton angeben. Man verbittet sich die Einmischung internationaler Organisationen in die internen Angelegenheiten Venezuelas. Stattdessen wird eine Untersuchung der 7 US-Militärbasen in Kolumbien gefordert mit denen kolumbianisches Militär mit den USA gegen die Guerilla vorgeht. Dabei tritt Hugo Chávez werbeträchtig mit dem argentinischen Nationaltrainer Diego Maradona auf, der sich als Sympathisant des linksgerichteten Regimes bezeichnet.&lt;br /&gt;Venezuela hat in keiner Weise die Anschuldigungen Kolumbiens entkräftet, sondern nur wild um sich geschlagen. Manual Santos, Kolumbiens neuer erster Mann hält sich derzeit weise zurück, um nicht noch mehr Porzellan zu zerschlagen. So ist wieder einmal eine Chance vertan worden, der Guerrilla wirklich zu Leibe zu rücken. Außer Spesen nichts gewesen!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8348402195214170524?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8348402195214170524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/07/sommertheater-in-sudamerika.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8348402195214170524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8348402195214170524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/07/sommertheater-in-sudamerika.html' title='Sommertheater in Südamerika'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1356912292668826319</id><published>2010-07-18T15:28:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T11:06:45.481-08:00</updated><title type='text'>Wieder zurück in Shell;</title><content type='html'>Eine schöne Zeit in Deutschland mit vielen Familientreffen liegt hinter uns. Wir haben sie genossen, viele gute Gespräche gehabt und auch von lieben Menschen Abschied nehmen dürfen. Um so härter war der Anfang hier. Jede Menge Unfälle, kaum eine Nacht ohne Notoperationen, aber auch Seelsorge und Beratung hauptsächlich für Klaudia. Ein Motorradfahrer hat sich bei einem Unfall im Oberschenkelbereich fast das ganze Bein durchtrennt. Drei Muskeln, der Nerv und die Arterie mit Vene waren noch intakt. So haben wir die Amputation verhindern können. Ein Patient kam mit Nekrosen im Brustkorb und Entzündung des Mittelfells um das Herz bei 800mg% Blutzucker hier an und wird es wohl überleben. Ein anderer bat nach einem Sturz am Vortag mit Nackenschmerzen um einen Termin in der Sprechstunde. Ihm sei so schlecht. Das Röntgenbild zeigte zwei verschobene Halswirbel. Da sind wir fast in Ohnmacht gefallen.&lt;br /&gt;Heute Mittag kam dann noch unser einheimischer Missionar, der vor knapp 2 Monaten in der Gemeinde von Mondayacu angefangen hat. Er war völlig mit den Nerven fertig, musste sich einmal aussprechen. Jetzt schläft er sich erst Mal aus, bevor wir weiter mit ihm reden können. Mondayacu ist ein geistlich schweres Pflaster. Wir sind gespannt, was Gott da noch vor hat.&lt;br /&gt;Und doch sind wir froh, wieder an der Arbeit zu sein. Jetzt werden wir uns wieder regelmäßiger melden&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1356912292668826319?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1356912292668826319/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/07/wieder-zuruck-in-shell.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1356912292668826319'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1356912292668826319'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/07/wieder-zuruck-in-shell.html' title='Wieder zurück in Shell;'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7989942463013219627</id><published>2010-05-10T03:45:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T11:12:27.751-08:00</updated><title type='text'>Pico y Placa</title><content type='html'>Wenn derzeit das Wort des Jahres in Quito zu wählen wäre, das Ergebnis wäre eindeutig: "Pico Y Placa". Denn es gibt eine neue Verkehrsregelung für die Hauptstadt. An bestimmten Tagen und festgesetzten Zeiten darf man nicht mehr sein Auto benutzen. Das wirbelt das Leben ganz schön durcheinander.&lt;br /&gt;Wie in allen Großstädten der Erde ist der Autoverkehr zu Stoßzeiten chaotisch und so hat man in Quito andere lateinamerikanische Städte kopiert. Morgens von 7.00 - 9.30 und abends von 16.00 - 19.30 werden 20% der Autos von den Straßen verband. Entscheidend ist die Endnummer des Nummernschildes. Montags sind es die Endnummern 1 &amp;amp; 2, dienstags 3 &amp;amp; 4 usw bis freitags 9 &amp;amp; 0. Für das Wochenende gilt keine Einschränkung.&lt;br /&gt;   Monate lang wurde darüber gestritten, wochenlang darüber aufgeklärt. Zeitungen, Radio - und Fernsehprogramme gaben Information.  In der Woche vorher wurde Probe gefahren. Maskierte Helfer neben Polizisten trugen die verbotenen Nummern für alle sichtbar und der Fahrer wurde auf die neue Regelung aufmerksam gemacht. Seit Anfang Mai ist die Regelung nun in Kraft. PICO ist die Stoßzeit des Straßenverkehrs und PLACA ist das Nummernschild. Ein riesiges Aufgebot von Polizisten überprüfen die Stadteinfahrten und alle wichtigen Verkehrsknotenpunkte. Sie filtern die Sünder heraus. Die Strafe sind $ 80,- und Punkte in der hiesigen "Vehrkehrssünderkartei". Ausgenommen sind Taxis und Busse, Polizei, Feuerwehr, Krankenwagen, der diplomatische Dienst, Fahrzeuge des Staates und der Tourismusbranche.  Und was ist mit ausländischen Fahrzeugen? Darauf habe ich bisher noch keine Antwoirt gefunden.&lt;br /&gt;   Neben der Aufklärung wurde den Menschen aber eine echte Alternative geboten: "Benutzt öffentliche Verkehrseinrichtungen!". "Tut euch zu Fahrgemeinschaften zur Arbeit zusammen!""Denkt über Alternativen wie Fahrrad nach!"&lt;br /&gt;   Das Ergebnis ist nach den ersten Tagen verblüffend. 20% weniger Fahrzeuge und deutlich weniger Staus. Das Stadtbild hat sich zu den Stoßzeites des Verkehrs geändert. Quitos Luft ist besser geworden. Doch die Menschen müssen sich erst daran gewöhnen. Sitzungen etwa in einer Kirche fallen aus weil der eine oder andere eben an diesem Abend nicht kann, der andere an einem anderen Wochentag nicht. Sonst müsste man ja mit dem Bus fahren und das ist gegen den sozialen Status. So dürfen wir wieder neu zusammen finden nach dieser Regelung.&lt;br /&gt;Aber es ist auch die Zeit, in der einige Polizisten versuchen, persönlliches Kapital aus der Unsicherheit zu schlagen. Sie halten Kleinbusse an, die für Firmen und Schulen fahren. So Mancher hat da wohl schon bezahlt, um nicht Negativpunkte auf seiner Verkehrssünderkartei zu sammeln und Geld zu verlieren.&lt;br /&gt;   Insgesamt ist die neue Reglung ein Erfolg. Die Erfahrung anderer Städte des Kontinentes zeigt aber, dass freiere Straßen eher ein Anreiz zum Kauf eines Fahrzeuges sind, ganz zum Jubel der Autoverkäufer. Und dann sind wir nach kurzer Zeit wieder da, wo wir angefangen haben, nur mit dem Unterschied, dasss die Kontrollen eine Menge Geld kosten und ohne diese Kontrollen bricht das Chaos wieder aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7989942463013219627?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7989942463013219627/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/05/pico-y-placa.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7989942463013219627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7989942463013219627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/05/pico-y-placa.html' title='Pico y Placa'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5974041133844906275</id><published>2010-05-02T10:32:00.000-07:00</published><updated>2010-05-02T16:02:15.681-07:00</updated><title type='text'>Friedenskind auf ecuatorianisch</title><content type='html'>Ein 15 - jähriges Mädchen kommt zu uns in Krankenhaus zur Entbindung. Sie ist aus dem Urwald. Daran ist nichts Besonderes. Mit dabei ist auch der 25 - jährige Vater des Kindes und alles geht seinen gewohnten Gang bis zur Entlassung. Plötzlich taucht ihr Vater auf und verlangt, dass die Tochter mit zu ihm nach Hause kommt. Das Mädchen bricht in Tränen aus. Sie will nicht. Doch der Vater droht mit der Verhaftung des jungen Mannes, mit dem sie schon ca. 1 Jahr zusammen gelebt hat. Er habe die Tochter verführt und ihm droht Gefängnis wegen Verführung Minderjähriger. Schließlich erscheint auch dieser Vater des Kindes mit seinen Familienangehörigen. Der Krieg im Entbindungsbereich des Hospitales ist vorprogrammiert. Die Schwestern rufen um Hilfe. Wie ist die Situation jetzt zu lösen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um das Ganze zu verstehen, muss man die Hintergründe ein wenig besser kennen. Beide Familien sind miteinander bekannt, ja sogar entfernt verwandt. Bei einem Fest oder Besuch lernt der Junge das Mädchen kennen. Sie verlieben sich Hals über Kopf und als der junge Mann abreist, hängt sich das Mädchen an ihn. Viele Dörfer weiter leben sie dann zusammen bis sie schwanger wurde und zur Entbindung nach Shell kommt. Der Vater bekommt das mit. Vielleicht hat er auch nur darauf gewartet. Jetzt meldet er seinen Anspruch an und das ecuatorianische Gesetz gibt ihm recht, zumal die beiden standesamtlich nicht verheiratet sind, was im Urwald kaum einer macht. Nach deren Kultur sind sie ein Ehepaar. Wir müssen das Ganze mehr aus der Sicht der Indianer sehen und ihrer Kultur. Mädchen- Frauenraub ist weit verbreitet. Und viele Male sind es auch die Mädchen, die ihre Familie verlassen wollen. Das Basis - Bibelwort für Ehen: "Vater und Mutter verlassen und dem Ehepartner anhangen...." hat hier noch eine ganz ursprüngliche Bedeutung für Mann und Frau. Beide müssen einen Abnabelungsprozess durchlaufen, auch wenn sie vielleicht ganz nahe bei den Eltern wohnen. So fordert der Vater verständlicherweise Genugtuung und das staatliche Recht steht im dazu bei. Wie also diesen gordischen Knoten lösen?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das war Klaudias Aufgabe als Familienberaterin. Sie hat den Vater erst einmal "Dampf ablassen" lassen. Er hat recht, aber was ist die Lösung? Rein theoretisch und rechtlich konsequent könnte die Tochter mit ihm nach Hause ziehen und der frischgebackene Vater mit seinem Sohn, denn darauf hat er mehr Recht. Mutter und Kind wären getrennt. Dass das hier nicht geht, war jedem klar, also musste eine Einigung her. Nach 100 Minuten Gespräch zwischen den Familien haben die sich selbst geeinigt: Die junge Familie zieht nun zusammen ins Dorf ihrer Familie und lebt unter der Obhut ihres Vaters für einige Zeit.&lt;br /&gt;Hintergrund ist, dass "Verlobte" erst einmal von beiden Familien unter die Lupe genommen werden wollen. Das hatte er aber nicht getan. Er hatte auch nicht um ihre Hand angehalten. Da fehlte etwas. Da war noch ein Rechnung offen, um Frieden in die Familien zu bringen. Wie oft war dieses Verhalten im Dorf des Mädchens wohl besprochen worden ohne dass die jungen Leute davon eine Ahnung hatten. Unfriede war in der Beziehung beider Familien eingezogen. Früher hätte das zu Krieg geführt. Der Friede musste jetzt durch Aufdecken der Schuld und einer gemeinsamen Lösung nachgeholt werden. Ein praktisches Beispiel für unsere Aufgabe als Missionare.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5974041133844906275?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5974041133844906275/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/05/friedenskind-auf-ecuatorianisch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5974041133844906275'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5974041133844906275'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/05/friedenskind-auf-ecuatorianisch.html' title='Friedenskind auf ecuatorianisch'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7725984718686099702</id><published>2010-04-08T04:47:00.000-07:00</published><updated>2011-02-06T11:17:29.117-08:00</updated><title type='text'>Wieder zuhause in Shell</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S73DJ7SGUnI/AAAAAAAAAJs/8MGn7-xn4xg/s1600/ShellRd7.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S73DJ7SGUnI/AAAAAAAAAJs/8MGn7-xn4xg/s200/ShellRd7.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5457732898742751858" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S73CvxLAlII/AAAAAAAAAJk/hIq72mbY3m4/s1600/ShellRd4.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S73CvxLAlII/AAAAAAAAAJk/hIq72mbY3m4/s200/ShellRd4.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5457732449352062082" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Es war gar nicht so einfach, wieder nach Hause zu kommen. Im Oriente hat die Regenzeit begonnen und das sehr heftig nach langer Zeit mit wenig Niederschlag. So war die Straße durch mehrere Verschüttungen unpassierbar. Schließlich die erlösende Nachricht, dass jetzt frei ist, also nichts wie los. In der Sierra wenig Regen aber dann in Richtung Shell schüttete es in der Nacht wie aus Kübeln. Da sah man kaum die Straße. Aus den Bergen stürzten Bäche auf die Straße, die es vorher nie gegeben hatte. Ein Wasserfall schüttete nicht nur Wasser sondern auch Steine auf den Wagen. Eine Fahrzeuge zeigten hinterher zersprungene Frontscheiben. An einer Stelle war die Straße teilweise weggeschwommen, aber es gab am Rand einen Ausweich. Und schließlich direkt vor mir einen 3 Meter hohe Barriere aus Schlamm und Bäumen. Ende der Reise und Umkehr zu einem sicheren Wegabschnitt, denn es können noch mehr Schlammlawinen runterkommen.&lt;br /&gt;Die wenigen Autos trafen sich dann an einer sicheren Stelle und ich habe die Nacht im Auto recht unbequem verbracht, da der Wagen hoch beladen war. Am nächsten Morgen wurde die Straße dann notdürftig geräumt und wir konnten als erste passieren. Es gab danach noch 5 weitere Stellen, an denen in der Nacht kein Durchkommen gewesen wäre.&lt;br /&gt;Es tut gut, wieder zuhause zu sein. Ich, Eckehart, bin froh über die Bewahrung. Klaudia kommt später mit dem Bus nach.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7725984718686099702?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7725984718686099702/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/04/wieder-zuhause-in-shell.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7725984718686099702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7725984718686099702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/04/wieder-zuhause-in-shell.html' title='Wieder zuhause in Shell'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S73DJ7SGUnI/AAAAAAAAAJs/8MGn7-xn4xg/s72-c/ShellRd7.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7662346493401252043</id><published>2010-04-03T04:03:00.001-07:00</published><updated>2010-04-03T04:14:23.498-07:00</updated><title type='text'>Ende des Einsatzes</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7ciCiLIfxI/AAAAAAAAAJc/6Ew2fMuSaBQ/s1600/Haiti2+Karte+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7ciCiLIfxI/AAAAAAAAAJc/6Ew2fMuSaBQ/s200/Haiti2+Karte+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5455866900511227666" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2 Wochen Haiti, 2 Wochen Wiedersehen mit den Schwarzen hier. Wir haben nicht eine Hand voll weiße Haitianer in dieser Zeit gesehen. Es war eine erfüllte Zeit, nicht voller Arbeit, weil hier wirklich nicht mehr allzu viel zu tun war. Es war die Nacharbeit bei relativ wenige Komplikationen der insgesamt fast 400 stationären Patienten nach dem Erdbeben, die meisten davon operierte Patienten. Ca 10 von ihnen hatten wirkliche Schwierigkeiten wie Infektionen. Jetzt werden wir nicht mehr gebraucht aber trotzdem bleibt ein Loch. Wie geht es weiter.&lt;br /&gt;Nebenbei haben wir erlebt, wie das hiesige Hospital normalerweise funktioniert. Da liegt eine Patienten fast 14 Tage wegen Diabetes im Hospital. Ihr Blutzucker schwankte über eine Woche lang so um die 400 mg% ohne wirkliche Therapie. Da kommen gynäkologische Patienten und sterben, weil man ihre Probleme viel zu spät erkennt. In Ecuador wäre der zuständige Arzt schon lange im Knast. Hier wird so etwas als normal hingenommen und keiner sagt etwas. Dabei versichern uns die Missionare, dass dieses Hospital noch den besten Ruf habe. Menschen in Haiti gehen nur in stationäre Behandlung, wenn es nicht mehr anders geht. Die Überlebensrate ist dann nicht mehr so hoch.&lt;br /&gt;Wir haben es mit dankbaren Patienten zu tun, weil wir im Gegensatz zur sonstigen Versorgung jeden Tag da sind, sie selbst verbinden und die Therapie auch zwischendurch wenn nötig umstellen. Immer wieder hören wir dazu das "Mercí"! Jetzt aber werden wir nicht mehr wirklich gebraucht. Ein kleines Nachfolgeteam wird in etwas über einer Wochen aus den USA kommen.&lt;br /&gt;Bis das Land aber wieder aus der Krise kommt, die Regierung und Verwaltung wirklich funktioniert, die Häuser wieder aufgebaut werden, die Zeltstädte der Parks, gesperrten Straßen und sämtlicher Grünanlagen der Stadt geräumt sind, da werden noch Jahre vergehen. Haiti braucht die Hilfe von außen noch lange, aber es muss mehr und mehr Hilfe zur Selbsthilfe werden, damit das Land den Weg des Fortschrittes von innen heraus machen kann. Und da können gut gemeinte Pläne von außen auch wieder in neue Anhängigkeiten führen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7662346493401252043?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7662346493401252043/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/04/ende-des-einsatzes.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7662346493401252043'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7662346493401252043'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/04/ende-des-einsatzes.html' title='Ende des Einsatzes'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7ciCiLIfxI/AAAAAAAAAJc/6Ew2fMuSaBQ/s72-c/Haiti2+Karte+klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-273335450233314085</id><published>2010-04-02T04:17:00.000-07:00</published><updated>2010-04-02T04:26:52.977-07:00</updated><title type='text'>Yanel läuft wieder</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7XUbioagWI/AAAAAAAAAJU/ef11sq4aosA/s1600/Haiti2+Yanel+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7XUbioagWI/AAAAAAAAAJU/ef11sq4aosA/s200/Haiti2+Yanel+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5455500093247095138" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Über 11 Wochen ist das Erdbeben von Haiti nun schon her und wir haben noch immer Patienten, die das Bett hüten müssen. Jetzt vor Ostern gehen die meisten anderen Patienten heim. Und nur wenige unserer "alten Patienten sind auf dem gleichen Weg. Für Yanel ist der Krankenhausaufenthalt erst einmal beendet. Er hatte einen völlig zerquetschten Unterarm, den wir mit äußerem Spanner behandelten, Jetzt sind sowohl die Weichteile geheilt, die Finger sind wieder beweglicher und auch der Knochen ist fast fest. Die Oberschenkelfraktur hatten wir nur mit Gips und Drähten geschient. Das schien einem Nachfolgeteam zu wenig und sie hab en eine Platte aufgesetzt, die jetzt infiziert ist. Trotzdem heilt der Knochen. Wir haben aber eine Kniegelenkskontraktur über 2 Wochen nun mit verschiedenen Gipsen behandelt. Jetzt ist das Knie fast gestreckt und er kann beslasten. Geplant ist die Plattenentfernung in wenigen Wochen. Dann kann der Knochen ganz ausheilen.&lt;br /&gt;Aber es ist ein Wettlauf mit der Zeit, denn die Mutter des 11 - jährigen hat Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium. Der Tumor ist ausgebrochen und infiziert, die Lungen voler Metastasen. Sie lebt mit Morphium. Es ist eine Frage von wenigen Monaten. Dann muss Yanel seine Mutter pflegen.&lt;br /&gt;Eine besondere Freude ist für die beiden das Radio, das wir ihnen geschenkt haben. Es sind Radios, die auf die 4 UKW - Frequenzen des hiesigen christlichen Radiosenders programmiert sind, haben Solarzellen zum Aufladen und diese Musik quakt nun Tag und Nacht durch die Räume des hiesigen Hospitales.&lt;br /&gt;Das Radio braucht auch der 10 - jährige Johnny. Er hat nach lebensgefährlicher Blutung aus seiner schlecht heilenden Oberschenkelfraktur jetzt einen Becken - Bein - Gips und noch weitere 5 Wochen im Bett. Für ihn muss sine Mutter die Radiobatterien immer wieder in der Sonne aufladen. Er könnte längst nach Hause gehen, aber den Rest der Familie gibt es nicht mehr und sie wohnen weit weg. Das Haus ist ebenfalls zerstört. Für solche Leute laufen derzeit viele Hausbauprojekte an. Da müssen aber vorher Eigentumsrecht geklärt werden, jemand die Initiative ergreifen..... So blaibt Johnny erst einmal für weitere 5 Wochen im Hospital. Und wieder zeigt sich, dass die Witwen und Waisen am Schlechtesten dastehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-273335450233314085?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/273335450233314085/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/04/yanel-lauft-wieder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/273335450233314085'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/273335450233314085'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/04/yanel-lauft-wieder.html' title='Yanel läuft wieder'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7XUbioagWI/AAAAAAAAAJU/ef11sq4aosA/s72-c/Haiti2+Yanel+klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5020677089032960511</id><published>2010-04-01T03:19:00.000-07:00</published><updated>2010-04-01T03:36:06.195-07:00</updated><title type='text'>Neue Aussichten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7R3BLfRPzI/AAAAAAAAAI8/qfo3fsdUER4/s1600/Haiti2+035+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 132px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7R3BLfRPzI/AAAAAAAAAI8/qfo3fsdUER4/s200/Haiti2+035+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5455115910800031538" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7R0wE6xzVI/AAAAAAAAAI0/zQ889mqgW-8/s1600/Haiti2+023+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7R0wE6xzVI/AAAAAAAAAI0/zQ889mqgW-8/s200/Haiti2+023+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5455113417955331410" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeit hier im Hospital wird jeden Tag weniger. Wir sind deutlich unterbeschäftigt. Deswegen nutzen wir die Zeit zur Vorbereitung eines neuen Auftrages: den Aufbau eines Zelthospitals für die Zukunft. Samaritian´s Purse (SP) hat uns ja schon im Januar gebeten, so ein Projekt zu planen.Seit Monaten haben wir Pläne zusammen gestellt. Das internet ist voller solcher Angebote, aber mit Bilderanschauen allein ist es nicht getan. Jetzt sitzen wir hier zusammen: Schwestern, Ärzte und Ingenieure und so sind wir dankbar für solch eine gemeinsame Zeit in der Abgeschiedenheit in den Bergen Haitis, die wir sonst nie gehabt hätten. Wir haben ein mögliches Zelt ausgewählt, Bilder im internet angesehen, mit der Firma telefoniert, aber es blieben viele Fragen offen. Jetzt fanden wir heraus, dass es solch ein Zelthospital hier in der Nähe von Port au Prince gibt und da sind wir gestern gewesen. Es hat unsere Erwartungen übertroffen, ist größer als geglaubt und besser verarbeitet als erwartet. Es steht in einer kleinen Stadt südlich der Hauptstadt in einer Region an der Küste, die extrem stark vom Beben betroffen war. Dort steht kaum noch ein Haus unbeschädigt. Eine us - amerikanische Organisation hat das 50-Betten- Hospital dort aufgebaut. Es soll ein beschädigtes Krankenhaus ersetzen und in wenigen Monaten an Einheimische übergeben werden. Derzeit ist aber wenig stationärer Bedarf, so dass einige Räume Lager und Apotheke sind, bis diese in Holzbauten ausweichen können, die darum herum errichtet werden. Und wieder und wieder sehen wir, dass sämtliche Nothospitäler Haitis mit Instrumenten der Firma Synthes aus der Schweiz ausgestattet wurden. Die haben für viele Hunderttausende von Dollar Material und Instrumente gespendet und scheinen die Einzigen gewesen zu sein, die sich auf diesem Gebiet engagierten.&lt;br /&gt;Dieses Hospital hat drei mit einander verbundene Zelteinheiten, die je nach Bedarf eingerichtet werden können. Da passt alles vom OP bis zum Lager rein. Man kann es innerhalb von 12 Std. aufbauen und betriebsfertig haben. Jetzt haben wir das Gerippe. Derzeit planen wir die Inneneinrichtung - eine spannende Zeit. Und irgendwann werden wir dann in irgendeinem Teil der Welt bei einem Katastropheneinsatz sitzen und merken, was wir vergessen haben. Wo bekommen wir Wasser her? Wie filtern wir es? Was ist mit den Abwässer? Wo entsorgen wir unseren Müll, unseren Biomüll? Wie sieht es mit Diesel für den Generator aus? Das Zelt ist erst der Anfang eines langen Weges.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5020677089032960511?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5020677089032960511/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/04/neue-aussichten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5020677089032960511'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5020677089032960511'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/04/neue-aussichten.html' title='Neue Aussichten'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7R3BLfRPzI/AAAAAAAAAI8/qfo3fsdUER4/s72-c/Haiti2+035+klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3367166626405675158</id><published>2010-03-31T03:47:00.000-07:00</published><updated>2010-03-31T04:03:33.746-07:00</updated><title type='text'>Der Aufbau Haitis</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7Mr8y1eu0I/AAAAAAAAAIc/_4QN8KWViCI/s1600/Sch%C3%BCler+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7Mr8y1eu0I/AAAAAAAAAIc/_4QN8KWViCI/s200/Sch%C3%BCler+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454751897114032962" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7MritkMr7I/AAAAAAAAAIU/UJZvup6j9rE/s1600/Dorfschule+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7MritkMr7I/AAAAAAAAAIU/UJZvup6j9rE/s200/Dorfschule+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454751449022771122" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Heute beginnt in New York die Geberkonferenz fer Vereinten Nationen für Haiti. Werden es 4 oder bis zu 8,3 Mrd. sein, die hier in das zerstörte Land fließen und wo wird das Geld des Wiederaufbaus wirklich landen? Was braucht das Land wirklich? Hier einige kleinere Anmerkungen aus unserer Sicht.&lt;br /&gt;Es ist schon erstaunlich, wie schnell sich das Leben zu normalisieren scheint. Die Straßen sind voll, es gibt genügend zu kaufen. Aber die Preise etwa für Gemüse sind gewaltig. Wer kann sich das leisten?&lt;br /&gt;Nummer eins ist das Wohnungsproblem. Jeder freie Platz in der Hauptstadt, jeder Park, ist zur Zeltstadt geworden. Dort stehen am Rand Toiletten, die täglich geleert und gereinigt werden, dort wir Wasser verteilt. Die Menschen dort kommen aus den Randbezirken der Stadt, wo besonders an den Berghängen ganze Stadtteile zerstört wurden. Dir schlecht gebauten Einzelhäuser sind dort aufeinender gefallen und eines hat das andere zerstört. Bis da aufgeräumt ist, Eigentumsrechte geklärt und wieder aufgebaut wird, bis dahin ist kein Geld mehr vorhanden.&lt;br /&gt;Dann sind viele Behörden und Ministerien zerstört. Beim ihrem Bau verschwand wohl hier und da ein Sack Zement und auch mal Baustahl. Jetzt brach das alles zusammen. Daneben steht fast unbeschädigt ein Privathaus oder eine Bank. Da geht das Leben normal weiter. Jetzt funktioniert nicht nur die Verwaltung schlecht, es sind auch die meisten Aktenunterlagen zerstört. Das öffnet der Korruption erneut Tür und Tor.&lt;br /&gt;Es sind überdurchschnittlich viele Schulen und Universitäten zerstört worden. Einer unser Übersetzer berichtete, wie er seine Freundin in der Ingenieur-Hochschule verlor. Dort ist ein 7-stöckiges Gebaude eingestürzt. 300 Studenten und Professoren haben ihr Leben gelassen. Da wurde auch ein tiefes akademisches Loch in die Gesellschaft gerissen. Das auszufüllen dauert Jahre.&lt;br /&gt;Am schnellsten hat sich das Leben auf dem Land normalisiert. Dort findet längst wieder Unterricht in Zelten oder schnell errichteten Hütten statt. Dann werden sicher in einem Bauboom die Verwaltung und Ministerien wieder hergestellt werden. Bis aber die Zeltstädte in den Parks und Stadien verschwinden und die Häuser der Berghänge wieder aufgebaut werden, wird wohl längst alles Geld ausgegeben worden sein.&lt;br /&gt;PS: Die Bilder einer Dorfschule sind von Hermann Schirmacher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3367166626405675158?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3367166626405675158/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/der-aufbau-haitis.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3367166626405675158'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3367166626405675158'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/der-aufbau-haitis.html' title='Der Aufbau Haitis'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7Mr8y1eu0I/AAAAAAAAAIc/_4QN8KWViCI/s72-c/Sch%C3%BCler+klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-4275331897341051565</id><published>2010-03-30T02:55:00.000-07:00</published><updated>2010-03-30T03:02:45.849-07:00</updated><title type='text'>Ernstes zum Lachen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7HMNL1eQII/AAAAAAAAAIM/Xmy7DNuGRJ8/s1600/Haiti2+210+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7HMNL1eQII/AAAAAAAAAIM/Xmy7DNuGRJ8/s200/Haiti2+210+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454365150609817730" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7HL-lO1sxI/AAAAAAAAAIE/q5cGrlBQnsk/s1600/Haiti2+207+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7HL-lO1sxI/AAAAAAAAAIE/q5cGrlBQnsk/s200/Haiti2+207+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454364899729060626" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Von unseren Patienten gibt es nicht viel Neues zu berichten. Der Junge mit seiner Hirnverletzung ist auf dem Weg der Besserung. Allerdings funktionieren seine Augenmuskeln noch nicht richtig. Dafür ist er aber jetzt vermehrt auf den Beinen. Die anderen Patienten laufen zunehmend. Es geht voran und zwar ohne weitere Komplikationen. Neue Patienten nach Auto - und Motorradunfällen füllen die leer gewordenen Betten wieder. Aber insgesamt überarbeiten wir uns nicht. Dafür übergeben wir die Kranken mehr und mehr in einheimische Hände. Bei diesen Besprechungen kommen die Verletzungen des einheimischen Personals durch die Ausländer so langsam zutage. Es war nicht nur die Sprachbarriere, es war hier und da auch das selbstherrliche Auftreten Einiger in den ausländischen Teams, die die Haitianer verletzt haben. Aber sie haben es sich nicht anmerken lassen. Jetzt bitten sie höflich aber bestimmt, die Kontrolle wieder zu erlangen.&lt;br /&gt;Dazu zum Lachen ein ernstes Thema am Rande: Geschenke an die Mission: In vielen Krankenhäusern Europas und Nordamerikas gibt es jemanden, der praktisch für Mission sammelt und so erhalten wir in Ecuador wie die Menschen hier in Haiti dann Container voller Spenden. Das zu sortieren und intern als Spenden in unserer Versorgung zu verbuchen kostet viele Arbeit nebenbei. Es tut weh zu sehen, dass da oft viel Unnötiges dabei ist, unbrauchbare oder abgenutzte chirurgische Instrumente, Dinge, die in Europa oder Nordamerika keiner haben will .....  all das landet für teures Transportgeld und Zollbearbeitung schließlich in einem Missionskrankenhaus, um dort die Lager zu füllen, bis einer mal den Mut hat, sie zu entsorgen. Aktuelles Beispiel in Haiti: OP-Kleidung aus den USA der Größe: 5XL. Haitianer sind zwar groß, aber nicht so dick. Zwei unserer Mitarbeiter haben es ausprobiert. Sie passte auch zu zweit in so eine Hose. Da hat wohl ein "edler" Spender seinen "Müll" in die Dritte Welt "entsorgt".&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-4275331897341051565?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/4275331897341051565/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/ernstes-zum-lachen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4275331897341051565'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4275331897341051565'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/ernstes-zum-lachen.html' title='Ernstes zum Lachen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7HMNL1eQII/AAAAAAAAAIM/Xmy7DNuGRJ8/s72-c/Haiti2+210+klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7250505996819132200</id><published>2010-03-29T04:13:00.000-07:00</published><updated>2010-03-29T04:29:08.803-07:00</updated><title type='text'>Ein Blick zu anderen Organisationen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7CO-DslOXI/AAAAAAAAAH8/gaRzPlRZvyA/s1600/Haiti2+199+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7CO-DslOXI/AAAAAAAAAH8/gaRzPlRZvyA/s200/Haiti2+199+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454016345540999538" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7COygMC6rI/AAAAAAAAAH0/am2mocWXZrM/s1600/Haiti2+153+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7COygMC6rI/AAAAAAAAAH0/am2mocWXZrM/s200/Haiti2+153+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5454016147030731442" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Am Wochenende war Zeit, einmal über unseren Tellerrand hinauszuschauen. Wir haben die Stadt und zwei weitere Organisationen besucht. Da war zunächst "Mission in Hope", eine wohl neue us -amerikanische Mission. Sie haben vor wenigen Jahren mit einem Heim für Waisen angefangen, mittlerweile ca. 150 Kinder in verschiedenen Altersgruppen und bauen neben Schule und Kirche derzeit ein Krankenhaus auf. Sie haben außerhalb der Hauptstadt ein mehrere Hektar großes Gelände an der Küste, betreiben eine ambulante Klinik, haben aber das Labor schon nach dem Erdbeben zum OP umgebaut und auch schon Patienten operiert. Sie schwimmen in geschenktem Material, so dass sie ein ganzes Zirkuszelt damit füllen. Noch sind es wenige Amerikaner, die hier vielen Einheimischen Arbeit geben. Doch demnächst sollen Gruppen von Medizinern kommen und für eine Woche oder mehr Operationen der verschiedensten Fachgebiete durchführen. Dabei sollen aber auch haitianische Ärzte mitmachen und fortgebildet werden.&lt;br /&gt;Anders als unser nun schon fast 50 Jahre bestehendes Missionshospital in den Bergen setzt diese Gruppe auf Begeisterung us - amerikanischer Gruppen, verbindet Waisen - Schul - und Gesundheitsarbeit mit Glaubensverkündigung und das sehr großzügig. Allein der Fahrzeugpark von ca. 20 meist neuesten und teuersten Geländefahrzeugen zeigt das an. Ich frage mich nur, wie man so ein Konzept auch noch in 5 oder 10 Jahren finanzieren kann, wenn sich einmal die erste Begeisterung der Spender gelegt hat. Und inwieweit gelingt es ihnen wirklich, einheimische Fachkräfte heranzubilden und mit einzubinden.&lt;br /&gt;Das andere Extrem ist das Zelthospital des Jackson Memorial Hospitals der Universität von Miami am hiesigen Flughafen. Sie arbeiten dort mit immer ca. 200 amerikanischen Helfern, die im Schnitt eine Woche bleiben. Sie betreiben in Zelten OP-Saal, Intensivstationen für Erwachsene und Kinder  und sonstige stationäre Behandlung. In ca. 3 Wochen wollen sie das Hospital auflösen und zurückkehren. Wöchentlich kommen zwei große Armeeflugzeuge aus Miami mit neuem Personal und Material. Es ist eine logistische Meisterleistung eines der größten Krankenhäuser der USA, die Helfer aus dem ganzen Land hier seit dem Erdbeben einsetzen. Das Ganze geht aber nur, weil Haiti so nahe ist. Wäre das Erdbeben etwa in Pakistan, sähe das ganz anders aus.&lt;br /&gt;Wir haben am Wochenende wichtige Erkenntnisse gewonnen für den Aufbau des Zelthospitals von Samaritan´s Purse, um das wir gebeten wurden. Diese Woche werden wir neben der Arbeit weiter an diesen Plänen arbeiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7250505996819132200?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7250505996819132200/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/ein-blick-zu-anderen-organisationen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7250505996819132200'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7250505996819132200'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/ein-blick-zu-anderen-organisationen.html' title='Ein Blick zu anderen Organisationen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S7CO-DslOXI/AAAAAAAAAH8/gaRzPlRZvyA/s72-c/Haiti2+199+klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-6395332776467631022</id><published>2010-03-28T04:35:00.000-07:00</published><updated>2010-03-28T04:50:35.673-07:00</updated><title type='text'>Was wird aus unseren Patienten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S69Ceh182DI/AAAAAAAAAHU/Op2Ctnf2jOU/s1600/Haiti2+125+klein.bmp"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S69Ceh182DI/AAAAAAAAAHU/Op2Ctnf2jOU/s200/Haiti2+125+klein.bmp" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5453650766017124402" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Altigrace L. ist eine 60-jährige Frau mit einer Oberschenkelfraktur, die verplattet wurde, aber infizierte. Nach mehreren Operationen heilt jetzt der Knochen so langsam. Sie läuft fleißig mit ihren Gehstöcken, aber bis zur endgültigen Vollbelastung del Oberschenkels ist es noch ein weiter Weg. Eigentlich könnte sie entlassen werden, wenn sie einen Ort hätte, wohin sie gehen könnte. Sie ist nicht verheiratet, hat keine Kinder. Ihr Haus ist zerstört. Jetzt suchen wir für sie einen Platz. Derzeit überlegt ein Nachbar, ob sie bei seiner Familie Unterschlupf finden könnte, aber dafür muss sie noch fitter sein. Also bleibt sie weiter im Hospital.&lt;br /&gt;Wadline P. ist 24: Wir haben sie damals im Januar operiert, als sie mit Oberarm- und Oberschenkelfraktur im Bus irgendwie zu uns aus der Stadt kam. Sie hat nach einer Oberschenkelinfektion einige weitere OP hinter sich, war abhängig von Opiaten, die sie bei den kleinsten Beschwerden erhielt. Jetzt heilt der Knochen langsam. Gestern war sie zum ersten Mal seit vielen Wochen aus dem Bett und draußen in der Sonne. Ein ganz neues Lebensgefühl. Die Wunden sind geschlossen. Sie braucht kaum noch Schmerzmittel. Was ihr Leben jetzt aber stark belastet ist die Suche nach Resten der Familie. Sie hat ihre Kinder und ihren Lebenspartner verloren, als das Stockwerk, in dem sie wohnte auf untere Stockwerke aufknallte und alles unter ihr zermalmte. Dann hat sie einige Tage in den Trümmern zugebracht, bevor man sie befreite und sie schließlich zu uns kam. Es gibt noch die leise Hoffnung, dass ihr Mutter noch lebt und eines ihrer Kinder bei ihr. Seit Wochen sucht eine Hospitalmitarbeiterin in den vielen Listen der Stadt, wo sich die Mutter aufhalten könnte, denn dass ihr Mutter hier bei uns nach ihrer Tochter sucht, ist unwahrscheinlich. Erschwerend kommt dazu, dass viele Menschen nicht lesen und schreiben können und so werden die Namen oft in wenig verständlicher Weise in den Listen festgehalten, die kaum einer entziffern kann. Dabei können wir als Ausländer wenig helfen. Aber es macht uns klar, warum manche unserer Patienten Schwierigkeiten bei der Wund/Knochenheilung haben und depressiv sind bzw. ganz schnell in eine Schmerzmittelabhängigkeit rutschen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-6395332776467631022?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/6395332776467631022/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/was-wird-aus-unseren-patienten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6395332776467631022'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6395332776467631022'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/was-wird-aus-unseren-patienten.html' title='Was wird aus unseren Patienten'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S69Ceh182DI/AAAAAAAAAHU/Op2Ctnf2jOU/s72-c/Haiti2+125+klein.bmp' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7621711125123417101</id><published>2010-03-27T02:46:00.000-07:00</published><updated>2010-03-27T02:52:30.993-07:00</updated><title type='text'>weitere Nachrichten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S63VVcs1jVI/AAAAAAAAAG0/Zp-2u9p-VUY/s1600/Haiti2+060a.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S63VVcs1jVI/AAAAAAAAAG0/Zp-2u9p-VUY/s200/Haiti2+060a.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5453249288273759570" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Die Arbeit im Hospital wird immer weniger. Die einheimischen Ärzte übernehmen mehr und mehr die Verantwortung. Wir haben mehr Zeit, uns einmal umzuschauen. Auf der anderen Seite leiden wir unter der wenig effizienten Arbeit der haitianischen Ärzte. Da dreht sich uns schon manchmal der Magen rum, wenn es heißt, dass da evt. ein Kaiserschnitt zu machen sei, die die Schwangere einen zu hohen Blutdruck habe. Der Arzt wolle aber vorher nochmals sicher gehen, ob das Kind überhaupt noch lebt. Dazwischen aber vergehen Stunden. Oder wenn eine Operation ansteht, alles Labor normal sei und dann im Op plötzlich klar wird, dass die Laborwerte vom Dezember 2009 und irgendwie abhanden gekommen sind, der haitianische Arzt sich aber an die Werte zu erinnern glaubt. Wir haben trotzdem zusammen operiert und es entwickelt sich langsam ein Vertrauensverhältnis. Zu sehr haben sich die ausländischen Ärzte in den letzten Wochen in nicht - Erdbeben - bedingte Behandlung eingemischt und sind mit wenig Feingefühl den hiesigen Medizinern auf die Füße getreten. Das wieder gut zu machen scheint jetzt unsere Aufgabe zu sein.&lt;br /&gt;Da taucht plötzlich doch eine Krankengymnastin auf, die angeblich zweimal die Woche kommt. Aber sie spricht nicht mit uns und macht stur ihre Arbeit weiter.&lt;br /&gt;So haben wir gestern Mark Nelson und José Luis Vivanco, unsere Algemeinmediziner, zu einem Außeneinsatz in einem abgelegenen Dorf geschickt. Sie haben einem anderen Team geholfen, viele Patienten dort behandelt. Auf dem Rückweg halfen sie dann am Straßenrand (eigentlich mehr ein Eselspfad als Straße) einer Frau, ihr erstes Kind zu entbinden. Die Frau hatte trotz Bauchschmerzen auf dem Feld gearbeitet und dann nicht mehr den Heimweg geschafft. Jetzt soll der Junge Mark - José genannt werden. Wahrscheinlich will man sich so potente Paten sichern.&lt;br /&gt;Unsere beiden Ingenieure machen sich derzeit am Wassersystem nützlich und pumpen Wasser in die Hauptzisterne, die jetzt fast wieder voll ist. Deswegen kam auch gestern der erste, lang ersehnte, wenn auch kurze Regenguss.&lt;br /&gt;Unser Junge mit der Hirnverletzung, der Operation von vor 4 Tagen, ist auf dem Weg der Besserung. So langsam geht die Schwellung zurück und er bekommt wohl bald die Augen wieder auf.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute ist Samstag und wir wollen einige freie Stunden nutzen zu einer Wanderung in die Umgebung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7621711125123417101?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7621711125123417101/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/weitere-nachrichten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7621711125123417101'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7621711125123417101'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/weitere-nachrichten.html' title='weitere Nachrichten'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S63VVcs1jVI/AAAAAAAAAG0/Zp-2u9p-VUY/s72-c/Haiti2+060a.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8934474604249811681</id><published>2010-03-26T11:39:00.000-07:00</published><updated>2010-03-26T11:56:14.827-07:00</updated><title type='text'>Was läuft sonst so ab:</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S60BzZAtFLI/AAAAAAAAAGc/5a1ZBNcThac/s1600/Haiti2+068.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S60BzZAtFLI/AAAAAAAAAGc/5a1ZBNcThac/s200/Haiti2+068.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5453016706214335666" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Wir sind nicht fürchterlich beschäftigt. Immer weniger Patienten kommen zu Kontrolluntersuchungen zurück. So haben wir auch Zeit für etwas Anderes. Da hatten wir gestern eine Besprechung mit einem amerikanischen "Physician Practicioner" (ärztlicher Helfer, der selbst kleine Eingriffe durchführen darf), der hier seit seiner Pensionierung seit 8 Jahren eine kleine Praxis für Arme unterhält. Er lebt von seiner Rente und behandelt Arme kostenfrei. Bei Erdbeben hat er seine Apotheke, seine Instrumente etc verloren. Alles liegt unter den Trümmern des Schulgebäudes, in dem er in einem Raum praktizierte. Jetzt arbeitet er in einem Zelt am Rande des Golfclubs, in dem mehrere tausend Menschen wohnen.&lt;br /&gt;Inzwischen gab es kaum noch Wasser. Grund war aber nicht der Wassermangel, sondern verstopfte Ventile. Das haben unsere Ingenieure repariert. Jetzt fließt das kostbare Nass wieder. (Geregnet hat es trotz deutlich mehr Wolken immer noch nicht).&lt;br /&gt;Dann haben wir uns bei Mama Kafa bedankt. Sie ist über 80, kann nicht lesen und schreiben, arbeitet aber seit vielen Jahren hier im OP. Im Januar hat sie uns täglich bis zu 18 Std. geholfen, die OPs in Gang zu halten. Wir haben 100 Radio mitgebracht mit einprogrammierten Frequenzen hiesiger christlicher Radiostationen, einfach zu bedienen und mit Solarbatterien. So eines haben wir ihr geschenkt. Sie hat sich sehr gefreut.&lt;br /&gt;Diese Radios verteilen wir nun an einige Patienten. Wir müssen nur bei den stationären Patienten vorsichtig sein. In einem Saal mit über 20 Patienten können wir nicht einem etwas schenken. Dann werden die anderen neidisch.&lt;br /&gt;Gestern Abend war ich bei einer Evangelisationsveranstaltung einer hiesigen Gruppe dabei. Wir waren in einem kleinen Fußballstadium inmitten der Stadt, so einem kleinen Bolzplatz, aber abgeschlossen und mit Tribüne drum herum. Der Platz ist jetzt dicht gedrängt mit Zelten gefüllt. Dort leben die Menschen sicher vor Diebstahl in Zelten. Sie haben uns eingeladen und es war überwältigend, wie viele Menschen jetzt ein Leben mit Jesus beginnen wollen. Jetzt geht eine Gruppe von jungen Haitianern jeden Nachmittag dorthin, um diese Menschen im Glauben anzuleiten und in eine Gemeinde zu bringen. Es besteht große Offenheit.&lt;br /&gt;Es war auch schön zu sehen, wie die Menschen ihr Leben dort organisieren, wie eine Frau die Leitung hat und sofort alle den Platz sauber machten, bevor es los ging. Da hat sich eine neue Gemeinschaft von Menschen auf engstem Raum gefunden. Welchen Einfluss wird nun das Evangelium dort haben?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8934474604249811681?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8934474604249811681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/was-lauft-sonst-so-ab.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8934474604249811681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8934474604249811681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/was-lauft-sonst-so-ab.html' title='Was läuft sonst so ab:'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S60BzZAtFLI/AAAAAAAAAGc/5a1ZBNcThac/s72-c/Haiti2+068.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-277242637809496998</id><published>2010-03-26T03:31:00.000-07:00</published><updated>2010-03-27T02:57:56.306-07:00</updated><title type='text'>Tag der Frustrationen</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S63WnKOV92I/AAAAAAAAAHE/-dPDKjiSASs/s1600/Haiti2+078.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S63WnKOV92I/AAAAAAAAAHE/-dPDKjiSASs/s200/Haiti2+078.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5453250692063295330" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Unsere stationären Patienten machen Fortschritte. Sie lassen sich mobilisieren. Aber es kommen auch mehr und mehr Personen, die weitere Operationen wie solche Prostata- und Gebärmutterentfernungen haben wollen. Da sind ausländische Ärzte natürlich attraktiver. Also kommen Patienten jetzt zu uns. Das hatten wohl Teams vorher auch schon gemacht und Nicht - Erdbeben - Geschädigte behandelt und operiert. Wir sind da vorsichtig und haben erst einmal Rücksprache mit der Krankenhausleitung gehalten. Wir wollen keine Konflikte. Man ist freundlich und zuvorkommend, aber die Botschaft ist klar: "Lasst die Finger von solchen Patienten!" Und heute haben wir einmal mitbekommen, wie hier die Behandlung abläuft: Der einheimische Unfallchirurg/Orthopäde kommt mit seinem Porsche Cayenne. Er operiert einige Patienten, Operationen die gar nicht nötig sind aber Geld einbringen. Dann geht es zur Besprechung mit einem anderen einheimischen Arzt und dort sitzen einige Patienten, die mit der bisherigen Behandlung nicht zufrieden sind. Schon vorher wurde ich um meine Meinung gefragt und lehnte eine operative Behandlung wegen zu hohen Risikos ab. Doch einheimische Ärzte bestehen auf eine Operation. Die Patienten suchen sich raus, was sie hören wollen.&lt;br /&gt;Heute beschwerte sich ein Patient mit einer fürchterlichen Oberschenkelfraktur in vielen kleinen Knochensplittern, dass sein Oberschenkel nun 2 cm zu kurz sei und wer das nun richten könnte. Da hat eines unserer Nachfolgeteams  im Februar eine lange Platte dran gebastelt und das ohne besondere Instrumente. Die haben mit bloßen Händen eine fantastische Arbeit gemacht. Doch die Leute entwickeln eine Anspruchshaltung. Dass nach kein einheimischer Arzt zur Stelle war, zählt jetzt nicht mehr. Unter solchen Bedingungen ist es für uns schwer, weiter zu arbeiten, auch wenn die einheimischen Ärzte nicht Teil unseres Teams sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Patientenstrom ist sichtlich geringer geworden. Es ist für mich erstaunlich, dass es so wenige Komplikationen gegeben hat. Ich gehe davon aus, dass die Patienten, die eigentlich zu Kontrollen kommen sollten, zufrieden sind und deswegen keinen Grund zur Nachuntersuchung sehen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-277242637809496998?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/277242637809496998/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/tag-der-frustrationen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/277242637809496998'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/277242637809496998'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/tag-der-frustrationen.html' title='Tag der Frustrationen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S63WnKOV92I/AAAAAAAAAHE/-dPDKjiSASs/s72-c/Haiti2+078.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7628329092700094770</id><published>2010-03-24T17:25:00.000-07:00</published><updated>2010-03-24T17:39:11.854-07:00</updated><title type='text'>Wiedersehen mit alten Freunden</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6qugQ3uHDI/AAAAAAAAAGM/rdDOQpx21XQ/s1600/Haiti2+075.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6qugQ3uHDI/AAAAAAAAAGM/rdDOQpx21XQ/s200/Haiti2+075.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452362168193129522" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6quVw7F_3I/AAAAAAAAAGE/qk6p2POFSSE/s1600/Haiti2+065.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6quVw7F_3I/AAAAAAAAAGE/qk6p2POFSSE/s200/Haiti2+065.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452361987818651506" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6quKuJW4hI/AAAAAAAAAF8/_0A56s9FyKY/s1600/Haiti2+064.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6quKuJW4hI/AAAAAAAAAF8/_0A56s9FyKY/s200/Haiti2+064.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452361798094610962" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Das Wetter ändert sich. Der Blick auf den Golf von Port au Prince ist nur noch selten frei. Dafür kommen die Wolken mehr und mehr hoch, wenn auch es bei uns noch nicht geregnet hat. Die Leute warten dringend auf Regen. Die Felder warten darauf und auch unsere Zisternen des Hospitales füllen sich über Nacht nur noch wenig. Es wird an Wasser gespart wo immer es geht. Die Regenzeit kommt so langsam.&lt;br /&gt;Heute gab es nur kleine OPs. Dafür haben wir einige Patienten mit nur langsam heilenden Unterschenkel - und vor allem Oberarmfrakturen. Sie zeigen etwas Kallusbildung aber sind alles andere als fest und das nun schon seit 9 Wochen. Also wieder Gehgipse und Ruhigstellung, die die Schulter und Ellenbogen nochmals ruhig stellen, Das tut uns mehr weh als den Patienten.&lt;br /&gt;Dazwischen Kinder mit frischen Frakturen und eine Mutter mit Kind von einem Hund fürchterlich zugerichtet. Der Ehemann/Vater kommt dazu und berichtet, dass er sich mit dem Hundbesitzer bereits geeinigt hätte. Kein Wort des Bedauerns an seine Familie. Dafür sind wir zuständig.&lt;br /&gt;Unsere seit 9 Wochen hospitalisierten Erdbebenpatienten sind nur schwer zu mobilisieren. Heute haben wir einen Krückenwettbewerb von drei solchen Patienten veranstaltet, um sie zu motivieren. Ein alter Herr mit beidseits schlecht heilenden Unterschenkelfrakturen ist mit neuen Gipsen erstmals gelaufen - mit strahlendem Gesicht. Er wusste gar nicht mehr, wie es draußen aussieht.&lt;br /&gt;Dann kam das Mädchen, das seinerzeit 3 Tage verschüttet gewesen war und beim Aufwachen aus der ersten Ketanest-Narkose immer sang: "Ich bin gerettet, ich bin gerettet.." Ihr Knochen ist geheilt, aber es fehlen ihr bestimmte Sehnen (tib. post. + tib. ant). Doch zu Sehnentransplantaten ist es noch zu früh. Wer wird diese Arbeit später übernehmen? Anderenfalls kommt es zur Fehlentwicklung. Es tut einem in der Seele weh, dass wir so begrenzt in unseren Möglichkeiten sind.&lt;br /&gt;Unser Junge mit der Hirnverletzung ist stabil, wird wach, ist orientiert und auf dem langsamen Weg der Besserung.&lt;br /&gt;Heute haben wir die Nachricht erhalten, dass Mitte April nochmals ein Team für eine Woche kommt. Wir brauchen dringend einen Physiotherapisten!!!!!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7628329092700094770?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7628329092700094770/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/wiedersehen-mit-alten-freunden_24.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7628329092700094770'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7628329092700094770'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/wiedersehen-mit-alten-freunden_24.html' title='Wiedersehen mit alten Freunden'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6qugQ3uHDI/AAAAAAAAAGM/rdDOQpx21XQ/s72-c/Haiti2+075.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-4358713838692391752</id><published>2010-03-24T04:00:00.000-07:00</published><updated>2010-03-24T04:12:19.628-07:00</updated><title type='text'>Das Akutkrankenhaus</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6nzhj1MZHI/AAAAAAAAAF0/DiR5Wlq8hZQ/s1600/Haiti2+062.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6nzhj1MZHI/AAAAAAAAAF0/DiR5Wlq8hZQ/s200/Haiti2+062.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452156581788279922" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6nzWdeFLrI/AAAAAAAAAFs/kceZQdSyNVc/s1600/Haiti+059.jpg"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 10px 10px 0pt; float: left; cursor: pointer; width: 150px; height: 200px;" src="http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6nzWdeFLrI/AAAAAAAAAFs/kceZQdSyNVc/s200/Haiti+059.jpg" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5452156391102164658" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Der Patientenstrom ist nicht besonders groß. Die Hospitalbetten sind zwar alle belegt, aber die meisten sind stationäre Patienten der hiesigen Ärzte, die mit den Erdbebenfolgen nichts zu tun haben (wollen?). Und manche haben ihre eigenen Methoden beispielsweise der Diabetesbehandlung, bei der der Blutzucker selten unter 400 mg% geht. Aber da mischen wir uns nicht ein. Die anderen Betten sind durch Angehörige belegt, so dass die Betten nachts nie kalt werden. Dafür kommen auf uns immer mehr akute Fälle zu, die mit dem Erdbeben nichts zu tun haben.&lt;br /&gt;Da war eine Frau mit Fingerdurchschuss durch eine Pistole zu versorgen. Sie hat uns nicht erzählt, wie das passiert ist. Und dann kam ein Junge, der mit voller Wucht auf einen Stein gefallen war mit einer Schädelfraktur. Nach 2 Std. Bewusstlosigkeit brachten sie ihn zu uns. Hirn trat aus der Stirnwunde, so dass wir ihn sofort operieren mussten. Er hatte eine Fraktur der Stirn und mehrere Knochensplitter waren ins Frontalhirn eingedrungen. Die haben wir wieder an Ort und Stelle gebracht und die Hirnhaut durch eine Plastik geflickt. Jetzt erholt er sich ganz langsam.&lt;br /&gt;Ansonsten tut es gut, hier und da einen äußeren Fixateur abzunehmen, weil die Fraktur geheilt ist und auch im stationären Bereich sehen wir die Fortschritte. Was dringendst gebraucht wird ist Krankengymnastik. Wir basteln schon so was wie Gummibälle aus Handschuhen und Watte, damit die Patienten ihre Finger bewegen und scheuchen sie aus dem Bett. Ansonsten warten manche nun schon seit 9 Wochen im Bett, dass sie von alleine gesund werden und dabei werden die Gelenke immer steifer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;input id="gwProxy" type="hidden"&gt;&lt;!--Session data--&gt;&lt;input onclick="jsCall();" id="jsProxy" type="hidden"&gt;&lt;div id="refHTML"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-4358713838692391752?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/4358713838692391752/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/das-akutkrankenhaus.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4358713838692391752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/4358713838692391752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/das-akutkrankenhaus.html' title='Das Akutkrankenhaus'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6nzhj1MZHI/AAAAAAAAAF0/DiR5Wlq8hZQ/s72-c/Haiti2+062.jpg' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-8338510853792903769</id><published>2010-03-23T04:41:00.001-07:00</published><updated>2010-03-23T04:45:23.537-07:00</updated><title type='text'>Die ersten Patienten</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6ipttXsjHI/AAAAAAAAAFc/8CO6meqLoUQ/s1600-h/Haiti2+052.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0px auto 10px; display: block; text-align: center; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6ipttXsjHI/AAAAAAAAAFc/8CO6meqLoUQ/s200/Haiti2+052.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5451793951670176882" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Rose kommt mit einer nicht heilenden Oberarmfraktur. Sie hat jetzt seit 9 Wochen einen Gips. Eine inzwischen längst verheilte Wunde am Unterarm hat zu einer Vernarbung der Muskeln und Sehnen geführt. Die Hand ist fast unbrauchbar. Jetzt wird es Zeit zu handeln. Wir haben sie operiert und eine Platte am Oberarm eingesetzt. Während der Operation haben wir auch noch viele Narben mobilisiert und jetzt beginnt eine lange Zeit der Krankengymnastik. Auch ein beim Erbeben beschädigter Nerv muss sich noch erholen. Das alles nimmt sehr viel Zeit in Anspruch. Dieses Beispiel zeigt, wie viel mehr Hilfe die Menschen hier in Anspruch nehmen müssen und wie wenig wir ihnen in den wenigen Tagen, die wir im Januar hier waren, bringen konnten.&lt;br /&gt;Überhaupt kommen jetzt viele Patienten zurück, deren Unterarme beim Erdbeben "nur" gequetscht wurden. Man war froh, dass die Knochen heil geblieben waren. Die Wunden sind inzwischen verheilt, aber der gesamte Unterarm und die Hand sind unbrauchbar. Jetzt wird deutlich, dass sie Durchblutungsstörungen der Muskeln erlitten hatten und jetzt eine Volkmann Kontraktur aufzeigen. Da ist auch mit viel Aufwand jetzt nicht mehr viel zu machen. Und die Menschen nehmen das mit einer manchmal auch erschreckenden Gleichgültigkeit hin.&lt;br /&gt;Schwierig ist auch der Umgang mit Schmerzmitteln. US-Schwestern sind gewohnt, dass ein Patient nicht leiden darf. So geben sie Morphin und ähnlich starke Drogen in großen Mengen aus. Wir haben inzwischen abhängige Patienten, die eine für andere fast tödliche Dosis für den Verbandswechsel brauchen. Das ist für mich ein Kampf an zwei Fronten.&lt;br /&gt;Ansonsten ist die Missionarsgemeinschaft hier im Hospital ein Vorbild für Viele. Seit vielen Wochen sind hier nun Teams bei Ihnen, nicht nur für das Hospital, sondern auch mobil in der Stadt und Umgebung tätig. Jeden Abend essen wir zusammen, kochen sie für die Teams mit. Nebenbei hat das Hausbauprojekt angefangen. Das erste Haus ist fertig. Diese Woche sollen es 3 weitere werden. Die Regenzeit beginnt bald und die Menschen müssen ein Dach über dem Kopf haben. Ein Wettlauf mit der Zeit. Alles das organisieren die drei Missionarsfamilien neben der anderen Arbeit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;input id="gwProxy" type="hidden"&gt;&lt;!--Session data--&gt;&lt;input onclick="jsCall();" id="jsProxy" type="hidden"&gt;&lt;div id="refHTML"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-8338510853792903769?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/8338510853792903769/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/die-ersten-patienten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8338510853792903769'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/8338510853792903769'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/die-ersten-patienten.html' title='Die ersten Patienten'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6ipttXsjHI/AAAAAAAAAFc/8CO6meqLoUQ/s72-c/Haiti2+052.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-7021141818555354338</id><published>2010-03-22T03:46:00.001-07:00</published><updated>2010-03-22T04:00:50.332-07:00</updated><title type='text'>Unser multitalentiertes Team</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6dNE1pSTXI/AAAAAAAAAFU/iMQqyla6wto/s1600-h/Haiti2+040.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6dNE1pSTXI/AAAAAAAAAFU/iMQqyla6wto/s200/Haiti2+040.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5451410619470335346" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;darf ich heute einmal vorstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da ist HS, der Leiter. Sein Computer war der erste, die funktionierte und das Fenster zur Welt. Er wird die weitere Hilfe unserer Mission auch evt. an anderen Stellen in der Stadt koordinieren und erst einmal Besuche machen. Ansonsten hört er sich erst einmal unsere Berichte an, um hier Fuß zu fassen. Seine Zeit kommt erst noch.&lt;br /&gt;MN ist Allgemeinmediziner und war schon einmal hier. Überschwänglich begrüßt er im Hospital alte Bekannte. Er ist als Missionarskind in seiner Seele Latino und braucht Menschen um sich. Bezeichnend ist, dass er auch gleich am zweiten Tag per e-mail einem Freund im ecuatorianischen Urwald auf Shuar schreibt.&lt;br /&gt;KJ ist Krankenschwester und hat gerne alles in Ordnung. Sie hat Küche, Vorratsschränke und den Tisch in Ordnung. Gestern hat sie den Nachmittag damit zugebracht, den OP kennen zu lernen und nach ihren Vorstellungen zu organisieren. Hoffentlich klappt die Zusammenarbeit dort mit den übrigen einheimischen Helfern.&lt;br /&gt;RN ist eine Krankenschwester, deren Seele erst einmal ankommen musste, die andere gleich mal Cola besorgen schickte, nach warmem Wasser zum Duschen suchte und jetzt allmählich das Hospital kennen lernt, wo wir schon mitten bei der Arbeit sind. Wir hoffen, dass sie noch Teil des Teams wird.&lt;br /&gt;Da sind zwei ecuatorianische Ärzte, die neu sind und sich in der amerikanische haitianischen Welt noch etwas schwer tun, aber von Herzen dabei sind.&lt;br /&gt;Ganz anders PB, der als Anästhesist seinen Platz vom letzten Einsatz her kennt und auch gleich wieder dabei ist, aber eben nur für seinen Bereich. Den Rest der Zeit verbringt er mit "Verbindungsarbeit" zu Familie und Freunden (Telefon, e-mail etc).&lt;br /&gt;Und gestern kam AW aus dem Heimataufenthalt aus den USA zu uns. Er brachte 100 Radios mit, die auf 4 christliche Radiostationen vorprogrammiert sind, per Sonnenpanelen aufgeladen werden und die wir unseren Patienten nun schenken dürfen. Er wurden von den hiesigen Missionaren als große Gebetserhörung gefeiert, soll er ihnen doch Baupläne und statische Kalkulation für ihr Häuserprojekt machen, das heute beginnt. Es sollen mindestens 1000 neue, Erdbeben sicherere Häuser hier in den Bergen gebaut werden zum Stückpreis von ca $ 3.500,-.&lt;br /&gt;Bis jetzt fehlt die Notwendigkeit, wie im Januar der Arbeitsdruck, um aus uns wirklich ein Team zu machen. Das wird in den nächsten Tagen eine interessante Aufgabe werden, alle auf die ihnen nötige Weise im Team einzubinden und den Haitiaufenthalt zu einem Gemeinschaftserlebnis zu machen. Ich haben den Eindruck, dass einige von uns nur mitgefahren sind, um so etwas auch einmal zu erleben. Danke für alle Gebete um die Einheit dieser Christen hier.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;input id="gwProxy" type="hidden"&gt;&lt;!--Session data--&gt;&lt;input onclick="jsCall();" id="jsProxy" type="hidden"&gt;&lt;div id="refHTML"&gt;&lt;/div&gt;&lt;input id="gwProxy" type="hidden"&gt;&lt;!--Session data--&gt;&lt;input onclick="jsCall();" id="jsProxy" type="hidden"&gt;&lt;div id="refHTML"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-7021141818555354338?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/7021141818555354338/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/unser-mulyitalentiertees-team.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7021141818555354338'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/7021141818555354338'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/unser-mulyitalentiertees-team.html' title='Unser multitalentiertes Team'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6dNE1pSTXI/AAAAAAAAAFU/iMQqyla6wto/s72-c/Haiti2+040.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-6192463353674966278</id><published>2010-03-21T16:11:00.000-07:00</published><updated>2010-03-21T16:16:24.685-07:00</updated><title type='text'>Sonntags ist Ruhetag</title><content type='html'>&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6aosSI6WPI/AAAAAAAAAE0/VtUR0zyKZec/s1600-h/Haiti2+049.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6aosSI6WPI/AAAAAAAAAE0/VtUR0zyKZec/s200/Haiti2+049.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5451229877715491058" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;a onblur="try {parent.deselectBloggerImageGracefully();} catch(e) {}" href="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6aoVEIuMoI/AAAAAAAAAEs/6OLVHeEUGMk/s1600-h/Haiti2+033.JPG"&gt;&lt;img style="margin: 0pt 0pt 10px 10px; float: right; cursor: pointer; width: 200px; height: 150px;" src="http://3.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6aoVEIuMoI/AAAAAAAAAEs/6OLVHeEUGMk/s200/Haiti2+033.JPG" alt="" id="BLOGGER_PHOTO_ID_5451229478819607170" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;uns das ist auch gut so. Es sind nur noch 20 Erdbebenopfer stationär. Um die anderen ca 50 Patienten brauchen wir uns kaum zu kümmern. Das machen die einheimischen Ärzte und Studenten (PJ-ler). Aber die noch hier sind, brauchen auch wirklich Hilfe. Da ist der 11- jährige Johnny, den wir damals mit zwei Drähten und einem Gips so schnell wie möglich entlassen haben, weil er im Januar mit Oberschenkelfraktur weder OP brauchte noch langen Hospitalaufenthalt. Er kam zu keiner Kontrolle, hatte den Gips bald in Teile zerlegt und so haben ihm die Drähte eine große Arterie angenagt. Sein Hämoglobingehalt war lebensbedrohlich gesunken. Er steht morgen auf dem OP Plan. Von den vielen mit Platten versorgten Frakturen mehrer von nachfolgenden Teams nachoperiert werden, weil die Patienten trotz Verbotes ohne Gehstützen voll belastet haben oder einfach gestürzt sind. Einige wenige sind infiziert. Für mich ist es erstaunlich, wie wenige Frakturen nicht geheilt sind. Aber diese wenigen machen uns Probleme.&lt;br /&gt;Das Leben hier in Haiti hat sich wieder normalisiert. Es gibt nur noch ganz wenige leichte Erschütterungen. Heute Nachmittag wurde hier eine Hochzeit gefeiert. Es gibt wieder alles zu kaufen hier. Wenn nicht die Häusertrümmer wären, man würde der Stadt die Zerstörung nicht anmerken.&lt;br /&gt;Zwischendurch gibt es auch neue Patienten wie die Folgen einer "Auseinandersetzung zweier Zechkumpanen. Einer verlor den Streit und kam mit durchhackten Sehnen seines Unterarmes.&lt;br /&gt;Unser Team tut sich ein wenig schwer, zusammen zu wachsen. Es sind einige Individualisten darunter, die ihre eigene Vorstellung vom Leben haben. Als die Visite, die wir wegen des Gottesdienstes unterbrochen hatten, dann doch bis 15.00 andauerte, da wir uns erst einmal einen gründlichen Überblick schaffen wollten, verließen uns zwei Leute schon vorzeitig, da sie dringend Mittagessen wollten und das sei ja schon längst überfällig. Aber im Großen und Ganzen kommen wir miteinander klar. Jetzt sind wir auf morgen und den Ansturm der ambulanten Patienten gespannt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;input id="gwProxy" type="hidden"&gt;&lt;!--Session data--&gt;&lt;input onclick="jsCall();" id="jsProxy" type="hidden"&gt;&lt;div id="refHTML"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-6192463353674966278?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/6192463353674966278/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/sonntags-ist-ruhetag.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6192463353674966278'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6192463353674966278'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/sonntags-ist-ruhetag.html' title='Sonntags ist Ruhetag'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_LlLXfWEFNAY/S6aosSI6WPI/AAAAAAAAAE0/VtUR0zyKZec/s72-c/Haiti2+049.JPG' height='72' width='72'/><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3114629687734416814</id><published>2010-03-21T04:41:00.000-07:00</published><updated>2010-03-21T04:42:18.100-07:00</updated><title type='text'>Wieder in Haiti</title><content type='html'>Ich wusste, dass es diesmal ganz anders wird als damals direkt nach dem Erdbeben. Die Situation und das Team sind anders. Wir sind hier mit zwei Chirurgen, zwei Allgemeinmedizinern, zwei Krankenschwestern und zwei Ingenieuren, die weitere Hilfe für Haiti ausloten sollen.&lt;br /&gt;Schon die Ankunft am Flughafen war anders. Die nationalen Behörden haben wieder das Sagen. So kommt man am fahrbaren Arm des Flughafengebäudes an, darf aber gleich eine Treppe tiefer gehen und wieder auf das Flugfeld treten, wo einen enge Busse zu einer Lagerhalle fahren. Dort in der Hitze wartet man, bis die Koffer durch ein enges Loch achtlos runtergeworfen werden. Die angeforderte Kontrolle unserer 13 Koffer haben wir dann aber als Team umgangen, als wir im Gewühle die wichtigsten Koffer längst rausgeschafft hatten und die beiden untersuchten Gepäckstücke nur noch Unterwäsche etc enthielten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann die Fahrt durch die Stadt. Viel Schutt ist schon weggeschafft, an einigen völlig zerstörten Gebäuden ist aber noch nichts gemacht. Wie viele Leichen liegen da noch drunter? Aber die Stadt Port au Prince ist zu neuem Leben erwacht. Es hat die ersten Regenfälle gegeben. Das Grün sprießt und es blüht. Überall Menschen, die an den Straßenrändern frisches Brot, Gemüse und Früchte anbieten. Alle Parks und freien Plätze sind noch voller Zelte. Aber es sind mittlerweile komfortablere Zelte. Viele Menschen haben sie hier auf Dauer eingerichtet. Dazwischen aber Müllhalden und fürchterlicher Gestank.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann wieder die Fahrt in die Berge auf 1250 m über dem Meer mit herrlichem Ausblick auf einen Teil der Bucht. Die Gänge sind leer, aber die normalen Hospitalbetten sind fast alle noch belegt. Ca 1/3 Patienten sind Verletzte des Erdbebens mit allen möglichen Komplikationen: nicht heilende Wunden, Knochenvereiterungen und Platten, des deshalb ausgebrochen sind. Was besonders schmerzt, dass 3 dieser Patienten von unserem Team vor 2 Monaten operiert wurden. Natürlich gibt es dafür viele Erklärungen, aber es schmerzt einen persönlich eben doch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Empfang durch die Missionare und Patienten war herzlich. Es ist eben doch eine Vertrauensverhältnis entstanden. Wir haben in einer kurzen Visite das Hospital übernommen und werden morgen den Op - plan für die nächsten Tage aufstellen. Unsere Ankunft wurde schon im Radio bekannt gegeben und es werden Viele zur Nachuntersuchung kommen. Heute haben wir im Team die Verantwortungen besprochen. Es ist eine Gruppe von 8 engagierten Leuten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;input id="gwProxy" type="hidden"&gt;&lt;!--Session data--&gt;&lt;input onclick="jsCall();" id="jsProxy" type="hidden"&gt;&lt;div id="refHTML"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3114629687734416814?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3114629687734416814/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/wieder-in-haiti.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3114629687734416814'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3114629687734416814'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/wieder-in-haiti.html' title='Wieder in Haiti'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-323370590159868310</id><published>2010-03-10T15:51:00.000-08:00</published><updated>2010-03-10T16:01:58.288-08:00</updated><title type='text'>Und erstens kommt es anders und zweitens als du denkst.....</title><content type='html'>Samaritan´s Purse (SP) will seine Hilfe für Haiti beenden, zumindest, was das Baptistische Hospital dort betrifft. Derzeit ist wohl ein pensionierter Chirurg dort, der sich mit Knochen schwer tut. Deswegen kam gestern der Hilferuf aus Haiti: „Wir brauchen EUCH!“ Der Unfallchirurg/Orthopäde des Hospitals kommt zwar einmal wöchentlich, ist aber heillos überfordert. Und da haben sie sich - welch Wunder, wieder an uns erinnert (ganz so dumm haben wir uns also das erste Mal doch nicht angestellt). Ergebnis: Alle Pläne umwerfen, Patienten umdisponieren und wieder reisen: Ich bin erstaunt, wie gut meine Patienten hier in Ecuador Verständnis dafür aufbringen. Ein kleines Team wird am Freitagmorgen, 19. März 2010 von Quito los fliegen, eine Nacht in Miami verbringen, um am Samstagmorgen nach Haiti weiter zu reisen, diesmal im normalen Flieger (es gibt nur ganz wenige Linienflüge nach Port au Prince). Dieses Mal werden wir wohl einen Stempel im Pass haben und offiziell ein und nach 14 Tagen am 03. April wieder ausreisen.&lt;br /&gt;Derzeit sind wir dabei herauszufinden, was wir mitbringen sollen, was jetzt nach so vielen Spenden wirklich fehlt.&lt;br /&gt;Und noch am Rande: Was ist mit den Spendengeldern geschehen, die in großer Zahl bei HCJB-Global, unserer Mission, eingegangen sind: Einen Großteil ($ 50.000) bekommt das dortige Hospital für die kostenlose Behandlung inzwischen tausender Patienten und das Ende ist noch nicht abzusehen. Was über die Deutsche Missionsgemeinschaft an den Baptistischen Bund Haitis ging und geht, ist für den Wiederaufbau. Da müssen Kirchengebäude neu errichtet oder repariert werden und es gibt einen Plan (schon begonnen) für Häuser in der Bergregion um das Hospital. Es sollen von den Menschen selbst (sie sollen Arbeit haben) für ca $ 3.500,- Erbeben - sicherere Häuser errichten werden. Insgesamt sind 1.500 Domizile in Planung. Und wer arbeitet, wird auch bezahlt. Ich finde das ein lohnendes Projekt. Probleme sind aber derzeit die gestiegenen Baupreise, denn Baumaterialien sind derzeit natürlich gefragt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also, wir werden wieder berichten. Wir sind uns darüber im Klaren, dass es dieses Mal nicht so medienwirksam sein wird, aber nicht weniger wichtig. Klaudia wird leider wieder in Shell bleiben. Sie übernimmt aber wieder die Verteilerfunktion der Berichte, denn ich weiß nicht, wie weit der Internetanschluss klappt. Und ich schätze, dass wir wieder einige Arbeit haben werden. Es wird wohl wieder nichts aus dem Karibiktraumurlaub. Aber wir wissen, dass wir am richtigen Platz gebraucht werden.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-323370590159868310?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/323370590159868310/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/und-erstens-kommt-es-anders-und.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/323370590159868310'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/323370590159868310'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/und-erstens-kommt-es-anders-und.html' title='Und erstens kommt es anders und zweitens als du denkst.....'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3147427062208046614</id><published>2010-03-04T14:53:00.000-08:00</published><updated>2010-03-04T14:54:10.176-08:00</updated><title type='text'>Kommentar und Zukunft zu Haiti</title><content type='html'>Wir sind längst wieder zurück. Die 3 Wochen internationales Team für behinderte Kinder war wieder mal eine Fortbildung für mich, Eckehart. Jetzt ist die Nacharbeit für Eltern und Kinder dran und wir sind wieder nach Shell zurück gekehrt. Die Patienten hier sind froh, dass wir wieder da sind. Viele hatten Verständnis, dass da ein einheimischer Traumatologe aus einem Nachbarkrankenhaus für Notfälle kam. Er hat natürlich die Situation zu seinen Gunsten finanziell ausgenutzt. Die Patienten haben dafür deutlich mehr bezahlen müssen, aber sie wurden versorgt.&lt;br /&gt;Dann kam das Beben in Chile. Erdbeben sind immer unerwartet und stören die Pläne. Aber Chile ist bestens organisiert. Sie brauchen wenig ausländische ärztliche Hilfe. Wir durften hier bleiben.&lt;br /&gt;Dafür wurde unser Haitieinsatz verschoben. Samaritan´s Purse wird sein letztes Team am 13. März abziehen. Dann ist erst mal Ruhe und wir werden am 12. April für ein bis zwei Wochen nach Haiti fliegen, je nach Arbeitsbedarf. Ich schätze eher für 2 Wochen.&lt;br /&gt;Noch immer erhalten wir täglich Anfragen von den verschiedensten Menschen zu Fragen nach Haiti. Wir waren auf einmal in allen Medien. Die DMG hatte uns auf der Homepage. Wir waren für drei Tage die Stars bei BBC. Deutsche Zeitungen brachten Berichte von uns. Da haben wir erst einmal wieder die Macht der Presse gespürt, diesmal positiv. Dabei haben wir nichts Besonderes getan. Wir waren lediglich bereit dorthin zu fliegen, wo Not am Mann war. Bei den ersten zu sein, hat natürlich bei allen logistischen Schwierigkeiten seine Vorteile. Aber das Geheimnis all des "Erfolges" ist ein Team. Der Kern sind Missionare, die sich schon lange kennen. Wir haben viel Zeit zusammen gearbeitet. Jeder war schon einmal der Chef des anderen zu irgend einer Zeit. Und NIE hat einer "den Chef herausgehängt! Sicher, der Leiter hat Verantwortung und Kompetenz, aber wir sind bei alle dem Freunde im Dienen geblieben. So gab es in kritischen Situationen nie ein einziges Gerangel um Kompetenzen. Immer war klar, wer, wer fachlich in diesem Augenblick das Sagen hatte und wer zu "folgen" hatte.&lt;br /&gt;Viele haben uns gefragt, wann wir Urlaub gemacht hätten. Wir haben einige Tage ausgeschlafen, sicher, das war nötig. Aber dann ging das Leben weiter. Teile des Teams war kurz darauf in Afrika für einen längst geplanten Einsatz. Wer eine sinnvolle Tätigkeit hat, dem gibt die Arbeit Kraft und Freude. Ich glaube, das ist eines der Geheimnisse des Dienens als Missionar.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3147427062208046614?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3147427062208046614/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/kommentar-und-zukunft-zu-haiti.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3147427062208046614'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3147427062208046614'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/03/kommentar-und-zukunft-zu-haiti.html' title='Kommentar und Zukunft zu Haiti'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3979918589970788989</id><published>2010-02-13T15:07:00.000-08:00</published><updated>2010-02-13T15:27:27.201-08:00</updated><title type='text'>Entscheidung für Haiti</title><content type='html'>Ich, Eckehart, erlebe eine gute Zeit mit Kapazitäten der Kinderorthopädie aus vielen Ländern. Sie sind Professoren an verschiedenen Universitäten und kommen einmal im Jahr zu uns - ein internationaler Austausch unter Federführung von Prof. Dr. James Gage aus St. Paul/ Minnessota.&lt;br /&gt;Zwischendurch ist aber Haiti ein großes Thema in unserem Hospital in Quito, wo wir derzeit operieren. Wir sind dabei, ein neues Team für Haiti zusammen zu stellen. Vom 13. - 27. März werden wir wieder unterwegs sein, um im gleichen Baptistischen Hospital bei Port au Prince wie nach dem Erdbeben die Nacharbeit zu übernehmen. Wir werden nach Möglichkeit berichten. Diesmal sind die Informationswege hoffentlich besser. Nachdem das Erdbeben von Haiti vom 12. Jan. 2010 wohl die Tsumanikatastrophe Südostasiens von 2004 an Opfern übertroffen hat, müssen wir unseren "Nachbarn" in der Karibik bei der Nachbehandlung helfen. Wir erwarten viele Komplikationen wie Knochenvereiterungen der offenen Frakturen, sonstige Wundheilungsstörungen und viele andere medizinische Probleme. So werden wir mit Krankenschwestern, Ärzten und anderen Helfern in einer großen Gruppe reisen. Wir haben viele Spenden bekommen. Jetzt gilt es, die Mittel weise für denKauf von wichtigen, aber nicht luxuriösen Notwendigkeiten einzusetzen. Jetzt haben wir Vorbereitungszeit. Danke auch dieses Mal für alle Begleitung.&lt;br /&gt;Ziel dieses Team ist ein Dreifaches:&lt;br /&gt;1)  Menschen dort konkret zu helfen.&lt;br /&gt;2) Unser Team zu schulen für zuküftige Einsätze, denn wir brauchen Nachfolger, die uns ersetzen können.&lt;br /&gt;3) Geistlicher Impuls, den jeder mit nach Hause nimmt und weiter gibt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke für alle Begleitung auch dieses Mal.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3979918589970788989?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3979918589970788989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/02/entscheidung-fur-haiti.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3979918589970788989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3979918589970788989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/02/entscheidung-fur-haiti.html' title='Entscheidung für Haiti'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-6079122055802607144</id><published>2010-02-13T15:05:00.000-08:00</published><updated>2010-02-13T15:06:27.866-08:00</updated><title type='text'>Und was ist nach Haiti?</title><content type='html'>Die Anteilnahme unserer Freunde am Haitiabenteuer war überwältigend. Wir haben das alles erst viel später realisiert. Viele standen hinter uns im Gebet. Klaudia hatte die Verbindungsarbeit übernommen und wurde überschwemmt von Briefen der Anteilnahme, die ich, Eckehart, erst nach einer Woche so langsam lesen kann. Warum aber jetzt eine Sendepause?&lt;br /&gt;Erstens mussten wir als Team ein paar Tage nach der Anstrengung ausruhen. Kaum nach Hause gekommen, gibt es zwei neue Aufgaben. Der Pastor unserer Gemeinde in Quito hat den Vertrag nicht mehr verlängert und ist aus dem Team ausgeschieden. Plötzlich werden wir wieder mehr gebraucht. Den Februar über habe ich, Eckehart, Predigdienst in San Marcos. Und zum anderen war sowieso geplant, im Februar in Quito zu bleiben für unser alljährliches Programm der zerebralgeschädigten Kinder mit 12 Professoren der Kinderorthopädie aus den USA, Kolumbien, Venezuela und Chile. Es ist das 16. Jahr. 3 Wochen lang operieren wir diese Kinder und wir Andenwölffe organisieren das Treffen. Da ist Katerine ein zerebralgeschädigtes Mädchen, das keine Schule aufgenommen hat, das die Eltern zu Hause Lesen und Schreiben lehren, die aber zusätzlich eine begnadete Klavierspielerin ist und eine Karriere vor sich hat. Vor einem Jahr operiert, hat die 13 - Jährige wieder das Laufen gelernt. Jetzt wurde das andere Bein operiert. Eine ganze Familie fiebert bei diesem Talent mit.&lt;br /&gt;Und da ist Cristina, heute 12 Jahre alt. Sie fiel vor einigen Jahren aus dem 6. Stockwerk auf Beton und überlebte. Jeder im Hospital Vozandes kennt sie. Sie konnte danach nicht mehr laufen. Eine Familie, die nicht aufgab und viele Operationen haben ihr mehr als nur das Laufen ermöglicht. Solche Familien und viele mehr sind derzeit in unserem besonderen Interesse. Deswegen wenig Möglichkeit zu berichten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-6079122055802607144?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/6079122055802607144/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/02/und-was-ist-nach-haiti.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6079122055802607144'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/6079122055802607144'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/02/und-was-ist-nach-haiti.html' title='Und was ist nach Haiti?'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3569888129469080134</id><published>2010-01-30T12:43:00.000-08:00</published><updated>2010-01-30T12:44:14.543-08:00</updated><title type='text'>Nachklang Haiti Januar 2010</title><content type='html'>Wir sind wieder zuhause und ich bereite mich auf den OP Marathon für behinderte Kinder für 3 Wochen im Februar vor. Gott ist gnädig und hat mir einige Tage in Shell geschenkt, um dort Einiges in Ordnung zu bringen. Am Sonntag geht es nach Quito und am Montag geht es weiter mit vielen Ärzten aus ganz Amerika.&lt;br /&gt;Die Antwort auf ein paar e-mails aus Haiti war überwältigend. So viele Menschen haben für dieses Land gebetet und gespendet. Jetzt gilt es, das Geld gut anzulegen. Es einfach den Menschen dort in die Hand zu drücken wäre falsch. Das haben sie in der Vergangenheit oft genug erlebt, daran sind sie gewöhnt.&lt;br /&gt;Wir wollen zuerst einmal die wirklichen nationalen Helden nennen, die wir getroffen haben. Da sind die beiden übrig gebliebenen Ärzte des Hospitales, die drei Tage lang ohne zu schlafen Patienten aufgenommen und notdürftig betreut haben. Nach einem Tag Pause, als unser Team eintraf, waren sie wieder da. Wie ihr Zuhause aussieht, wissen wir nicht. Dann sind da zwei Medizinstudenten ganz am Anfang des Studiums, Sie haben uns zur Seite gestanden uns übersetzt, Instrumente gereicht und Vieles andere mehr. Sie kamen morgens etwas später, weil ihr Bus nicht früher ging, aber sie blieben manchmal bis Mitternacht. Da waren die Missionare der Baptistischen Mission, die normalerweise nicht in OP beschäftigt sind. Die eine hat bei der Vorbereitung der Sterilisation geholfen, hat organisiert. Ein  Missioniar hat die beiden Steries bedient, auch ca 16 Std am Tag. Und da war das große Vorbild Mamma Kafa. Sie bereitet alles für die Ops vor, im Durchschnitt eine Operation pro Werktag. Sie ist 82 Jahre alt. Ihr Haus ist zerstört. Sie schlief in der Nähe des Hospitales in der Kälte, bis wir das merkten und ihr eine Decke gaben. Sie war ohne Klage von morgens 8.00 bis nach Mitternacht da und beschäftigt, alle Geräte für die Operationen vorzubereiten, was wir ihr gaben. Nebenbei hat sie mit Patienten gebetet, uns bei der Morgenandacht Mut gemacht und mit und für uns gesungen. Das sind die wahren Helden dieses Erdbebens. Einheimische, die auch nach unserer Zeit noch mehr als volle Arbeit leisten.&lt;br /&gt;Wir haben beschlossen, dass wir diese Menschen nicht alleine lassen werden. Ende März oder Anfang April wollen wir in kleinen Gruppen nochmals dort aushelfen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3569888129469080134?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3569888129469080134/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/nachklang-haiti-januar-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3569888129469080134'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3569888129469080134'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/nachklang-haiti-januar-2010.html' title='Nachklang Haiti Januar 2010'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-5788361942472663847</id><published>2010-01-26T18:19:00.000-08:00</published><updated>2010-01-26T18:20:11.881-08:00</updated><title type='text'>Heimreise, 25 und 26. Jan 2010</title><content type='html'>Wir sitzen in einer Turbotropmaschine auf dem Weg nach Fort Lauderdale in Florida. Der Rückflug dauert mehr als doppelt so lange. Der Morgen war ein herzlicher Abschied vom liebgewordenen Team. Wir haben ausgetauscht und Abschied genommen. Jeder von uns hat eine Menge gelernt und wir haben mit 116 Operationen als Gemeinschaft den Menschen geholfen. Es war eine Gemeinschaft von Krisen erprobten Schwestern und Ärzten. Sie alle haben schon im Sudan, In Impfondo/Congo und bei anderen Katastrophen mitgeholfen.&lt;br /&gt;Dann war noch ein wenig Zeit. Ich habe noch eine Patienten mit Oberschenkelfraktur operativ versorgen können. Derweil packten die anderen die Koffer ins Auto und ab ging es durch die verstopfte Stadt (Montagvormittag) zum Flughafen. Außer ein Paar Polizisten, die versuchten, den Verkehr zu regeln, war nichts normal. Die Stadt ist ein Chaos. Hier und da beginnen Trümmer und zerstörte Gebäude wegzuräumen. Die Binnenstruktur des Staates funktioniert nicht. Wir fahren durch den UN-Eingang zum Flughafen. Hier viele Hilfsorganisationen. Ich kann kurz mit den Johannitern in ihrem Zelt sprechen. Sie haben mobile Teams um die Stadt herum, kommen aber nachts dann doch in die Sicherheit zurück. Wir passieren ungestört die UN-Kontrolle Kontrolle, weil wir Weiße sind und fahren auf das Fugfeld. Kein Stempel im Pass. Aber der Flughafen ist in Ordnung. Das US-Militär hat alles geregelt. Immer wieder die Hubschrauber der US-Navy. Sie bringen Verletzte zum Flugzeugträger in der Bucht, derzeit ein Hospitalschiff mit 700 Betten.&lt;br /&gt;Abflug nach Florida, aber Zwischenlandung in Providential Islands zum Tanken. Dort treffen wir Weltenbummler, in Ehepaar aus Canada, die mit ihrer kleinen Cessna unterwegs sind, Leute von der Nasa. Ein kurzer Austausch. Alle wollen wissen, was in Haiti wirklich los ist.&lt;br /&gt;Resumee:&lt;br /&gt;Haiti ist ein bitter armes Land. Es ist abgeholzt und in großer Teilen wüst und leer. Die Flüssen spülen das bisschen fruchtbare Erde ins Meer. Es ist eine fast rein schwarze Bevölkerung. Zurecht wird es das Armenhaus Lateinamerikas genannt. Die Region um das Baptistische Hospital ist eine der wenigen reichen Gegenden um die Hauptstadt. Die Missionare haben seit 60 Jahren den Menschen gezeigt, wie man in Terrassen anbaut, die Erde befestigt und so zu einem gewissen Wohlstand kommt. So sticht diese kleine Region heraus. Außerdem haben sie für Schulen und Ausbildung gesorgt - auch ein Gegensatz zum sonstigen Land. Noch nie in meinem Leben habe ich so einen positiven Einfluss einer Missionsarbeit gesehen wie hier.,&lt;br /&gt;Wir haben kleine Kinder und viele Erwachsene behandelt, aber wenig Jugendliche. Das Erdbeben fand gegen 16.00 statt. Die Schulen haben wie in vielen Ländern drei Schichten und viele Schulen sind öffentliche Gebäude, die wegen Baumängel (Korruption beim Bau) eingestürzt sind. Es scheint überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche getroffen zu haben&lt;br /&gt;Das Land wir über Jahre weitere Hilfe brauchen. Als eines der korruptesten Amerikas ist nun das Zentrum, der Korruption, nämlich die Regierung lahm gelegt worden. Die Menschen im Stadtzentrum sind in mancher Hinsicht wie Tiere. Hilfslieferungen wagen sich nicht hinein. Die Menschen stürmen die Lastwagen, also wird während der Fahrt abgeworfen.&lt;br /&gt;Es besteht wenig Interesse an Hygiene. Jeder wirft seinen Dreck auf die Straße oder in den Fluss, der vielen als Trinkwasserquelle dient. In Kürze werden Seuchen ausbrechen. Wir haben schon Typhuspatienten behandelt.&lt;br /&gt;Haiti erhält seit vielen Jahren Hilfe von außen. Das Erdbeben wird diese Abhängigkeit nur noch verstärken. Wo sind ehrliche Menschen, die endlich so viele sind, dass es zu einer wirklichen Wende kommt? Ein Land voll Finsternis und Voodookult braucht einen geistlichen Wandel. Dazu kommen die Folgen der Sklaverei. Wir haben in der ganzen Zeit nicht einen weißen Einwohner Haitis zu Gesicht bekommen. Haiti ist wie ein Mischvolk Afrikas wie etwa Liberia. Und da geht es ja auch nicht besonders rosig zu. Die wirkliche Wende muss von den Haitianern selbst kommen.&lt;br /&gt;Wir vom Desasterteam unserer Mission sind jedenfalls am Überlegen, ob wir nicht in etwa 6 - 12 Wochen nochmals für ca 14 Tage zurück kommen können, um zu helfen, wenn alle anderen gegangen sind und die Folgen noch lange nicht verheilt sind.&lt;br /&gt;Überwältigt sind von der Flut der Gebete und auch Gaben, die diese Arbeit hier möglich gemacht haben. Danke für alles mit Durchtragen!!!!! Wir sind sehr oft an unsere Grenzen gekommen. Unser mitgebrachtes Material aus Ecuador hat gereicht bis der Nachschub kam, Als das Wasser ausging, hat unser Wasseringenieur das System reparieren können. Später kam zur rechten Zeit die Wasseraufbereitungsanlage. Nach 3 ersten, erschöpfenden Tagen kamen weitere Helfer. Gott hat uns zur rechten Zeit das Richtige geschenkt.&lt;br /&gt;Wir haben als Teil eines Teams von Samaritan´s Purse (S.P.) gearbeitet. Mit uns im Team waren für ein paar Tage Ex Senator Dr. Bob Frist, der Gründer von S.P, der das Werk dann an Franklin Graham abgab. Mir hat Dr. Richard Forman im OP assistiert, der Gründer von World Medical Mission, sowie Dr. Paul Osteen, Chirurg und Pfarrer aus Houston, der wohl größten Kirchengemeinde der USA. Während unserer Zusammenarbeit ist der Plan gereift, das S.P. sich jetzt mehr in Katastrophenarbeit engagieren wird. Wir werden zusammen jetzt einen Plan zur Bildung eines Einsatzteams und Zelthospitals ausarbeiten. HCJB kann Personal stellen, S.P. Zelte und Logistik und später Ärzte und besonders Schwestern. Das nächste Erdbeben, die nächste Flutwelle kommt bestimmt.&lt;br /&gt;　&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-5788361942472663847?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/5788361942472663847/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/heimreise-25-und-26-jan-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5788361942472663847'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/5788361942472663847'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/heimreise-25-und-26-jan-2010.html' title='Heimreise, 25 und 26. Jan 2010'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3346552266164952445</id><published>2010-01-24T16:58:00.000-08:00</published><updated>2010-01-24T16:59:43.198-08:00</updated><title type='text'>Der Patientenstrom reisst nicht ab</title><content type='html'>Die Spannung im Hospital ist weniger. Viele Patienten sind entlassen worden. Von den Patienten, die bei unserem Eintreffen hier waren, sind mehr als 2/3 inzwischen gegangen. Vielen kommen natürlich in regelmäßigen Abständen zu Verbandswechsel und Kontrollen. Jetzt reißt der Strom der Neuankömmlinge nicht ab. Jeder Tag kommen so 15 Neue, die meisten mit Oberschenkelfrakturen. Und sie erzählen Schauergeschichten, wie die 24 - jährige Frau, die ganz verstört kam und die Stacheln stellte. Sie erzählte dann, dass sie seit Tagen kaum etwas zu essen bekommen hatte. Als das Erdbeben geschah, war sie im dritten Stock ihres Hauses und sie erlebte nacheinander, wie der dritte Stock auf den zweiten und den ersten aufschlug und unter ihr die ganze 6 - köpfige Familie begrub, darunter ihre 4 Kinder. Sie ist die einzige Überlebende.&lt;br /&gt;Mitten hinein kam die Nachricht, dass wir abgelöst werden. Ein weiteres Team ist unterwegs. Wir sollen zum Debriefing in die USA. Das ist Order von oben, die keiner versteht, sind wir doch als Team nun eben gut eingearbeitet. Das tut weh, plötzlich alles hier zu lassen. Dann wieder die Nachricht, dass es morgen doch keinen Flug geben soll. Wir sind gespannt. Zumindest sind unsere Koffer schnell gepackt. Wir richten uns mal auf einige Tage mehr ein, merken aber doch, dass die Batterien so langsam leerer werden. Wir wollen keinen Abend mehr bis Mitternacht im Hospital sein. Die Not darf nicht alleine unseren Arbeitsalltag bestimmen. Und doch läuft es jetzt wie am Schnürchen. Heute haben wir neben  anderen Verletzungen 5 Oberschenkel mit Platten versorgt. &lt;br /&gt;Erfrischend war heute die eine Std. Pause em Vormittag beim Gottesdienst mit herrlichem Gesang - eben afrikanisch. Und nebenbei bemerkt: Wir haben in der ganzen Zeit bisher vergeblich nach einem weißen Haitianer Ausschau gehalten. Bisher werden alle schwarz. Die einzigen Weißen sind die Missionare und eben wir als Besucher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3346552266164952445?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3346552266164952445/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/der-patientenstrom-reisst-nicht-ab.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3346552266164952445'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3346552266164952445'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/der-patientenstrom-reisst-nicht-ab.html' title='Der Patientenstrom reisst nicht ab'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-756210431449282630</id><published>2010-01-24T16:57:00.000-08:00</published><updated>2010-01-24T16:58:08.711-08:00</updated><title type='text'>Es ist wie Weihnachten, 23.Jan. 2010</title><content type='html'>Gestern kam einen zwei kleine Lastwagen- Sendung mit Nachschub, aber die Platten waren nicht dabei, Dafür hat sie aber jemand heute Nacht gebracht und wir siue gleich um 6.00 ausgepackt: Eine Riesenspende von Synthes, viele Instrumente für ganz spezielle Eingriffe, alles vom Feinsten, aber wenige Platten für Osteosythesen. Aber wir konnten wenigstens loslegen. Heute kamen 13 neue Patienten aus der Stadt, die die Nachricht gehört hatten. Sie kamen mit Taxi, Bus und auf LKW die Holperstraße zu uns herauf und das mit Ober- und Unterschenkelfrakturen und ohne Gips. Einige von ihnen haben wir heute sofort operiert. Die leuchtenden, dankbaren Augen und das von Herzen kommende "Merci" waren Lohn für die Anstrengung. Eine 14-Jährige hat mich umarmt und wollte gar nicht mehr loslassen vor Glück Sie liegt nun schon seit 11 Tagen irgendwo herum ohne wirkliche Hilfe. Jetzt ist sie operiert und auf dem Weg der Besserung. Auch durch das Team ist ein Ruck gegangen.&lt;br /&gt;Spannung haben wir aber im Hospital gehabt. Die aus der "Unterstadt" sind hier nicht so gut angesehen und Patienten, die seit Tagen auf die Op warten weil ihr Blutdruck immer noch über 200 ist sind offensichtlich sauer, weil die Neuankömmlinge ihnen zuvor kommen. Und man merkt das sofort. Die Menschen hier reagieren höchst emotional. Wie oft meinten wir schon Streit schlichten zu müssen, dabei haben zwei sich nur ganz normal unterhalten.&lt;br /&gt;Spannend ist auch die geistliche Seite. Viele Menschen, die bisher vom Glauben nicht wissen wollten, sind auf einmal offen geworden für das Evangelium. Unsere Pastoren erzählen und täglich von vielen Entscheidungen fürs Leben. Die Katastrophenzeit ist auch Erntezeit.&lt;br /&gt;Morgen ist zwar Sonntag, aber für uns keine Pause, da weitere Patienten kommen werden und wir nicht wissen, wann wir das Land verlassen werden. Ein neues Team wird Anfang nächster Woche kommen und wir wissen nicht, wann es überhaupt Flüge nach draußen gibt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-756210431449282630?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/756210431449282630/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/es-ist-wie-weihnachten-23jan-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/756210431449282630'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/756210431449282630'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/es-ist-wie-weihnachten-23jan-2010.html' title='Es ist wie Weihnachten, 23.Jan. 2010'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-1904613636795478606</id><published>2010-01-24T16:56:00.000-08:00</published><updated>2010-01-24T16:57:08.634-08:00</updated><title type='text'>Eine Woche Arbeit in Haiti, 22. Jan</title><content type='html'>mmer wieder kleiner Nachbeben. Wieder einige Tote, die bei brüchigen Mauern und kleinen Erschütterungen umkamen. Wir hier oben etwa 3 - 4 km Luftlinie von der Innenstadt merken die Nachbeben kaum. Heute waren wir schon um 17.00 mit dem OP-Programm fertig. Die andere Ärzte und Schwestern machen noch Verbände und behandeln die neuen und ambulanten Patienten. Wir sind fast durch mit den wichtigsten Operationen. Morgen sollen endlich Platten und Schrauben ankommen. Ich hoffe, es kommt nicht wieder soviel unbrauchbares Zeugs wie die letzten Male. Wenigstens haben wir nun Gips für die nächsten 2 - 3 Tage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die freie Zeit habe ich mal schnell zum Wäschewaschen im Waschbecken genutzt und auch, um kurz Statistik zu machen:&lt;br /&gt;1 Woche OP eines fantastischen Teams (Einheimische wie Besucher):&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;96 operierte Patienten, einige davon mit Mehrfachbehandlung:&lt;br /&gt;14 x Fixierung der Frakturen durch perkutane Nägel + Gips&lt;br /&gt;12 x Äußerer Fixateur&lt;br /&gt;27 x große Wundreinigung&lt;br /&gt;10 x Wundreinigung + Fixierung der Frakturen mit Pins&lt;br /&gt;8 x Amputationen von Fingern oder mehr&lt;br /&gt;4 x ausgerenkte Gelenke eingerenkt&lt;br /&gt;4 x reine Fasziotomien&lt;br /&gt;2 x offene Baucheingriffe&lt;br /&gt;4 x Pins für Zugbehandlung an Beinen (Beckenfrakturen)&lt;br /&gt;3 x intrameduläre Nägel&lt;br /&gt;4 x Verplattungen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Team ist in bester Stimmung. Schwierig ist es manchmal mit den jungen Ärzten, die in diese Situation us - amerikanischen Standard bringen wollen uns einige Patienten überbehandeln. Wir haben auch Patienten verloren, einen durch vermutliche Lungen- Fettembolie, 1 durch fehlende Blutkonserven, 2 durch Nierenversagen nach Muskelquetschungen und 3 Hirnblutungen. Das ist viel aber unter diesen Umständen nicht anders zu machen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute war eine Stimmung des Aufatmens. Die Pläne, in die Stadt runter zu gehen, um dort zu helfen, haben wir fallen gelassen. Es scheint dort genügend Ärzte, aber zu wenige Behandlungsmöglichkeiten zu geben. Wir bleiben hier. Die Flure unseres Hospitales sind leer, die Massenlager in Lagerräumen werden weniger. Jetzt ist die Zeit, neue Patienten aufzunehmen, sobald der versprochene Nachschub an Material morgen eingetroffen und die Möglichkeit des Patiententransportes geregelt ist.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-1904613636795478606?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/1904613636795478606/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/eine-woche-arbeit-in-haiti-22-jan.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1904613636795478606'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/1904613636795478606'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/eine-woche-arbeit-in-haiti-22-jan.html' title='Eine Woche Arbeit in Haiti, 22. Jan'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-2665798538231091933</id><published>2010-01-24T16:55:00.001-08:00</published><updated>2010-01-24T16:55:54.891-08:00</updated><title type='text'>Situation in der Stadt, 21. Jan 2010</title><content type='html'>Wir sind weiterhin im Hospital in Arbeit vergraben, wenn auch das Team größer wird und so manche jungen Ärzte den typisch amerikanischen Standard einführen wollen, was bei uns Älteren nur ein Schmunzeln hervorruft. Aber einige waren heute in der Stadt und haben Schreckliches berichtet. Im Universitätshospital im Zentrum liegen ca 2000 Patienten. Sie operieren dort am laufenden Band in 12 - Std- Schichten, aber es wird nur amputiert. Sie haben uns angefragt, ob wir nicht eine Nachtschicht manchen würden, um wenigsten Frakturen zu schienen. Dort leben die Menschen in Zelten und unter freiem Himmel. Es räumt keiner auf. Von einer Regierung und organisierter Hilfe des Landes selbst ist nichts zu spüren. Die Ausländer haben das Sagen. Bei der Einreise gab es keine Kontrolle. Der Flughafen wird von Indern der UN-Truppen bewacht. Die US-Amerikaner sollen 3500 Soldaten hier haben, um für Ruhe zu sorgen. Die Israelis, die kurz nach uns kamen und die Kubaner sind jeweils mit einem Zelthospital zur Stelle. Einheimische Soldaten oder Polizisten scheint es nicht zu geben. Über 20% der Menschen dieses Landes leben in der Hauptstadt. Und da ist genau das Zentrum getroffen worden. Kein Gebäude eines Ministeriums ist noch heil inklusive des Präsidentenpalastes. Ein Experte, der schon bei 50 Naturkatastrophen mitgearbeitet hatte berichtete, dass das das Schlimmste und am wenigsten organisierte Desaster sein es Lebens sei.&lt;br /&gt;Bei uns ist die Stimmung nach Spannungen wieder gut. Einige haben auf eigene Faust Material mit in die Stadt genommen, sind aber wieder damit zurück gekommen. Jetzt sind wir gemeinsam am Überlegen, ob wir nicht abwechselnd eine 12 Std Nachtschicht in der Stadt zusätzlich einlegen sollten, um dort vor Ort zu helfen. Bei uns haben wir die Arbeit jetzt fast auf einen 12 Std. Tag reduziert. Und es sind uns weitere Lieferungen von Platten und Instrumenten versprochen worden. Wir sind jetzt bei 83 operativen Eingriffen angelangt. Bin gespannt, wie es weiter geht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-2665798538231091933?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/2665798538231091933/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/situation-in-der-stadt-21-jan-2010.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2665798538231091933'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/2665798538231091933'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/situation-in-der-stadt-21-jan-2010.html' title='Situation in der Stadt, 21. Jan 2010'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-6626134549991292793.post-3781176930673921488</id><published>2010-01-24T16:53:00.000-08:00</published><updated>2010-01-24T16:54:48.204-08:00</updated><title type='text'>Tag der Frustrationen</title><content type='html'>Zwei von uns sind heute Morgen schon losgezogen. Sie müssen am Freitagabend in Quito sein. Es gibt keinen anderen Weg. Es ist ein anderes Team gekommen und sie suchen weitere Wege, den Menschen hier an anderen Orten zu helfen. Und plötzlich sind wir wieder wenige und die Op-Liste reißt nicht ab. Die Allgemeinärzte kümmern sich um den stationären Patienten und Wunden, Drei Schwestern sorgen sich um die Medizin für die Patienten. Die wenigen einheimischen Schwestern helfen ihnen.&lt;br /&gt;Mitten in der Liste der Frakturen und schmutzigen Wunden ein chirugischer Notfall, ein 14-Jähriger mit wohl seit 3 Tagen geplatztem Darm wegen Typhus. Ob er durchkommt ist noch sehr fraglich.&lt;br /&gt;Dann weiter mit Knochenarbeit. Jetzt werden die letzten Reserven unserer aus Quito mitgebrachten Sachen verbraucht. Es gibt keinen Gips mehr. Verzweifelt versuchen wir einen Weg zu finden, um Menschen mit geschlossenen Frakturen zu versorgen, Wir haben uralte Metallplatten aus Donationen von vor 20 Jahren oder mehr in der Werkstatt zurechtgeschnitten, aber die neuen Schrauben passen nicht dazu. Die Patienten liegen nun schon seit über einer Woche. Wann wird der erste durch Lungenembolie sterben.&lt;br /&gt;Die bestellten Platten kommen nicht. Dafür eine neue Gruppe Ärzte, die orthopädisches Material mitgebracht haben: Wunderschönes Spielzeug für vielleicht 5 oder 6 Patienten. Sie kommen sich wie die Erlöser vor. Dabei ist das weniger als der Tropfen auf den heißen Stein. Da verstehen viele in den Staaten bei Samaritan´s Purse nicht, was wir wirklich bestellt haben. Und dann fragen wir uns, was nun schon der zweite Herzchirurg soll, der hier auftaucht (und dann wieder verschwindet).&lt;br /&gt;Zwei Gruppen von Ärzten besuchen weitere Stellen in der Stadt. Reporter der verschiedensten Nachrichtenagenturen kommen vorbei. Das ist unsere einzige Verbindung mit den Menschen hier in Port au Prince. Was wir da hören, ist alles andere als rosig. Im Zentrum der Stadt herrscht Chaos, Im Universitätskrankenhaus wird fast nur amputiert. Sie wollen uns ihre Patienten schicken (ohne Material????). Dort liegen ca 20 x mehr Patienten als bei uns. Andere funktionierende Hospitäler haben sie nicht gefunden. Wir sehen kein Ende der Arbeit aber auch keine wirkliche Hilfe aus der Zentrale von SP&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/6626134549991292793-3781176930673921488?l=andenwoelffe.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/feeds/3781176930673921488/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/tag-der-frustrationen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3781176930673921488'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/6626134549991292793/posts/default/3781176930673921488'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://andenwoelffe.blogspot.com/2010/01/tag-der-frustrationen.html' title='Tag der Frustrationen'/><author><name>E.Wolff</name><uri>http://www.blogger.com/profile/09260157917852814724</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
